Was haben eine bekannte Metal-Band und ein süßer Brotaufstrich gemeinsam? Richtig, sie vereinen sich in einem Bandnamen: Nutellica. Nun sollte allerdings keiner auf die Idee kommen zu glauben, dass diese Band nicht ernstgenommen werden darf. In dem Namen vereint haben Spaß am „geilsten Hobby der Welt“ Timo Wenner, Stefan Fieker, Thomas Whitthake und Arne Mattick. Und genau mit diesem zuletzt Genannten konnte ich im Zuge des Hütte Rockt Festivals ein wenig plaudern und erhielt sehr ehrliche und direkte Antworten.

OM: Nutellica sind ja schon alte Hasen des Hütte Rockt Festivals. Mehrfach seid ihr schon hier aufgetreten, auch beim allerersten Hütte Rockt im Jahr 2007 wart ihr dabei. Wie hat sich das Festival seitdem in euren Augen verändert?

Arne : Beim ersten Hütte Rockt damals waren wir gespannt, was uns erwarten würde. Immerhin war das was ganz neues im Osnabrücker Land. Dementsprechend hat man dort alles auf sich wirken lassen. Im Gegensatz zu damals ist das Festival heute deutlich besser organisiert, man erkennt die nunmehr lange Erfahrung aller Beteiligten. Auch die Zuschauerzahlen und die auftretenden Bands zeigen doch, dass hier etwas bewegt wurde. In unseren Augen haben alle Beteiligten gute Arbeit geleistet und ich denke, dass man mit diesen Voraussetzungen den Harderberg noch oft rocken lassen könnte.

Interview mit Nutellica beim Hütte Rockt 2012 vom 24.08.2012

Interview mit Nutellica beim Hütte Rockt 2012 vom 24.08.2012

OM: Ihr habt gestern ja noch fleißig geprobt und euch gut vorbereitet. Wie heiß seid ihr auf so ein Open-Air Festival wie Hütte Rockt?

Arne : Open-Air Festivals sind der Hammer. Es ist alles viel größer und schöner, es macht einfach

riesig Spaß. Die Menschen können draußen viel mehr abgehen und sich der Musik hingeben als in einem Club. Schade, dass wir dieses Jahr so früh auftreten, wenn es draußen noch hell ist, denn die Atmosphäre mit einer dunklen Umgebung um die Bühne ist noch einmal ein wenig schöner. Doch soll uns das nicht stören, es geht schließlich darum, dass wir für die Fans eine geile Show abliefern und da spielt die Uhrzeit natürlich keine Rolle.

OM: Ihr habt das Glück gehabt, mit den ganz Großen des Business zusammen spielen zu dürfen,

beziehungsweise als Vorband derer dabei sein zu können. Unter anderem auch für eine Band mit dem

„unbekannten Namen“ Metallica. Wie war diese Begegnung mit euren Vorbildern für euch?

Arne : Wir hatten zwar nur kurz die Möglichkeit, mit den Mitgliedern von Metallica zu sprechen. Für

uns war dies natürlich ein Traum und etwas ganz Besonderes. Doch merkt man schnell, dass es sich bei deinen Vorbildern auch nur um normale Menschen handelt und die Atmosphäre war schnell entspannt. Man weiß auch gar nicht so recht, was man in der kurzen Zeit fragen sollte, also haben wir den Moment einfach genossen.

OM: Dass ihr eine der besten Metallica-Tribute-Bands seid, ist ja weitgehen bekannt. Wie sieht es mit weiteren Projekten eurer Truppe neben der Tribute-Show aus? Etwas in Planung?

Arne : Da kann ich ganz einfach und schnell drauf antworten. Nein, es ist nichts Weiteres geplant.

Inzwischen erreichen wir ein Alter, in welchem man auch auf andere Dinge im Leben schauen muss. Hausbau, Familie, Job, all das steht immer mehr im Fokus und unser geiles Hobby gerät dabei leider ein wenig in den Hintergrund. Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir auch mal neue Songs den Fans präsentieren könnten, doch ist dies zurzeit einfach nicht möglich. Wir möchten nicht abstreiten, dass wir irgendwann mal wieder mehr Zeit haben, um neue Songs zu üben, doch wird die Tribute-Show unser einziges Hobby mit unserer Truppe sein.

OM: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und viel Spaß bei eurem Auftritt gleich!

Arne : Danke, danke und gleichfalls viel Spaß beim Zuschauen!

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Datum: 24.08.2012
Autor: Philipp (Gastredakteur)

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Nutellica live in der Lagerhalle und im Rosenhof

Deutschland versinkt kollektiv im Schnee. Es ist eiskalt. Nichts ist da schöner, als sich vor den Kamin zu setzen und den ganzen Raum mit Musik zu füllen. Metallica zum Beispiel. Das neue Album kann man sich ja durchaus noch einmal anhören. Die Gedanken schweifen ab. Wie sich das Album wohl live anstellen wird? Und dann kommt sie, die unsägliche Lust auf ein Konzert. Was tun aber, wenn Metallica grade mal nicht in Deutschland unterwegs ist?

Die Lösung: eine der erfolgreichsten Metallica-Coverbands beehrten am 09. Januar.2009 den Rosenhof in Osnabrück. Eine ansehnliche Menschenmenge hatte sich trotz der arktischen Temperaturen, die nicht nur vor, sondern dank offener Tür auch in der Halle herrschten, eingefunden. Dabei war vor allem das breite Alterspektrum bemerkenswert. Metallica begeistern eben nicht nur die jüngere Metalgeneration, sondern auch Leute, die gut und gerne deren Eltern sein könnten.

Für die ersten 50, die sich mindestens eine Stunde vor Einlass in der Kälte die Zehen abgefroren hatten, gab es zur Belohnung ein Bändchen, das auch als Eintrittskarte zur After-Show-Party dienen sollte.

Bevor jedoch eine geballte Ladung Nutellica die Ohren der Gäste beschallte, gab es etwas hauptsächlich für die Augen. Auf einer Leinwand wurde die Bandgeschichte Metallicas per DVD präsentiert. Nur für die Augen deshalb, weil die Tonlautstärke gegen die biervernichtenden „Massen“ nicht ankam und zum Großteil unterging.

Nachdem Metallica auf den Bildschirm beim „Making Of“ des letzten Albums angelangt war, geschah, abgesehen von weiterem Bierkonsum, eine gute halbe Stunde lang gar nichts.

Um kurz vor 22 Uhr erschienen dann endlich Thomas, Timo, Arne und Stefan alias Robert, Kirk, Lars und James auf der Bühne und stimmten sofort „Fuel“ an. Augenblicklich hatten die vier das Publikum fest im Griff. Es wurde eine Begeisterung an den Tag gelegt, als stünden nicht die lokalen Musiker auf der Bühne, sondern Metallica höchstpersönlich. Mit einer guten Mischung aus alten Stücken, Megahits wie „Enter Sandman“ und „Wherever I may roam“ und Songs vom neuen Album „Death Magnetic“ verging die Zeit wie im Flug. Eine Pyroshow ließ den sitzenden Teil des Publikums von Zeit zu Zeit mittels lauter Knalle und Hitzewellen aufschrecken, was dem bangenden Teil vor der Bühne noch mehr einheizte.

Getreu dem amerikanischen Vorbild lief gegen Ende der Performance ein brennender Roadie über die Bühne, wurde aufgebahrt und verschwand wieder. Als besonderes Highlight waren noch alte Mitglieder von Nutellica vor Ort. Darum gab es zum Schluss ein imposantes Drumduo und einige Zugaben mit veränderten Musikerkonstellationen. Über zwei Stunden wurde gespielt, bis der Auftritt mit einer unplugged-Darbietung von Songs wie „Nothing Else Matters“ abgeschlossen wurde.

Die mehr als zwölf Jahre, die die die Ibbenbürener als Metallica-Coverband mit dem Ziel auf der Bühne verbrachten, die Metalband aus Übersee so detailgetreu wie nur möglich nachzuahmen, waren durchweg erfolgreich. Denn tatsächlich steht die Show von Nutellica dem Original in fast nichts nach. Im Rosenhof hat ihr Auftritt wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sich Metal und schokohaltiger Brotaufstrich sehr wohl kombinieren lassen.

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Autor: Jennifer Carlsson
Datum: 2009-01-09
Location: Rosenhof

Do you like it Heavy? Nutellica stays Heavy!! Mit diesem Satz enterten Nutellica zwar nicht die Bühne, aber dieser Satz war definitiv der Leitspruch des Abends.

Pünktlich, aber wirklich pünktlich, um 21:00 fing die Show an. Die „Lagerhalle“ war recht voll. Aber sie platze noch nicht aus den Nähten, so war noch viel Platz für die Fans, die tanzen wollten. Schon beim zweiten Lied, ich wiederhole beim zweiten Lied um 21:15 Uhr, war die Meng nicht mehr wirklich zu halten. Es wurde gebanged, bis das Gehirn Brei war.

Aber wie war die Aufmachung der Band? Oh ja, die passte, vom tiefsitzenden Bass bis hin zur fast perfekten Stimme von Stefan alias James. Habe ich gesagt fast perfekte? Nein sie war perfekt! Man muss mit solchen Aussagen zwar aufpassen; aber wenn man bei der Show die Augen zugemacht hat, war mir nicht klar, ist das jetzt James Hetfield oder
Stefan Fieker. Es war schon irgendwie erschreckend. Auch sonst war die Show echt gut gestaltet, Intros zu bekannten Songs, wie zum Beispiel zum Klassiker „One“. Zu diesem Stück wurde das Publikum in den Kugelhagel des ersten Weltkriegs versetzt (das Buch/der Film „Johnny got his gun“ bezieht sich auf den ersten Weltkrieg; der Film diente als Inspirationsquelle für den Song), als die Band die Bühne verließ, das Licht dunkler wurde und dann die ballernden MP und Kanonen die Lautsprecher sprengten. Das Licht wurde heller, die MP´s verschwanden und „One“ begann.

Aber das war ja noch nicht alles der Show; Nutellica haben an diesem Abend viele Klassiker gespielt, unter anderem „Enter Sandman“, „Nothing else Matters“ oder „Fade to Black“.

Insgesamt rund 15 Songs inkl. der Zugabe. Ebenfalls einer grandioser Teil der Show war die Performance von „Nothing
Else Matters“. Die Band verließ die Bühne, es wurde wieder einmal das Licht ausgeknipst, als dann einer der Roadies den Schalter wieder fand, saß Stefan auf einem Barhocker und startete die ersten Sets des Songs, nach und nach kam der Rest der Band dazu und stiegen in die Ballade mit ein.

Nach 1 ½ Stunden inklusive der Zugaben war der Gig vorbei, vielleicht etwas zu kurz? Aber, es war auch bestimmt ein anstrengender Abend, für die Fans und auch für die Band. Weil diese, wie oben schon mal kurz angesprochen, gingen ab als gäb´s kein Morgen und sie behielten ihre Ausdauer! Auch bis zum aller letzten Lied wurde weiter getanzt, gesprungen und gebangt.

Fazit: Super gelungener Abend, der Lust auf viel mehr Nutellica machte. Das war nicht nur was für wahre Fans – Man hatte echt das Gefühl da steht „Metallica „auf der Bühne…!

Setlist Nutellica:
01 Master of Puppets
02 Harvester of Sorrow
03 Helpless
04 For Whom the Bell Tolls
05 Fade to Black
06 SAD
07 Nothing else Matters
08 Memory Remains
09 One
10 Enter Sandman
11 No Remorse
12 Stone Cold Crazy

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Autor: Sven
Datum: 2005-09-30
Location: Lagerhalle


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