Torture Killer haben sich zu einer etablierten Death Metal Band in Finnland gemausert und gerade ihr neues Album „Sewers“ raus gebracht. Unsere Redakteurin Susanna sprach mit Gitarrist Jari Laine.


OM: Ich freue mich, dich mit einigen Fragen quälen zu dürfen. Vom Wochenend-Alkohol-Projekt zu einer etablierten finnischen Death-Metal-Band. Beschreib doch bitte in einigen kurzen Sätzen, wie es dazu kam.

Jari: Ich freue mich ebenfalls, dass Interview zu machen. Jeah, so fing 2002 die ganze Sache an. Unsere anderen Bands spielten ein wenig schneller und technischen Kram. Das hier war ein cooler Wechsel für uns und ich liebte schon immer den langsamen und groovigen Sound. Es hat sich wirklich gut angehört, sogar als wir von anderen die Lieder gespielt haben. Eins kam zum anderen und wir wurden gefragt, ob wir bei einer lokalen Cover-Show auftreten möchten. Wir beschlossen danach eigene Stücke nur für uns zu schreiben, um zu sehen was dabei rauskommt.

OM:Im Frühling 2003 kam der Stein erst richtig ins Rollen, als ihr einen Vertrag bei „Hammerheart“ unterschrieben habt. Wie fühlte es sich an?

Jari: Nachdem wir fünf bis sechs eigene Lieder hatten, entschlossen wir uns noch mehr zu schreiben und ein richtiges Album aufzunehmen. Bis zu diesem Punkt wollte ich mit „Severe Music“, ein kleines Label, das Album veröffentlichen. Nach den Aufnahmen mochten wir die Scheibe wirklich gerne und fingen an, andere anzulocken, in der Hoffnung, dass wir einen anderen finden würden, der dafür bezahlt (lacht). „Hammerheart“ änderte bald den Namen in „Karmageddon Media“. Und diese hatten ebenfalls Interesse. Wir haben uns gefreut, dass wir einen „Deal“ hatten. Ab diesem Punkt war es offensichtlich, dass die Band zu einer betrieblichen Band aufsteigen würde. Kein Spass-Projekt mehr. Wir spielten einige Auftritten und haben gefühlt, dass es gut laufen wird.

OM: 2004 konntet ihr die Neugier von Chris Barnes (Six Feet Under) wecken, der später auch als Sänger bei euch mitwirkte. Und „Swarm!“ (2006) einsang. Vor einigen Jahren habt ihr Lieder von SFU gecovert und im nächsten Moment stand Chris Barnes bei euch als Sänger am Mikrophon. Was ging bei dir im Kopf und im Herzen ab?

Jari: Anfangs konnte ich es nicht glauben. Ich dachte erst, dass mich mein Kumpel auf den Arm nimmt (lacht). Unser Line-Up hatte einen Bruch und Juri kam, um zu überbrücken und uns zu retten. Und das zwei Tage bevor es auf Tour gehen sollte. Also hatten wir nun die Neuigkeiten auf unserer Internetseite, mit der Erklärung, dass wir kein Line-Up haben. Die ganzen Pläne für das zweite Album, das wir aufnehmen wollten, wurden gestoppt. Das war als die Mail von Chris kam, der uns seine Hilfe anbot. Bis heute ist es eine der sonderbarsten Erfahrungen gewesen. Ich fiel fast vom Stuhl, als ich ihn am Telefon hatte und begriff, dass es kein Witz war. Eine große Ehre und wir werden ihm ewig dankbar für seine Hilfe sein.

OM: Nach dieser ereignisreichen Phase, wurde dann Anfang 2008 bekannt gegeben, dass Chris die Band verlässt. Doch das konnte euch nicht aus der Bahn werfen. 2009 seid ihr mit „Sewers“ zurück. Und Juri Sallinen übernimmt das Micro. Wie hat es die Band aufgenommen, dass Chris Torture Killer verlässt?

Jari: Ja, wie du vielleicht schon herausgfunden hast, hat Chris nicht die Band gegründet, sondern wir. Nachdem wir realisiert hatten, dass es schwieriger werden würden als erwartet mit den Aufnahmen und den Auftritten – fühlten wir uns, als sollten wir lieber wieder dorthin zurückkehren wo wir hergekommen sind. Nichts bereuen und auf das stolz zu sein was wir alles erreicht hatten. Aber wir wollten das richtige „Bandgefühl“ zurück. Also fragten wir Juri bei uns mitzumachen. Wir stimmten alle zu, es war das Beste. Wir sind glücklich mit dem was wir jetzt haben und hoffen, dass wir letzten Endes in der Lage sind, dass es weiter geht mit unserem Line-Up und wir überall spielen können.

OM: Beschreib eure Platte mit fünf Worten!

Jari: „mid-tempo-torture-killer-death-metal”

OM: Welche musikalischen Entwicklungen habt ihr in den letzten Jahren durch gemacht?

Jari: Ich bin mir sicher, dass die Leute hören werden, dass wir uns einige Schritte bewegt haben, aber für mich ist es schwer es an etwas festzumachen, während man sich in der Mitte von Allem befindet. Ich glaube nicht, dass wir eine große Soundveränderung durchgemacht haben. Der Fokus ist vielleicht bei den schnelleren Songs, anstatt bei den „Double-Bass“ Liedern, die wir bei den ersten beiden Alben hatten. Aber alle Elemente die wir immer hatten, sind immer noch vorhanden. Die Elemente, mit der wir die Band starteten: groovender Death-Metal.

OM: Bist du zufrieden mit der Platte?

Jari: Ich glaube, wir haben es gut hinbekommen. Es ist schwierig, immer noch total begeistert zu sein, aber ich glaube es ist angemessen. Ich mag einige der Lieder und die Produktion ist gut.

OM: Eure Fans freuen sich auf einige Konzerte, die ihr hier spielen werdet. Werdet ihr auch auf Festivals spielen?

Jari: Yeah, ein Teil der Tour spielen wir mit Demonical und Facebreaker. Zum Schluss spielen wir auf dem Legacy-Festival, Neurotic Deathfest (NL) und Plant Of Rock Festival (Aut).

OM: Wie sieht die Zukunft für Torture Killer aus?

Jari: Ich glaube, großartig, wir können endlich touren was wir mit der letzten Platte nicht konnten. Hört sich lustig an, denn es war ja eigentlich unser bekanntestes Album. Wir wollen raus und spielen! Ich habe einige neue Lieder, mit denen ich zufrieden bin, aber bislang sind wir einfach nur glücklich, dass wir endlich live spielen können.

OM: Danke, dass du dir die Zeit für mich genommen hast. Nun hast du noch die Möglichkeit etwas an eure Fans und unsere Leser zu richten. Ich wüsche euch noch weiterhin viel Erfolg.

Jari: Jeah, kein Problem Schwester, riesigen Dank für die Unterstützung und alles Gute für OsnaMetal. Hoffentlich sieht man viele von euch auf unserer Tour, die Mitte Mai starten wird. Für mehr Informationen: http://www.myspace.com/torturekiller.

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