OM: Hi Jungs!

Stinna og Stora sollten ja jedem Fan der Osnabrücker Szene inzwischen ein Begriff sein.

Für die, die euch trotzdem noch nicht kennen:

Stellt euch doch bitte mal kurz vor.

STINNA OG STORA: Wir sind Stinna og Stora, eine Melodic Thrash Metal (oder: Thrash Metal mit Death-, Heavy-, und Viking-Einflüssen)-Band aus Bad Iburg und Bad Laer, haben uns im November 2006 gegründet und bestehen aus: Johannes Erdmann (Gesang, Rhythmus-Gitarre), Dominik Förtsch (Gesang, Solo-Gitarre, Keyboard), Florian Sonntag (Gesang, Bass) und Steffen Kubasinski (Schlagzeug).

OM: wobei: so ganz aktuell ist das LineUp ja nichtmehr…?

STINNA OG STORA: Ja OK, stimmt!

Wir haben uns von unserem Bassisten Kay Bandlow getrennt, weil einfach keine Möglichkeit für Proben bereit stand, bzw.

die Stimmung in der Band immer mehr auf eine Trennung hinauslief. Am Schluss konnte man jedoch in einem beidseitigen Einverständnis auseinander gehen.

Neuer Mann am Bass ist nun Florian Sonntag, auch Solo-Gitarrist bei Vindga Meidi.

OM: An dieser Stelle nun die Frage, die, wie ihr euch sicherlich schon gedacht habt, unvermeidlich ist:

Was bedeutet euer Band-Name?

STINNA OG STORA: „Stinna og Stora“ ist altisländisch (oft als altgermanisch bezeichnet) und bedeutet „mächtig und stark“ bzw. “die Mächtigen und Starken“. Das sind einerseits tolle Eigenschaften, andererseits klingt der Name einfach gut.

OM: 2007 habt ihr den Sieg im Osnabrücker „School´s on Rock“ Schülerband-Wettbewerb nur knapp verpasst; nun habt ihr euch jüngst erneut für´s Finale am 10. Mai qualifiziert.

Gibt´s diesmal den Sieg?

STINNA OG STORA: Natürlich hoffen wir, dass wir gewinnen werden allerdings liegt das ganz in den Händen der Jury. Aber wir denken, dass unsere Chancen auf jeden Fall besser stehen als letztes Jahr. Letztes Jahr gab es uns gerade mal fünf Monate, und wir sind im Laufe des Jahres sowohl musikalisch als auch vom Bühnenfeeling her gereift und beherrschen unsere Instrumente besser.

OM: Sowieso geht´s ja mit Stinna og Stora stetig bergauf!

Wie gehört der 2. Platz im „School´s on Rock“ ´07, im Finale 2008, eigene Gigs in der Region mit großer Fan-Base und jüngst seid ihr auch zum renomierten „Rock the Night“ Mini-Festival von OsnaMetal.de am 6.9.08 eingeladen worden.

Was erwartet ihr von dem Auftritt?

STINNA OG STORA: Wir sehen diesen Auftritt auf jeden Fall als Highlight unserer diesjährigen Auftritte an. Dass wir gefragt wurden, auf Rock The Night zu spielen, ist für uns eine perfekte Rückmeldung für unser Schaffen. Außerdem versuchen wir stets, unser Schülerband-Image loszuwerden und auch von Leuten, die ihre Teenie-Zeit längst hinter sich gelassen haben, ernstgenommen zu werden.

OM: Und was darf das Publikum von euch erwarten?

STINNA OG STORA: Bis dahin dürfte sich das Publikum auf weitere eigene Songs freuen, und natürlich darauf, dass wir auf der Bühne alles geben und versuchen werden, den Ansprüchen, die das Publikum an Rock The Night stellt, gerecht zu werden.

OM: Musikalisch bewegt ihr euch irgendwo zwischen Thrash Metal und Melo-Death im Göteborg-Stil mit Viking- und Pagan-Elemeten.

Warum diese Musik-Richtung? Oder wollt ihr einfach auf den aktuell angesagten „Pagan-Metal-Zug“ aufspringen?

STINNA OG STORA: Wir sehen uns weder als klassische Pagan-Band, noch als Death- oder Thrash… es ist eher eine Mischung aus allem, die zufällig entsteht, wenn wir einfach Lieder schreiben, die uns selber gefallen. Wir arbeiten nicht mit dem Gedanken: „So, als nächstes schreiben wir zwei Pagan-Songs… und danach lass uns mal wieder was Thrashiges machen…“ Die Songs entstehen von alleine; die musikalische Einordnung überlassen wir Leuten wie euch. 😉

OM: Eigene Stücke wie „Ragnarök“, „Silence before the Storm“ oder „Met, glorious Met“ existieren.

Wenn ich mich nicht irre kommt ihr auf eine Setlist von rnd. 10 eigenen Stücken; eine beachtliche Zahl für eine noch so junge Band!

Wer ist bei euch für das Songwriting zuständig? Und woher nehmt ihr eure Ideen?

STINNA OG STORA: Größtenteils Johannes und Dominik, Dominik für das Textwriting. Inspiration holen wir uns einerseits von unseren Vorbildern, anderseits von den Themen und der Musik für die wir uns interessieren, die wir mögen, und was einfach gerade in unseren Köpfen präsent ist.

OM: Wann ist denn dann mit dem ersten Longplayer zu rechnen?

STINNA OG STORA: Haltet den Ball noch flach… konkret ist nichts in Planung. Aber, sollten wir Schools on Rock gewinnen, werden wir die zwei Tage mit unserem eigenen Geld verlängern und mit dem Ziel, ein komplettes Album aufzunehmen, ins Studio gehen.

OM: Was findet man bei euch privat im Platten-Schrank?

STINNA OG STORA: So ziemlich alles. Das ist das besondere bei uns, dass jeder von uns andere Richtungen hört. Unsere Geschmäcker haben bei Metallica angefangen, gehen über Amon Amarth,, Blind Guardian, Ensiferum, In Flames und Sachen wie Subway to Sally bishin zu Deep Purple oder JBO. Wir hören nicht extrem in eine Richtung.

OM: Nochmal zurück zur regionalen Szene;

Osnabrück kann sich über zu wenig Band-Kultur nicht beklagen.

Der negative Aspekt hierbei: Überangebot, Konzerte von jungen Bands finden vor teilweise leerem Haus statt.

Was denkt ihr darüber? Und wie könnte man diesem Trend eurer Meinung nach entgegen wirken?

STINNA OG STORA: Besser Überangebot, als Unterangebot. Viele Bands bedeuten viele verschiedene Musikrichtungen. Für die einzelnen Bands ist die Herausforderung da, sich von den anderen abzuheben, was anderes unbekanntes zu machen und besser zu sein als andere. Dieser Trend ist doch was Gutes.

OM: Welche Rolle können regionale Fanzines wie OsnaMetal.de hierbei spielen?

STINNA OG STORA: Solche Portale sind der Grund, warum eine Szene mit sehr vielen Bands überhaupt läuft. Auf solchen Internetseiten bündelt sich alles, Bands haben die Möglichkeit, sich zu präsentieren, und bekommen durch die Kontakte, die diese Fanzines haben, Auftritte vermittelt. Eine wichtige Sache.

OM: Sicherlich wichtig für viele weibliche (oder auch männliche?!) Fans:

Wer von euch ist noch zu haben??

STINNA OG STORA: Da ist es wieder, das Schülerband-Image ;-)… Aber was solls: Johannes, Dominik und Florian sind glücklich vergeben, Steffen ist noch zu haben. *höhö*

OM: Kommen wir zurück zur Zukunft:

Wo seht ihr die Band im Jahr 2010?

Welche Ziele habt ihr?

STINNA OG STORA: Wir scherzen manchmal, wenn wir Abi haben, kommt der Plattenvertrag… aber zur Zeit sollte man den Ball wie schon gesagt flach halten. Unser Ziel ist es, uns selbst stetig weiter zu entwickeln, neue Songs zu schreiben, bessere und größere Konzerte zu geben und uns nicht hängen zu lassen und einfach nur Spaß zu haben. Eine weitere Herausforderung wird es vielleicht sein, die Band nach der Schulzeit zusammenzuhalten. Die Absicht haben wir aber auf jeden Fall.

OM: Und wieder in die Gegenwart, zum aktuellen Thema Fussball:

Wer ist von euch Fussball-Fan?

STINNA OG STORA: Ähm… Steffen interessiert sich für den VfL Osnabrück, ansonsten sind wir nicht viel mehr oder weniger Fußball-Fans als der Otto Normalverbraucher… Wenn WM ist, wird mitgefeiert, ansonsten haben wir andere Interessen.

OM: OK, dann veratet unseren Lesern bitte, warum:

– Der VfL Osnabrück nicht absteigt

– Deutschland im Sommer Fussball-Europameister wird

STINNA OG STORA: A: Weil der Knoten platzen wird…

B: Weil Löw das Klinsmann-Konzept weiterführen wird…

OM: Zum Ende hin noch das berühmte OsnaMetal.de Entweder/Oder-Spielchen:

Ich nenne euch 5 Pärchen und ihr sagt ohne zu überlegen, was euch eher zusagt – mit einer kurzen Erklärung, warum!

OM: -Johan Hegg oder James Hetfield

STINNA OG STORA: Johan Hegg (Dominik, Florian), James Hetfield (Steffen, Johannes

OM: -Stinna og Stora oder Vindga Meidi

STINNA OG STOR: Stinna / Vindga

OM: -VfL Osnabrück oder FC St. Pauli

STINNA OG STORA:VfL

OM: -Blond oder Schwarz

STINNA OG STORA:Blond (Johannes), Schwarz (Kuba, Florian, Dominik)

OM: -Scotch oder Bourbon

STINNA OG STORA: Bier / Met

OM: Zum Abschluss gehören die letzen Worte natürlich euch!

STINNA OG STORA: Wir bedanken uns für die, verglichen mit anderen, sehr tiefsinnige Interviewführung.

OM: Da bedank ich mich doch ganz herzlich für die netten Worte! Wir sehen uns spätestens bei Rock the Night 6!