Bitter Piece sind eine Band, die man musikalisch nur schwer in eines der bestehenden Metal Genres einordnen kann. Um diese und andere Fragen zu klären, traf ich die Osnabrücker bei eine ihrer Bandproben zum Interview.

Bitter Piece, das sind für alle, die sie noch nicht kennen:

Mariano (Vocals), Kim (Guitar), Daniel (Guitar), Maurice (Drums) und Michael (Bass).

Der Name der fünköpfigen Band leite sich von dem Song „Bitter Peace“ von Slayer ab, wie mir Mariano auf meine erste Frage hin erzählt. Nach einigen anderen Vorschlägen wurde dieser einstimmig angenommen. Um eine Verwechslung mit dem Titel zu vermeiden, wurde „peace“ in „piece“ umgeändert. Das würde die Leute aber trotzdem nicht daran hindern, es falsch zu schreiben, wirft Kim ein.

Interview mit Bitter Piece aus Osnabrück vom 06.06.2010

Interview mit Bitter Piece aus Osnabrück vom 06.06.2010

Der Musikstil von Bitter Piece lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken, noch nicht einmal von den Jungs selbst. Sie erklären mir, dass sie privat alles durcheinander hören, und durch die vielen unterschiedlichen Musikgeschmäcker in der Band ein ganz eigener Stil zustande komme, den sie am ehesten als eine moderne Art aus Trash- und Blackmetal bezeichnen würden.

Verändern würden sie ihrern Stil höchstens unbewusst, ein kompletter Stilwechsel außerhalb der natürlichen musikalischen Weiterentwicklung ist also nicht in Sicht.

Der Songwriter der Band ist Sänger Mariano. Zu einem zuvor festgelegtem Rhythmus und einer Melodie verfasst er die passenden Texte.

Die Themen der Songs sind meist allgemeine, aber für das kommende Album sei ein Konzept erstellt worden, erzählt Mariano stolz. Die Geschichte des in dem Song „Within your Eyes“ (vom ersten Album der Band) langsam wahnsinnig werdenden Menschen soll in zwei Songs daraus fortgesetzt werden.

Meine nächste Frage richtet sich an Daniel, der erst vor Kurzem zu der Band gestoßen ist. Nach ein bisschen Überlegen erzählt er, dass sein Eintritt in die Band mehr oder weniger Zufall war. Vor 10 Jahren brachte er sich selbst das Gitarre spielen bei, da das Orgelspiel wenig überzeugend für ihn war. Danach widmete er sich just for fun vielen verschiedenen Bandprojekten, teils sogar als Bassist oder Sänger. Kennen lernte er die Gruppe als Zuschauer und der Kontakt wurde schließlich über OsnaMetal.de hergestellt.

Zuerst war er sich nicht sicher, ob er der musikalischen Herausforderung gewachsen sei, jedoch beschloss er, diese anzunehmen um dazu zu lernen, und seine momentan freie Zeit wieder sinnvoll auszufüllen. Es gefiele ihm bis jetzt sehr gut in der Band, und er sei froh dabei zu sein, schließt er.

Die Live-Auftritte von „Bitter Piece“ werden stets in den höchsten Tönen gelobt, als äußerst mitreißend und sehr intensiv beschrieben. Ich will von den Jungs wissen, ob es ihnen genauso viel Spaß macht wie ihrem Publikum.

Bei dieser Frage leuchten die Augen von Drummer Maurice regelrecht auf, und er muss eine Weile nach den richtigen Worten suchen, um seine Begeisterung auszudrücken. Schließlich meint er, man müsse sich das ganze als Wechselwirkung zwischen Publikum und Band vorstellen. Die Energie des Publikums würde sich auf die Band übertragen und sie pushen. Das ist in etwa auch die Beschreibung die Daniel mir von seinem Gefühl auf der Bühne gibt.

Neben der Musik mag es die Band privat gern etwas ruhiger, bei gemütlichen Playstation oder Heimkino Abenden. Der Ausgleich zu ihren anstrengenden Büro Jobs ist für sie jedoch stets die Bühne, auf der sie dann „alles rauslassen können“.

Die Band konnte seit ihrer Gründung schon einige Erfolge verbuchen, wie z.B. diverse Auftritte beim „Wacken Metal Battle 2006“ und beim „Summer Nights Open Air 2009“, sowie als Support-Gig für Heaven Shall Burn. Mariano berichtet mir, dass die nächsten Ziele nun das neue Album, evtl. eine kleine Tour mit Indistinct, und ein Auftritt beim „Rock the Night“, welcher Daniels erste Live Auftritt mit Bitter Piece sein wird, und auf dem erstmals die neuen Songs gespielt werden, seien.

Abschließend bedankt sich die Band sehr höflich für das Interview:

Daniel: „Danke für das Interview!“

Mariano: „Wir danken unseren Fans, die in unserer Vergangenheit gemeinsam mit uns vor und auf der Bühne eine Menge Spaß hatten, und wir freuen uns darauf, in naher Zukunft die Clubs mit euch in Schutt und Asche zu legen!“

Maurice ergänzt grinsend: „Wir freuen uns, euch bei „Rock the Night“ in den Arsch zu treten!“

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Datum: 06.06.2010
Autor: Windprinzessin

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Bitter Piece – Live!

Gleich vorweg: die Jungs von Bitter Piece sind der Hammer! Die vier waren schon immer selbst große Metal-Fans und erfüllen sich nun ihren Traum, mal selbst derbe in die Saiten zu hauen.

Das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen!

Auf der CD hört man den Live-Mitschnitt eines ihrer Konzerte, auf dem eine Reihe Coversongs sowie natürlich auch eigene Stücke gespielt wurden. Es gib eine schnelle Ansage, ein kurzes Intro… und dann brechen die Vier ohne Gnade los. Von den beiden Gitarren donnert ein echtes Riff-Gewitter auf die Menge ein, getragen von scheppernden Drums, die nie an Intensität verlieren. Sänger Marianos Gesang macht den rauhen Sound der Band komplett. Die Stimme des Frontmanns ist ein wütendes, tiefes Gröhlen, das immer wieder in gellendes Schreien ausartet… Metal eben. Und auch wenn ich wie die Meisten, die das hier lesen NICHT auf dem besagten Konzert war – das die Kerle eine irre Bühnenpräsenz an den Tag legen kann mana ja beinah schon

hören! Denn bei Bitter Piece bemerkt man von der ersten Minute an, dass sie lieben und leben was sie tun.

Die bekannten Coversongs begeistern aber auch (was sag ich: VOR ALLEM!) die drei eigenen Stücke sind echt erste Metal-Klasse! Mein persönlicher Favorit ist das Erstlingswerk der Band: Das brutale „Ruthless Agression“. Geile Gitarrenparts, wilder Gesang, quietschende Metal-Soli. So muss das!

Klasse CD von 4 Jungs, die garantiert noch viel vor sich haben!

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Label: Eigenproduktion
Genre: Death Metal / Thrash Metal / Metalcore
Releasedate: 00000000
Web: http://www.bitter-piece.de
Punkte: 5

Autor: Fahnie

Bitter Piece – Hell's asylum

Bitter Piece - Hell's asylum

Bitter Piece – Hell's asylum

Soso! Dann gibt’s jetzt also mal wieder was von Bitter Piece. Die Osnabrücker melden sich dieses Jahr mit ihrer Disk „Hell’s Asylum“ zu Worte.

Für Jene, die es noch nicht wissen, zu denen ich übrigens auch bis grad eben gezählt habe, wurde Bitter Piece 2004 gegründet, und spielen heute in der Konstellation Mariano Tiemeyer (Sänger), Christian Voß (Lead Gitarre), Kim van Geel (Rhythmische Gitarre), Michael Heumann (Bass) und Maurice van Rooij (Drums). Im Raum Osnabrück vor allem durch ihre zahlreichen erfolgreichen Auftritte bekannt (einfach mal unter „Konzertberichte“ suchen), ist nun die eben erwähnte Demo veröffentlicht worden, die der zweite Silberling ist, zu dem es hier eine Bewertung geben wird.

Angefangen sei einfach mal mit den Instrumenten, die über weite Strecken dafür verantwortlich sind, dass man die Sache „Thrash Metal“ nennen darf. Harte Riffs und ein besonders schneller Rhythmus sind zum Beispiel typisch für „Ruthless Agression“. Von einer ganz anderen Seite präsentiert sich hingegen das Intro, das mit langsamen, ruhigem Klavier- und Keyboardspiel durchsetzte ist. Der Gegensatz ist aber durchaus vertretbar, denn diese Einleitung verstärkt den sehr harten Eindruck, der direkt folgt. Zu diesem passt auch ohne Zweifel der Gesang, der die meiste Zeit über zwar böse klingt, aber lange clean bleibt. Nur ab und an scheint sich das Gegrunze durchsetzen zu können, was meist sogar äußerst melodisch wirkt. Auch die Texte sollen nicht außer Acht gelassen werden. Und die vermitteln in erster Linie Auswirkungen von Emotionen, die in Hass zu enden scheinen. Gutes Beispiel hierfür ist der Teil „Watch him grow in sorrow / Endless dreams of horror / Trie to shoot an arrow /…” aus „Within his Eyes“.

Es ergibt sich also ein durchaus angenehmes, dennoch aggressives Klangbild, mit interessanten Inhalten, die durch einen hervorragenden Sänger vermittelt werden.

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Label: Eigenproduktion
Genre: Death Metal / Thrash Metal / Metalcore
Releasedate: 00000000
Web: http://www.bitter-piece.de
Punkte: 6

Autor: Gou

Bitter Piece – Vastyrion Rising

Bitter Piece - Vastyrion Rising

Bitter Piece – Vastyrion Rising

Als gewaltiger Tyrann bricht Vastyrion Rising der Osnabrücker Bitter Piece über uns herein. Wer kommt mit auf die Reise ans Ende der Welt?

Fast fünf Jahre mussten sich die Fans um Frontmann Mariano Tiemeyer gedulden – doch nun ist es endlich so weit: Am 3. März wird mit Vastyrion Rising das dritte Werk der fünf Jungs erscheinen. Nach Liveaufnahme und EP liegt nun das erste Album vor. Stürmisch geht es mit „Horizon“ los. Melodietragende Gitarrenklänge zu hartem Gesang werfen den Hörer mitten ins Chaos des Geschehens. Thrashig und düster legen Bitter Piece nach. Die Sonne ist hinterm Horizont verschwunden, explodiert nun so gewaltig wie Vastyrion Rising in unseren Ohren. Natürlich ist die apokalyptische Stimmung jetzt endgültig erreicht. „End of the Days“ bedeutet aber glücklicherweise noch lange nicht das Ende des Albums. Insgesamt zehn Tracks über 55 Minuten Runningtime verteilt gibt es auf der Platte. Einprägsamster Song ist „The Wall in You“, der mit einem dunklen Bassgitarrenoutro besticht und dem so lauten Album einen leisen Ausklang gibt.

Der moderne, schwermetallische-Genre-Mix, angereichert mit melodischen Gitarrenläufen, ausdrucksstarkem Gesang, pumpendem Bass, sowie stampfenden Drums, dürfte allen Fans von nackenbrechendem Metal gefallen. Hervorzuheben ist hier Leadgitarrist Kim van Geel, der aus den neuen Songs wahre Leckerbissen mit Ohrwurmfaktor macht. Die einprägsamen Melodien machen Lust auf die Livevorführung Vastyrion Risings. Wer bisher kein Konzert der Band besucht hat, sollte dies schleunigst ändern. Denn nicht nur auf Silberlingen können Bitter Piece überzeugen. Neben der ersten Single „Taken“ (VÖ 15.02.) gibt es auf dem Album auch den Live-Hit „Ruthless Aggression“. Eine gute Mischung aus Albumkonzept und Tribut an die Fans.

Mit Vastyrion Rising stellen Bitter Piece, die es schon seit Anfang 2004 gibt, auch ihre neue Maskotte vor. Der Vastyr (engl. vast–gewaltig, tyr von Tyrann) ist auf dem Albumcover zu sehen und wird die Band hoffentlich wohlwollend durch die Apokalypse führen, auf dass uns noch viele Nachfolger dieses Albums beschert werden. Denn musikalische Kompetenzen sind eindeutig vorhanden und werden gekonnt eingesetzt. Vastyrion Rising ist dafür das beste Beispiel.

Tracklist:
1. Horizon
2. Sun's Eruption
3. End Of Days
4. Capital Wasteland
5. Taken
6. I Seek Revenge
7. Impact
8. The Curtain Is Closed
9. Ruthless Aggression 2012
10. The Wall In You

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Label: Firefield Records
Genre: Death/Thrash Metal
Releasedate: 2012-03-03
Web: http://www.myspace.com/bitterpiece
Punkte: 7

Autor: Jeanny


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