Jetzt folgt mit „In Motion…“ das vierte Album der Gothic Metaler aus Osteuropa. Vertrieben wird die CD hier in Deutschland über Al!ve. Auffällig ist zuerst der etwas gewöhnungsbedürftige Sound. So knochentrockene Snare-Drums hab ich schon ewig nicht gehört. Dazu eine getriggerte Base-Drum, der so ein bisschen das Organische verloren geht. Nächster Kritikpunkt ist der cleane Gesang. Da hat der Fronter doch noch einiges an Treffgenauigkeit zuzulegen. Jetzt aber genug gemeckert. Ganz im Gegensatz zum cleanen Gesang kann nämlich die rauere Variante, die schon leicht an Lordi erinnert, voll überzeugen und passt auch viel besser zur melodischen Spielweise des Gothic Metal (endlich mal ohne Frauengesang).

Eines der besten Stücke ist in meinen Augen „Arabia“, bei dem sich die Band extra einen muslimischen Geistlichen als authentische Unterstützung geholt hat, auch oder gerade weil hier der Gothic Anteil ganz zurück geschraubt wurde. Doch stört auch bei diesem Stück der cleane Gesang. Trotzdem eine gute Komposition. Die restlichen Stücke schlagen ungefähr in dieselbe Kerbe, geprägt von einprägsamen Refrains und melodischen Gitarren. Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, in ältere Scheiben der Band hinein zu hören. Trotzdem ein guter Anhaltspunkt. 2,5 Gitarren.