Nach mehr als zehn Jahren hat sich die holländische Black Metal Band Fluisterwoud mit ihrem Album “Laat Alle Hoop Varen zurück gemeldet. Unsere Redakteurin Susanna sprach mit der Band.


OM: Hallo! Ich freue mich, euch einige Frage stellen zu dürfen. Ich bitte euch aber erstmal, dass ihr euch kurz vorstellt.

Fluisterwoud: Hails! Wie geht es dir? Fluisterwoud war eine Black Metal Band aus Holland, die die Bühnen mit Ritualen, Blut und Feuer terrorisierten. Unsere Musik war rasender, wütender Black Metal mit der Verbreitung von der Lobpreisung der schwarzen Magie, Okkultismus, Teufelsanbetung, Geschichte und der Angriff des Ziegenreiters. Nach einigen Jahren des Black Metal Terrors, schossen wir die Band ab und steckten sie in ihr verfaultes Grab! Mehr als 10 Jahre vergingen und unser aktuelles Album „Laat Alle Hoop Varen“ wird von Van Records entfesselt. All Hail Hell!!!

OM: Holland ist ja eigentlich nicht das heiße Pflaster des Black Metals, oder?

Fluisterwoud: Obwohl es so scheint, als wäre Holland nicht bekannt für Black Metal, haben wir eine außergewöhnliche Black Metal Geschichte: Apator, Bestial, Summining, Exmortis, Funeral Winds und Countess sind Bands die ich sehr schätze und diese Bands kann man als Ikonen des holländischen Black Metal sehen.

OM: 1998 erschien eure erste Platte „Een sinister schouwspel“. Danach wurde es ruhig um euch. Erst fünf Jahre später erschien „Langs galg en rad“. Was waren die Ursachen für die recht langsame Entwicklung?

Fluisterwoud: Wir waren immer geplagt von Zeitverzögerungen und Ärger. Die erste Verspätung des ersten Album hatte was mit der „Full Moon Produktion“ zu tun. Sie haben einfach zu lange mit der Veröffentlichung gewartet. Das Album war bereits aufgenommen, aber sie brauchten eine Ewigkeit, um es zu veröffentlichen. Unser aktuelles Album „Laat Alle Hoop Varen“ wurde 2006 aufgenommen, aber dann sind neue Probleme aufgetreten: die Band teilte sich und das Studio wo wir aufnehmen sollten ging kaputt. Wir wollten wirklich unser Album veröffentlichen, also musste das Mastern von jemand anderem gemacht werden. Mein guter Freund Sarath von Trondheim hat das Mastering übernommen, aber da er viel unterwegs war, hat es Jahre gedauert. Das Artwork war auch ein Miststück, aber wir haben es endlich geschafft und es war bereit für die Menschheit.

OM: „Laat alle hoop varen“ ist eure aktuelle Scheibe. Gibt es Besonderheiten bei der CD?

Fluisterwoud: Das Album beinhaltet grimmigen und okkulten Black Metal! Ich glaube, wir werden eine limitierte „A5 digi book“ Version auf die CD und einen Bonus Track auf die Vinyl Edition packen.

OM: Welche musikalischen Veränderungen haben in den letzten 10 Jahren bei euch stattgefunden?

Fluisterwoud: Für mich persönlich, bin ich zu einem besseren Gitarristen/Songschreiber herangewachsen seit unseren letzten Demo Tagen. Für die Band, ich glaube, wir sind besser zusammen gewachsen. Die Demo und das „Langs Galg En Rad“ Album wurden von mir geschrieben, während „Laat Alle Hoop Varen“ von dem zweiten Gitarristen geschrieben wurde. Deswegen änderte sich wahrscheinlich unsere Musik ein wenig.

OM: Eure erste Scheibe war in Niederländisch verfasst und eure Aktuelle ebenfalls. Ist es euch egal, dass nicht alle eure Texte verstehen?

Fluisterwoud: Wir sind eine holländische Band, warum sollten wir nicht auf holländisch singen? Als ich Fluisterwoud gründete, wollte ich 100%igen Holland Black Metal: Kein Englisch und das taten wir vom ersten Tag an, bis wir zurück in unser Grab geschmissen werden. Es ist nicht wichtig, ob die Leute holländisch verstehen oder nicht: die Botschaft wird klar sein!

OM: Idealismus und Authentizität sind bestimmt auch Gründe dafür. Aber welche Werte und Themen werden in euren Texten verarbeitet?

Fluisterwoud: Idealismus und Authentizität sind bestimmt auch Gründe dafür. Aber welche Werte und Themen werden in unseren Texten verarbeitet? Okkultismus und Geschichte waren immer Themen in unseren Texten, genau wie die dunkle Gewalt der Natur.

OM: Ich habe gelesen, dass ihr euch auf einem Konzert in Österreich zerstritten habt. Werden wir dieses Jahr nicht in den Genuss von euren Livequalitäten kommen?

Fluisterwoud: Ja, unser Auftritt in Österreich war unser Letzter: die Bombe ist hochgegangen und wir haben uns entschieden, dass es das Beste ist, aufzuhören. Obwohl nicht jedes Bandmitglied gleich damit einverstanden war, aber sie sahen, dass es unvermeidbar war. Ich habe die Band gegründet und ich wollte nicht weitermachen. So war es nun mal. Wir werden nicht mehr live spielen.

OM: Welche Bands sind für euch die wichtigsten der Black-Metal-Szene?

Fluisterwoud: Die Nidrosia – Szene aus Trondheim, Norwegen ist für mich im Moment am Wichtigsten, Bands wie: Kaosritual, Celestial Bloodshed, Mare und Min, sie atmen die Luft Luzifers. Solche Bands sind wirklich Black Metal Magie, wenn du mich fragst.

OM: Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Nun habt ihr noch die Möglichkeit etwas an eure Fans und unsere Leser zu richten. Ich wünsche euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Fluisterwoud: Danke für das Interview und viel Glück mit dem Magazin.

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