Iron Maiden – Fortsetzung der Book Of Souls World Tour 2017

IRON MAIDEN MONTERREY 1/3/16 Foto: Wizard Promotion

IRON MAIDEN MONTERREY 1/3/16 Foto: Wizard Promotion

Die Rocklegenden von IRON MAIDEN setzen ihre extrem erfolgreiche The Book of Souls World Tour 2017 mit mehreren Hallenkonzerten in Europa fort. Auftakt ist am 22. April in Antwerpen (Belgien), wo die Rocker seit der Killers Tour 1981 erstmals wieder auftreten. Anschließend kommt die Band für Auftritte in Oberhausen, Frankfurt und Hamburg auch nach Deutschland, bevor es für eine umfassende Konzertreihe im Mai nach Großbritannien geht.

 

 

 

Tourdaten 2017:

  1. April Belgien Antwerpen / Sportpaleis
    24. April Deutschland Oberhausen / König-Pilsener-ARENA
    28. April Deutschland Frankfurt / Festhalle
    2. Mai Deutschland Hamburg / Barclaycard Arena

    4. Mai England Nottingham / Motorpoint Arena
    6. Mai Irland Dublin / 3Arena
    8. Mai England Manchester / Arena
    10. Mai England Sheffield / Arena
    11. Mai England Leeds / First Direct Arena
    14. Mai England Newcastle / Metro Radio Arena
    16. Mai Schottland Glasgow / The SSE Hydro Arena
    17. Mai Schottland Aberdeen / AECC The GE Oil and Gas Arena
    20. Mai England Liverpool / Echo Arena
    21. Mai England Birmingham / Barclaycard Arena
    24. Mai Wales Cardiff / Motorpoint Arena
    27. Mai England London / o2 Arena

2017 kommen zu dieser Liste keine weiteren europäischen Städte mehr hinzu.

Special Guests bei der gesamten Tour: SHINEDOWN (USA) – www.shinedown.com

Die The Book Of Souls World Tour begann im Februar 2016 in Florida (USA). Mit dem bandeigenen Jumbojet – einer Boeing 747 namens Ed Force One – flog Leadsänger Bruce Dickinson die Band, die Crew und 22 Tonnen Equipment insgesamt 99.000 km zu 72 Shows vor etwa 1,5 Millionen Fans auf sechs Kontinenten. The Book Of Souls ist das erste Studio-Doppelalbum der Band und das erfolgreichste in den Charts. In mehr als 40 Ländern weltweit schaffte es die Platte auf Platz 1.

Das Album The Book Of Souls stieg in 24 Ländern auf Platz 1 der Charts ein: Argentinien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kroatien, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Serbien, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik und Ungarn. Außerdem war es Nummer in weiteren 19 Regionen, in denen es keine physischen Charts (Einzelhandel) mehr gibt, sondern nur noch digitale: Bolivien, Bulgarien, Chile, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Indien, Kolumbien, Litauen, Luxemburg, Nepal, Nicaragua, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Rumänien und Slowakei. In Australien, Dänemark, Frankreich, Irland, Kanada und Neuseeland stieg es auf Platz 2, in der Türkei auf Platz 3 und in den USA und Südafrika auf Platz 4 ein.

Foto: Wizard Promotion

Iron Maiden – Maiden England`88 (DVD)

Endlich ist sie da. Seit dem Steve Harris und seine Jungs im Jahre 2004 den ersten Teil der Maiden Dokumentation in Form der DVD Veröffentlichung „The early years“ heraus brachten, konnte ich es kaum erwarten das Iron Maiden endlich die Zeit zwischen meinen beiden Lieblingsalben „Somewhere in time“ (1986) und natürlich „Seventh son of a seventh son“ (1988) visuell reflektieren.

Neun Jahre später liegt sie endlich vor mir, die „Maiden England`88″ Doppel DVD und das Warten hat sich natürlich gelohnt. Auf der ersten DVD befindet sich das legendäre Konzert zur „Seventh son Tour“- mit einer Spielzeit von 100 Minuten. Aufgenommen im November 1988 an zwei ausverkauften Abenden in der Birminghamer N.E.C. Arena inklusive drei bis jetzt unveröffentlichte Zugaben „Run to the hills“, „Running free“ und „Sanctuary“.

Die Setlist zeigt Iron Maiden auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Karriere mit den damals aktuellen Hits wie „Wasted Years“, „The Clairvoyant“ und „Moonchild“, und einer einmaligen Bühnenshow, die der 84´er „Live after death“ Konzertreise in nichts nachsteht.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch, das bei der Maiden England Tour nicht so oft gespielte Klassiker wie „The Prisoner“, „Still Life“ und natürlich „Killers“ den Weg zurück in die damalige Setlist gefunden haben. Neben dem alten von der VHS bekannten und von Martin Birch produzierten Stereo Mix gibt es als Bonus einen aktuellen 5.1 Surround Mix von Kevin Shirley. Das Konzert wurde jetzt auch separat als Doppel Live CD veröffentlicht.

Auf der zweiten DVD befindet sich mit einer Spielzeit von 40 Minuten der dritte Teil der „History of Iron Maiden“, der nahtlos an dem Ende der `84/`85World Slavery Tour ansetzt und die Zeit der Band zwischen den Jahren von 1986 bis 1988 dokumentiert. Hier blicken alle Beteiligten aus heutiger Sicht auf die turbulenten Jahre von damals zurück. Als Bonus gibt es noch das legendäre 12 Wasted Years Video von 1987 mit einer Spielzeit von 90 Minuten. Hier finden sich alle Videoclips, Live Mitschnitte und Interviews aus den Anfangstagen bis 1987 wieder.

Einziger Kritikpunkt: Mir fehlt als weiteres Highlight auf der DVD noch ein Konzert der „Somewhere in time Tour“ von 1986/87, da mir persönlich die damalige Tour mit dem futuristischen und an den Film Blade Runner angelehnten Bühnenaufbau am besten gefallen hat. Leider haben es Iron Maiden damals versäumt, die Tour zu filmen. Auch die Doku mit nur 40 Minuten Spielzeit kommt mir viel zu kurz daher und wirkt schnell zusammengeschustert. Da habe ich einfach etwas mehr erwartet.

Fazit: Wer als Metalhead hier nicht zuschlägt ist selber Schuld. Die Doppel DVD ist ein absoluter Pflichtkauf und zeigt Iron Maiden bei einem ihrer letzten Konzerte mit Adrian Smith, der kurz nach der Tour durch Jannik Gers ersetzt wurde. Ich freue mich schon tierisch auf die Retro-Konzerte der Maiden England Tour in diesem Sommer in Deutschland. Wer 1988 nicht dabei gewesen ist, bekommt so noch mal in den Genuß dieser legendären Bühnenshow und Setlist.

In diesem Sinne… Up the Irons !!!

Tracklist:

DVD 1:
01 Moonchild
02 The Evil That Men Do
03 The Prisoner
04 Still Life
05 Die With Your Boots On
06 Infinite Dreams
07 Killers
08 Can I Play With Madness
09 Heaven Can Wait
10 Wasted Years
11 The Clairvoyant
12 Seventh Son Of A Seventh Son
13 The Number Of The Beast
14 Hallowed Be Thy Name
15 Iron Maiden
16 Run To The Hills
17 Running Free
18 Sanctuary

DVD 2:
THE HISTORY OF IRON MAIDEN PART 3
12 Wasted Years
Wasted Years promo video
Stranger In A Strange Land promo video
Can I Play With Madness promo video
The Evil That Men Do promo video

Autor: Arne Mattick

Iron Maiden – Somewhere In Time

Die ersten sieben Studioalben sind alles Klassiker und der ’85 erschienene Livemittschnitt „Live After Death“ ist das beste Metal-Livealbum aller Zeiten! Es sind daher nur Nuancen, die bei der persönlichen Favorisierung den Ausschlag geben können. In meinem Fall fällt dieser Ausschlag auf das Opus Magnum „Somewhere In Time“…

Iron Maiden hatten im Jahr zuvor das schon angesprochene “Live After Death”-Album veröffentlicht und meldeten sich im Spätsommer 1986 mit Ihrer sechsten Studioplatte zurück.

Unter den Supportern hatten die Berichte über den Einsatz von Gitarrensynthies im Vorfeld für panikartige Zustände gesorgt, aber nachdem man sich dann das vorliegende Album ein paar Mal angehört hatte, konnte diesbezüglich schnell Entwarnung gegeben werden. Zwar sind die Synthie-Effekte deutlich raus zuhören, aber der Störfaktor ist gleich Null; im Gegenteil: der typische Maiden-Sound wurde hierdurch um eine neue Klangfarbe erweitert!

Warum ich denke, dass grade „Somewhere In Time“ DAS Meisterwerk im Iron Maiden-Backkatalog ist?

Nun, da wäre zum einen das grandiose Album-Klappcover, dass das Beste in der an guten Covern (Derek Riggs!) wahrlich nicht armen Iron Maiden-Diskographie ist: Der Space-Eddie mit Knarre inner Hand und Zielvorrichtung am Kopp montiert; der großartige Hintergrund, auf dem eine Stadt der Zukunft (inspiriert von Ridley Scotts „Blade Runner“) zu sehen ist sowie die Bandmitglieder selbst. Man kann das Cover Stundenlang betrachten und nach den dort versteckten Hinweisen auf die Maiden-Historie suchen: die Uhr steht auf „Two Minutes To Midnight“ (23:58), es gibt eine „Aces High“-Bar, das Fisch Restaurant trägt den schönen Namen „Ancient Mariner“ usw. usf. etc. pp..

Aber die tollste Verpackung nützt ja nix, wenn darin nur ein brauner Haufen Kacke enthalten ist. In diesem Fall gehen aber die Verpackung und der Inhalt Hand in Hand! Denn anstatt der erwähnten Kotsubstanz enthält das beiliegende Album acht Songs für die verdammte Ewigkeit!!!

Gibt es einen Ausfall zu verzeichnen? Naja, allerhöchsten einen halben Ausfall, nämlich das nicht ganz so geniale „Heaven Can Wait“. Aber abgesehen davon kann man seine Daumen gar nicht so weit nach oben strecken, wie es anhand der Qualität der Musik angemessen wäre.

Bevor ich auf die Songs näher eingehe, muss ich aber natürlich noch den wie immer einzigartig warmen Sound, der so typisch für alle Birch-Produktionen ist, loben: Solche hochklassigen Produktionen bekommt man heute weder für Geld noch warme Worte geboten.

Nun mal ran an die Buletten und Butter bei die Fische: „Songs?“ „JA!“ „Welche insbesondere?“ „Nun, alle!“ Wenn man jetzt aber nach Syrien in den Urlaub fahren würde und hätte auf seiner Mixkassette für den Walkman nur noch Platz für zwei weitere Lieder? Für diesen abgefuckt unwahrscheinlichen Fall würde ich die Mitnahme von „Wasted Years“ sowie „Alexander The Great“ nahelegen.

„Wasted Years“ ist ein Hitsong! Die Singleauskopplung hätte eigentlich rund um den Globus auf #1 der Charts schießen müssen. Leider war diese Position aber schon belegt durch den besoffenen Obersympath Chris de Burgh (checkt mal „Don’t Pay The Ferryman“ von ihm aus: absolut fette Metalriffs!) und der schönen „Lady In Red“. Iron Maiden haben es danach nur noch mal mit “Moonchild” geschafft, eine ähnlich geniale, kompakte Hitnummer zu schreiben. Das Tolle an „Wasted Years“ ist, dass der Song sofort ins Ohr geht, aber selbst nach dem 250. Hördurchgang immer noch keine Abnutzungserscheinungen aufweist (das Selbe gilt übrigens auch für „Don’t Pay The Ferryman“!). Komponiert wurde diese Bewusstseinsspaltung von Adrian Smith mal eben so im Alleingang und es ist auch nicht zuletzt sein Background-Gesang im Refrain, der zur Klasse des Songs beiträgt.

Und dann der letzte Song der Scheibe: „Alexander The Great“: Komplett von Steve Harris geschrieben und getextet, befasst sich dieses fast neunminütige Stück mit Alexander dem Großen, der ca. 300 vor Christus (was für eine beschissene Zeitrechnung haben wir eigentlich? Orientiert sich an einer fiktiven Märchenfigur, der Quatsch…) der Herrscher der Welt und nebenbei auch noch der GröFaZ in Person war! Weder jemals zuvor oder jemals danach hat mich ein einzelnes Lied dazu veranlasst, ein ganzes Buch zu lesen: Nur in diesem Fall musste ich mir nach mehrmaligen „Alexander…“-hören unbedingt die Biografie eben jenes Makedoniers zulegen (das 700-seitige Standardwerk von Robin Lane Fox kann ich nur jedem Geschichtsinteressierten wärmstens empfehlen!) Der Song wird ja immer wieder mal als „kleiner Bruder“ des ebenfalls genialen „Rime Of The Ancient Mariner“ abgetan, was aber definitiv nicht richtig ist: „Alexander…“ ist der reifere, bessere Song! Alleine schon das gesprochene Intro erzeugt Gänsehaut pur und wenn dann das Akustikgitarren-Riff einsetzt, ist man schon mitten drin im Song und von seiner Intensität gefangen. Für mich DER Maiden-Übersong schlechthin!

So, nach der ganzen Schwärmerei dürfte meine Punktzahl für dieses Meisterwerk wohl nicht allzu schwer zu erraten sein. Lasst Euch noch gesagt sein, dass eine Anschaffung am Besten in Vinyl zu tätigen ist, alleine schon um alle Details des Covers erkennen zu können. Als Ergänzung empfiehlt sich dann die schöne remastered-CD von „Somewhere In Time“ mit vielen lustigen Fotos (Stichpunkt: Mode der Achtziger) und allen Songtexten.

Tracklist:
01. Somewhere In Time
02. Wasted Years
03. Sea Of Madness
04. Heaven Can Wait
05. The Loneliness of the Long Distance Runner
06. Stranger In A Strange Land
07. Déjà Vu
08. Alexander The Great

Autor: Jynz

Iron Maiden, O2 World, Hamburg

Vatertag: Donnerstag, 02. Juni 2011 um 16:15 Uhr: Ein schöner Frühsommertag; an den Landungsbrücken in Hamburg tummeln sich die üblichen Menschenmassen. Doch etwas ist heute anders als sonst: Man sieht überdurchschnittlich viele Menschen in Schwarz und mit Metalshirts. Und das am häufigsten spazierengetragene Shirtmotiv sieht irgendwie runzelig aus und weist eindeutige Parallelen zu einem Totenschädel auf. Eddie ist in der Stadt!

Schon fünf Stunden vor dem Auftritt seiner Ziehväter hat das bekannteste Bandmaskottchen der Metalwelt zur Invasion auf die Hansestadt geblasen. Iron Maiden, die größte und bedeutendste aller Metalbands, gastieren heute Abend in der O2-World im Hamburger Volkspark!

Drei Stunden später: Ich und mein Kumpel Siggi entern die mistneue Mehrzweckhalle direkt gegenüber dem HSV-Stadion. Der erste Eindruck des Veranstaltungsortes ist mehr als positiv: Eine supermoderne Mehrzweckarena, die über 12.000 Gästen Platz bietet; alles sehr schick und komfortabel. Nachdem die gebuchten Plätze eingenommen worden sind, beglückwünschen wir uns erst mal gegenseitig, was für geile Plätze wir uns gesichert haben: Direkt schräg gegenüber der Bühne mit optimaler Sicht auf das nun folgende Geschehen. Um kurz vor acht betritt (oder besser: behüpft) Rise To Remain die Bühne: Es wird sofort klar, dass dieser schreckliche Metalcore-Klon den Slot als Vorband nur aufgrund des Mitwirkens von Bruce Dickinsons Sohn Austin bekommen hat: Dieser Krach ist unerträglich langweilig und nervig, so dass den meisten Anwesenden nach ca. 30 Sekunden auf einmal einfällt, dass man besser noch mal schnell ‘nen paar Kippen durchziehen sollte oder ein Bier trinken oder die Toiletten aufsuchen oder was auch immer.

Zum Glück ist mit diesem Kindergarten-Metal nach 30 Minuten (und ca. 5 Kippen) Schluss und die Halle füllt sich wieder.

Um Punkt 21 Uhr ist es dann endlich soweit: Das Saallicht erlischt und das Intro zu „Satellite 15…The Final Frontier“ erklingt. Untermalt von bombastischen Lichteffekten lässt es die Stimmung ansteigen und die „Maiden! Maiden!“-Rufe immer mehr anschwellen. Und dann sind sie da: Alle sechs Bandmitglieder stürmen die Bühne und steigen in den Song ein.

Was sofort auffällt, ist der sehr gute Sound: Die Lautstärke ist genau richtig (also: LAUT!) aber trotzdem ist der Klang sehr differenziert. Und dann das (wie bei Maiden üblich) sehr opulente Bühnenbild, dass einem Flugzeughangar nachempfunden ist und eine Science-Fiction-artige Atmosphäre erzeugt. Es war schon im Vorfeld klar, dass Maiden das Hauptaugenmerk eher auf die neueren Songs legen werden; also auf die Alben nach der Reuninon mit Bruce Bruce. Trotzdem haben es insgesamt ganze acht Klassiker auf die Setlist geschafft und als dann als dritter Song „2 Minutes To Midnight“ ertönt, explodiert der Laden komplett!

Dickinson ist perfekt bei Stimme und hat einen ganzen Kasten Hummeln im Arsch! Der Mann ist einfach der geborene Entertainer! Er reißt die Fans mit, rennt von einer Bühnenseite zur anderen und vollführt Luftsprünge, bei denen sich David Lee Roth alle Knochen brechen würde. Zwischendurch kommuniziert er ausgiebig mit den Anwesenden und man merkt sofort, dass das Gesagte keine einstudierten Phrasen sind sondern dass er ganz spontan drauflos plappert. Unter anderem warnt er vor dem Verzehr von „fuckin‘ vegetables“ und wünscht allen Vätern einen schönen Vatertag.

Steve Harris ist das bekannte Tier am Bass, Dave Murray grinst wie ein Honigkuchenpferd, Niko McBrain ist hinter seinem turmhohen Drumkit kaum zu erkennen und Adrian Smith schüttelt sich ein Hammer-Solo nach dem anderen aus dem Ärmel. Und Janick Gers? Dessen Gitarre scheint wie immer nur kurzzeitig an die PA angeschlossen zu sein und somit hat er genügend Zeit für die üblichen Hampeleien und Angeberposen.

Vom neuen Album, „The Final Frontier“, überzeugen vor allem „Coming Home“ und „When The Wild Wind Blows“. Ein kleines Stimmungstief gibt es beim Titeltrack des schwächsten Maiden-Albums ever, „Dance Of Death“. Aber dann räumt „The Trooper“ wie immer alles ab! Und ab jetzt geht es Schlag auf Schlag: Mit „The Wicker Man“ und „Blood Brothers“ haben Maiden zwei frische Klassiker im Gepäck, bei denen vor allem die Publikumschöre für Begeisterung sorgen. Und danach gibt’s dann einen Hammer nach dem nächsten: Die Atmosphäre bei „Fear Of The Dark“ ist Gänsehaut pur und beim großen Finale mit „Number Of The Beast“ und „Hallowed Be Thy Name“ bleibt kein Auge trocken! Die Halle tobt und die Stimmung ist mit überschäumend noch eher untertrieben beschrieben.

Nach „Running Free“ ist dann nach genau zwei Stunden leider schon Schluss. Dies ist auch der einzige Kritikpunkt, den man anbringen könnte: Noch 2-3 Songs mehr wären sicherlich drin gewesen und hätten diesem unvergesslichen Konzertabend das Sahnehäuptchen aufgesetzt. Aber das ist hier Jammern auf verdammt hohem Niveau. Alles in Allem muss man festhalten, dass Maiden ihren Fans einen fast perfekten Konzertabend geboten haben, bei dem sie ihre Vormachtstellung im Metal eindrucksvoll gerechtfertigt und untermauert haben.

Iron Maiden sind seit über 30 Jahren die beherrschende Macht im Heavy Metal und werden uns hoffentlich noch einige Jahre erhalten bleiben. Denn wenn Maiden in vielleicht nicht mehr allzu langer Zeit ihre Gitarren an den Nagel hängen, ist irgendwie niemand in Sicht, der ihre Fußstapfen auch nur ansatzweise ausfüllen könnte.

In diesem Sinne: Up the Irons!!!

Setlist:
1. Satellite 15… The Final Frontier
2. El Dorado
3. 2 Minutes to Midnight
4. The Talisman
5. Coming Home
6. Dance of Death
7. The Trooper
8. The Wicker Man
9. Blood Brothers
10. When The Wild Wind Blows
11. The Evil That Men Do
12. Fear of the Dark
13. Iron Maiden
14. The Number of the Beast
15. Hallowed Be Thy Name
16. Running Free

Autor: Jynz

Moonchild (Iron Maiden Coverband)

„Seven deadly sins…“

so beginnt Iron Maiden´s Arbeitstitel MOONCHILD, den die fünfköpfige Bremer Tributeband zu ihrem Bandnamen ausgewählt hat. Bevor man sich jedoch dazu entschied, die größten Hits der britischen Metal Legende auf ihre eigene Weise zu interpretieren, veröffentlichte die Band zwei Demo-CD`s in EP und LP Länge unter dem Namen STAND OR FALL . Nach dem erfolgreichen Debut „Sea of Tranquility“ (ca. 500 verkaufte Exemplare) aus dem Jahre 2003, legte das Quintett das Langeisen „Soul Cemetery“ 2007 nach. Ein Höhepunkt des gemeinsamen Schaffens war die Kür zum „Newcomer des Monats“ der lokalen Zeitschrift BREMER. Von Anfang an wurde in diversen CD Reviews und live Kritiken eine stilistische und soundmäßige Ähnlichkeit zu Iron Maiden festgestellt.. und daraus nun die Konsequenz:

Um ein größeres und breiter aufgestelltes Publikum zu erreichen und natürlich auch, einem alten Wunschtraum aller Bandmitglieder zu folgen, beschloss man im Mai 2008 kurzerhand, sich in eine Maiden Tributeband zu verwandeln, zumal man bereits einige Songs der Metallegenden im Repertorie hatte.

Live hat die Band des Öfteren ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, die emotionale Bandbreite ihrer Musik ins Publikum zu tragen. Die Band ist es auch gewohnt, nicht nur in kleineren und mittleren Clubs zu spielen, sondern auch in größere Hallen gute Laune und Spaß zu verbreiten, wie etwa auf dem AUFMUCKEN GEGEN RECHTS Festival 2004 in Weyhe vor über 1000 Zuschauern oder dem weit über Bremen hinaus bekannten Bluesclub Meisenfrei. Zudem hat sich die Band auch überregional bereits einen Namen gemacht – nicht zuletzt durch mehrere Konzerte in den neuen Bundesländern.

Das etwa anderthalbstündige Programm umfasst zahlreiche Titel der „golden Era“ des Heavy Metal – also der 80-er und 90-er, aber auch Songs der aktuellen Scheiben. Neben den „must have“ Klassikern wie „Number of the Beast“, „The Trooper“, „Wrathchild“ uva. sind sicher auch die eine oder andere Überraschung aus der „seventh son“ Ära sowie ein paar neuere Songs im Set.

Macht Euch selbst ein Bild und fordert unverbindlich unser Promomaterial an. „….seven holy paths to hell and your trip begins…“

LineUp:
Jimmy – Guitars
Todde – Guitars
Knud – Bass
Kanne – Drums
Doc Wahlers – Vocals

Quelle: Moonchild (Für den Inhalt sind allein die Bands verantwortlich!)


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