OM: Zuerst einmal Danke, dass Ihr euch Zeit für dieses interview genommen habt.

„Babies of Revolution“ ist seit kurzem im Handel erhältlich. Was unterscheidet euer neues Album von dem ersten Album „Nothing as whole as a broken Heart”?

Manzana: Als wir das Debut aufnahmen, waren wir nicht sicher, ob es jemals veröffentlicht wird. Es war also mehr wie ein Sprung ins Dunkle. Diesmal hatten wir eine bestimmte Zeit um das Album fertig zu bekommen und waren uns sicher, dass alles rauskommt. Wir hatten mehr Druck, aber auf eine Gute Art.

Zwischen den Alben sind wir sehr gewachsen. Vieles touren und auch sehr viele Dinge die Passiert sind, machten uns sicher welchen Weg wir gehen wollen. Unser Debut ist stilistisch mehr Gothic, traurig und kalt, was ich nach wie vor mag. „Babies of Revolution“ ist mehr „blood“ , „sand“, „poisoned apples“ und harte Gitarren… Bodenständiger und härter.

OM: Ein Song auf “Babies of Revolution” heißt genau so wie euer erstes Album. War der Text ursprünglich auch dafür bestimmt?

Manzana: Ich hatte das Gefühl, dass der Song „Nothing as whole as a broken Heart“ eine Brücke zwischen den beiden Alben bildet. Es ist ein etwas älterer Song als die anderen auf „Babies of Revolution“ und wir haben ihn auch im alten Set live gespielt. Textlich liegt er mir sehr am Herzen, denn viel von Manzanas Wesen spiegelt sich darin. Wir alle sind verloren und verzweifelt. Die echte menschliche Schönheit und Kraft ist es den Mut zu haben seine Ängste zu zeigen… Dunkles, trauriges Zeug!

OM: Der Song „Panda Girl“ erzählt von einer Musik Bar. Kannst du uns etwas über die Bedeutung der Lyrics erzählen?

Manzana: Es handelt über ein Mädchen, welches jeden Tag, Jahre lang, in eine bestimmte Bar in Tampere geht um auf den Einen zu warten der nie kommen wird. Eine imaginäre Person. So etwas schrecklich Schönes und trauriges zugleich, an deine Träume zu glauben, dabei die Realität zu vergessen und nur zu warten. Viele Leute verbringen ihr Leben mit dem Warten auf ein Wunder das alles ändert, das alles besser macht, aber kann ein Wunder auf das man wartet überhaupt kommen? Sogar vernünftige, erwachsene Leute sind bereit zu glauben, woran auch immer.

Panda Girl wartet und glaubt und wir sollten sie dafür respektieren. Wenigstens hat sie, im Gegensatz zu den meisten von uns, den Mumm auf ihr Herz zu hören.

OM: Woher habt ihr sonst die Inspiration für eure Musik?

Manzana: Eigentlich das persönliche Leben, das zur Hölle fährt, weinende Freunde und fremdgehende Männer.

Die Ängste vor der eigenen Zerstörungskraft, Träume, zerbrochene Träume, Bulimie, Gedichte, Bücher andere Bands und Leute die nicht Auto fahren können. Regen und schlechtes Essen. Glück ist das Einzige worüber ich nicht schreiben kann. Irgendetwas muss immer falsch sein… haha.

OM: Ich mag euer neues Album wirklich, aber man bekommt nicht immer gut Kritiken.

Wie geht ihr mit den negativen um?

Manzana: Es ist komisch, wenn jemand ein langes Review darüber schreibt wie beschissen wir sind, Namen nennt und Scherze macht, dabei aber nichts über die Musik aussagt. Ich bin nur traurig, dass das vielleicht der einzige Weg für ihn ist sich stark zu fühlen. Ich finde es nicht schlimm, wenn das Review über die Musik ist, die Person diese nur nicht mag. Natürlich mag ich nicht jede Musik die ich höre.

Wie also soll ein Journalist alles mögen? Manchmal kann ein schlechtes Review sogar hilfreich sein, denn es kann auf Dinge hinweisen die wir besser machen können. Das lustigste an schlechten Kritiken ist, dass Songs die meistens schlecht gemacht werden im Netz am häufigsten gespielt werden. Also ist jede Publicity gute Publicity. Abgesehen davon bin ich gerne irritierend. Ich hasse es „nur“ nett zu sein!!! Verehre deine Hasser-Sie sind deine besten Fans. Wenigstens reden sie über dich.

OM: Ihr wart schon mit Lovex auf Deutschlandtour. Kannst du uns bitte ein paar besondere Erinnerungen erzählen?

Manzana: Es war eine super Tour die viel Spaß gemacht hat! Es waren viel junge Mädchen im Publikum und wir haben nette Leute getroffen. In Berlin und Köln hatten wir die besten Auftritte meines Lebens, deshalb weis ich ganz jetzt ganz genau wovon ich mehr will…

) Das Deutsche Publikum ist anders- spaßiger und besonnen! Wir reisten zusammen in Vans und kannten die Techniker schon aus Tampere, also war es wie eine Familienreise.

Ich mag die Lovex-Jungs gerne. Sie sind nette Leute und eine großartige live Band. Musikalisch sind sie etwas leichter als wir, aber es passte ziemlich gut. Ich bin glücklich, dass sie ihr Ding am Laufen haben. Das ist jetzt gut für sie!

Besondere Erinnerungen… Am letzten Abend auf Tour haben wir uns entschieden etwas mehr zu feiern, weil wir am nächsten Tag keinen Gig hatten.

Wir, die Bands und einige lokale Freunde trafen uns in Zürich und haben dort wie Wilde am Fluss Bon Jovi gesungen und haben uns in Kneipen betrunken. Unser Hotel war über Nacht geschlossen, also standen wir da, ausgesperrt um 6 Uhr morgen. Betrunken auf der Straße. Das war etwas surreal.

)

OM: Wie sieht es aus mit bevorstehenden Touren und anderen Zukunftsplänen?

Manzana: Jetzt werden wir etwas in Finnland und auch in Estland und Lettland touren. In Mitteleuropa werden wir später im Winter sein. Wir sind mehr als alles andere eine live Band, also werden wir hoffentlich den Großteil des nächsten Jahres im Bus verbringen! Wir nehmen viel Livematerial für die nächste Single und das nächste Video auf und promoten „Babies of Revolution“ so viel wir können. Fürs Erste ist das viel Arbeit und das ist gut so!

OM: OK, du hast es geschafft. Danke, dass du dir Zeit genommen hast dieses kurze Interview zu machen. Die letzten Worte gehören dir.Manzana: Pass auf dich auf und sei gut. Aber nicht zu gut… sonst tanzt man dir auf der Nase herum. Danke!

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