OM: Hi Travis, wenn man einen Rückblick auf das Jahr wirft, fällt auf, dass ihr jede Menge getourt, dabei in 17 verschiedenen Ländern Station gemacht habt und in 2 Wochen steht auch das Ende der erfolgreichen „Black Crusade Tour“ bevor. Erlaubt ihr euch nach all dem Stress und dem seltenen Zuhausesein mal eine Auszeit oder gibt es bereits konkrete Pläne wie es Anfang nächsten Jahres weitergeht?

Travis Smith: Es ist längst nicht mehr so stressig wie früher. Wir haben im Laufe der Jahre mehr Routine bekommen und auch unser Tourbus ist mit wesentlich mehr Komfort für jeden einzelnen ausgestattet. Wir wachen morgens auf, planen unsere Shows und schauen was der Tag so bringt. Wirklich stressig ist es also nicht… Na klar, gibt es zwischendurch schonmal etwas Heimweh, wenn man so lang unterwegs ist und nicht wie bei einem normalen Job abends nach Haus kommt und in seinem eigenen Bett schlafen kann, aber mir macht es Spaß so wie es ist und die „Black Crusade Tour“ ist die bisher beste, die wir mitgemacht haben und im Anschluss daran werden wir wieder ins Studio gehen, um unsere neue Scheibe aufzunehmen.

OM: Ist es nicht furchtbar anstrengend und nervenzehrend, wenn man eine solch lange Zeit in einem „kleinen“ Bus zusammengepfercht hockt? Ich kann mir gut vorstellen, dass es nach einer geraumen Zeit schneller zu Konflikten kommt, da man sich nicht aus dem Weg gehen kann. Wie verbringt ihr eure freie Zeit? Mit Playstation spielen?

Travis Smith: Es ist längst nicht so schlimm wie immer gedacht wird. Mit diesen Leuten, mit denen wir zusammen im Bus sind, gehen wir überall auf der Welt hin. Es ist wie eine große Familie und man lernt auch auf so engem Raum die Privatsphäre der anderen zu akzeptieren und respektiert es, wenn sich mal jemand zurückzieht, um seine Ruhe zu haben. Jeder hat da so seine eigenen Methoden, um zu entspannen oder sich freie Zeit zu vertreiben. Wenn man sich erstmal an den Lifestyle und das viele Reisen gewöhnt hat, ist es eigentlich nicht mehr sonderlich schwer damit umzugehen.

Was die Konflikte betrifft, ist es uns bewußt, dass das was wir gerade machen (Album schreiben, Konzerte geben, durch die Welt reisen) genau das ist, was wir unser ganzes Leben lang machen möchten. Deshalb ist uns allen klar, dass das nur funktioniert, wenn wir vernünftig miteinander umgehen.Es ist nunmal unser Job morgens in einem Bus aufzuwachen Konzerte und Interviews zu geben, genau wie es dein Job ist dir Fragen auszudenken, das Mikrofon zu halten und hinterher alles zu übersetzen, was ich dir hier gerade erzähle. Sollte uns beiden das nicht schmecken, sollten wir uns schleunigst nach einem neuen Job umsehen…

OM: Am 22. November verkündete Matt auf eurer Homepage, dass Trivium 2008 „das beste Triviumalbum überhaupt“ schreiben werden, von dem bereits eine Menge Demos existieren. Wird es die konsequente Fortsetzung von „The Crusade“ werden?

Travis Smith: Wir haben bisher 10 Demosongs aufgenommen und werden wohl bis zum Studiotermin noch ein paar aufnehmen, so dass wir ca. 20 Songs zur Auswahl haben werden und uns dann die besten vornehmen und sie weiter ausbauen. Was die konsequente Fortsetzung von „The Crusade“ betrifft, so kann ich dir darüber leider keine Auskunft geben, außer, dass du noch ein Jahr warten mußt, um das herauszufinden.

OM: Wann sind diese Demos auf Tour entstanden? Nehmen Matt und Corey selbst an den wenigen freien Tagen ihre Gitarren in die Hand und suchen nach neuen Melodien und Riffs oder jammt ihr zusammen vor den Shows und haltet die besten Ideen gleich fest? Wie können wir uns da die Herangehensweise vorstellen?

Travis Smith: Wir versuchen es nicht zu erzwingen, denn dann geht es meistens in die Hose. Wann immer jemandem gerade eine Idee kommt, wird sie festgehalten. Ob das nun an einem freien Nachmittag oder nachts um 3 Uhr ist ist scheißegal. Aber die meisten der Demos entstanden im Tourbus auf der Straße, andere im Hotelzimmer, manche in Umkleiden…

OM: Was ist mit einer Live-DVD? Gab es schonmal Überlegungen in diese Richtung?

Travis Smith: Ja, über eine Live-DVD haben wir schonmal gesprochen. Wir haben mittlerweile Material von 3 Jahren in der Hand, aber wir wollen es auch nicht über den Zaun brechen. Wenn die Zeit dafür da sein sollte, werden wir sie machen, aber momentan würden wir uns dafür kein Bein ausreissen. Erstmal liegt der Fokus jetzt auf dem neuen Album.

OM: Ich weiss, dass ihr gerne nach England kommt, weil ihr dort schon von Anbeginn erfolgreich ward. Wie denkt ihr über Deutschland?

Travis Smith: Hey, wir sind hier! Was soll ich mehr dazu sagen? Wenn ich nicht hier hin kommen wollen würde, wäre ich nicht hier. Nein, im Ernst: England war schon immer ein Garant für gute Konzerte für uns, das stimmt, aber auch in Deutschland und dem Rest von Europa spielen wir viele Konzerte, wo die Leute einfach nur abgehen. Schon die letzte Tour mit Annihilator und Sanctity lief super und zeigte uns, dass Europa immer mehr in die Trivium – Welt eindringt. Deutschland ist eines von den Ländern, dass für seine Überzeugungen einsteht und ich bin schon echt heiß darauf heute abend zu spielen und zu sehen wie verrückt die Zuschauer sind.

OM: Travis, gibt es irgendetwas, dass du den Lesern von OsnaMetal.de wissen lassen möchtest?

Travis Smith: Ich danke euch, Leute, für die großartige Unterstützung und ich hoffe unser kommendes Album wird euch gefallen.

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