„Die Monsters of Liedermaching“. Hinter dieser Bezeichnung, die anfangs ein wenig befremdlich klingt und bei manchem Germanisten die Haare zu Berge stehen lassen wird, steckt ein Musikprojekt, welches spontan entstanden und inzwischen zu einer festen Größe im deutschsprachigen Musikraum gewachsen ist. Das neue Live-Album schaffte es sogar gleich in der ersten Woche in die hohen Regionen der deutschen Albumcharts. Ein Grund mehr, einmal nachzuhaken, wie dieser Erfolg aufgenommen wurde. In Folge dessen traf ich mich mit Peer Jensen alias Pensen, einem Mitglied der Monsters.

OM: Moin nochmals, Pensen. Du bist einer der Monsters of Liedermaching. Was definiert einen

Liedermacher und welche Eigenschaften machen ihn zu einem Monster of Liedermaching?

Pensen: Den Begriff Liedermacher kenne ich aus meiner Kindheit. Ein Liedermacher schreibt seine Texte selber und bringt diese musikalisch und im eigenen Stile wieder. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel Reinhard Mey. Außerdem haben wir in den 80ern und 90ern den „Monsters of Rock“-Festivals gefrönt. Wir haben uns gedacht, warum vereinen wir nicht die lockere Art und Weise eines Liedermachers mit dem unbeschwerten Lebensgefühl eines Festivals? Und so waren die Monsters of Liedermaching geboren.

Interview mit Monsters of Liedermaching beim Hütte Rockt 2012 vom 24.08.2012

Interview mit Monsters of Liedermaching beim Hütte Rockt 2012 vom 24.08.2012

OM: Ihr habt schon auf größeren Festivals wie dem Serengeti Festival oder dem Deichbrand gespielt. Wie

unterscheiden sich ein Auftritt und das Umfeld vom eher kleinen Hütte Rockt Festival?

Pensen: Der Unterschied ist gar nicht so gravierend wie man meinen könnte. Auf jedem Festival spielen Bands, man hat einen Bereich, wo man sich aufhält, es gibt Fans, es gibt Bier und es ist eine gute Stimmung vorhanden. Kleine Festivals haben den

Charme, dass man das Gefühl hat, dass jemand sich um dich kümmert. Bei großen Festivals ist man nur eine Band von vielen, man hat auch kaum Zeit, Crewmitglieder etc kennen zu lernen. Das gelingt auf einem kleinen Festival natürlich besser. Jedoch

muss man sagen, Hütte Rockt hat das Potential zu einem großen Festival. Es gibt einen großen Platz, eine gute Fanbase und ein tolles Team, welches sehr freundlich und professionell arbeitet.

OM: Kommen wir nun auf ein Thema, was dich sicherlich sehr glücklich gemacht haben wird und wohl immer noch macht. „Schnaps und Kekse“ heißt euer neues Album, welches auf Anhieb den 18.Platz in

den deutschen Albumcharts ergattern konnte. Wie überrascht wart ihr aufgrund dieses Erfolges?

Pensen: Wir haben uns tot gelacht und konnten es nicht glauben. Es ist einfach der Hammer, unfassbar geil!!! Nach Fertigstellung des Albums waren wir sehr zufrieden, wir haben viel Material gesichtet und geschnitten und ein solides Album geschaffen. Wir haben auch gewettet, ob und welchen Platz wir in den Albumcharts erreichen könnten. Ich habe damals recht optimistisch behauptet, wir kommen auf den 68.Platz. Am nahesten dran war unser Tontechniker, welcher uns einen Platz unter den TOP 30

zugetraut hatte. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Fans und Freunde!!!

OM: Eure Alben weisen die Besonderheit auf, immer Live-Alben zu sein. Wann entschließt ihr euch denn,

ein neues Album aufzunehmen? Ich meine, Live-Auftritte habt ihr ja viele. Nehmt ihr jedes Konzert auf, oder wie stellt ihr das an und warum immer Live-Alben?

Pensen: Natürlich nehmen wir nicht jedes Konzert auf, denn das wäre zu viel Material, welches man sichten müsste, um ein passendes Album zu erstellen. Wir nehmen gezielt Auftritte auf und bereiten dann auch die neuen Lieder dafür vor. Wir machen

das mit Absicht so, da wir zum einen schon dann das Feedback der Menschen bekommen und wissen, welche Lieder ankommen. Zum anderen muss ich zugestehen, dass wir nicht Proben. Wir kommen einfach zusammen, spielen unsere Lieder, haben Spaß und gehen danach wieder unserer Wege. Liedermaching kann einfach nur Live passieren.

OM: Im Anschluss an Hütte Rockt folgt ja nun noch eine sehr lange Tour. Ist dies eine Danksagung an die Fans, die euer neues Album so weit nach vorne gepusht haben?

Pensen: Also, wir haben uns ja schon vorher entschieden, die Tour zu beschreiten. Wir haben

zurzeit einfach Bock, es macht richtig viel Spaß mit den Monsters. Wir sind einmal jetzt im Herbst auf Tour und dann nochmal im Frühjahr. Wir freuen uns schon darauf, mit den Fans unseren Albumerfolg feiern zu können.

OM: Ihr schaut ja im Laufe der Tour auch im Rosenhof in Osnabrück vorbei…

Pensen: Ja, das ist richtig. Den Rosenhof haben wir alle in Erinnerung. Die Akustik ist einfach der Hammer und die Nähe zu den Menschen ist herrlich. Die Verantwortlichen sind alle immer sehr nett und wir treten gerne dort auf. Also Leute, kommt alle in den Rosenhof und lasst uns eine fette Party feiern!!!

OM: In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß gleich mit Das Pack auf der Bühne und viel Erfolg weiterhin mit den Liedermachern. Noch einmal für alle, die die Monsters Live erleben wollen: Rosenhof Osnabrück, 29.09.2012, sichert euch Karten! Weiterhin soll ich noch anmerken, dass die Monsters auch gerne auf dem Hütte Rockt Festival 2013 auftreten würden. Wollen wir mal schauen, was daraus wird.

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Datum: 24.08.2012
Autor: Philipp (Gastredakteur)


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