Ein einfacher Tourbus gebührt einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Metal-Bands der Welt nicht. Die Band „Iron Maiden“ bereiste über Jahrzehnte mit einem eigenen Flugzeug die Welt, die sogenannte Ed Force One.

Die Ed Force One wurde erstmals für die „Somewhere Back in Time World Tour“ für die Jahre 2008 und 2009 gechartert. Es handelt sich hierbei um eine 747-400 Boeing, so umgerüstet, dass in der Maschine nicht nur die Band, sondern auch ihr Personal und die Bühnenproduktion Platz fanden. Das umfasste auch zwölf Tonnen an Equipment. Die Band hatte extra diese Maschine von Air Atlanta Icelandic gemietet, damit sie auf ihrer Tour auch Länder erreichen konnte, in denen sie sonst aus logistischen Gründen nicht hätte spielen können. Zuvor zog die Band eine Boeing 757 in Betracht, kam jedoch zu dem Schluss, dass sie nicht groß genug war. Zu ehren der Metal-Gruppe IRON MAIDEN und um die Welttour zu bewerben, wurde die Maschine mit dem Schriftzug der Band bemalt. Danach sollte der Schriftzug am Flugzeug bleiben, weil es den Passagieren so sehr gefallen hatte. Die Band flog noch mehrmals mit der Boeing 747-400 und sie spielte noch eine wichtige Rolle in der Dokumentation „Iron Maiden: Flight 666“ aus dem Jahre 2009. Für die Touren in den Jahren 2011 und 2016 verwendeten sie eine jeweils andere Boeing 747-400, welche wiederum den Namen „Ed Force One“ bekam. Der Name ist eine Vermischung der berühmten Maschine des US-Präsidenten mit dem Maskottchen der Band „Eddie“.

Die Ed Force One wurde damals von dem Frontmann Bruce Dickinson geflogen. Das britische Multitalent ist selbst ein passionierter Flieger. 1991 erhielt er seine Fluglizenz und flog auch später für die britische Airline Astraeus, bis diese 2011 den Betrieb einstellte. Zusammen mit dem früheren Manager von Astraeus, Mario Fulgoni, gründete Bruce Dickinson daraufhin die Luftfahrzeugwartungsfirma Cardiff Aviation, die er bis heute leitet. In der Firma sind über 70 Mitarbeiter tätig. Außerdem ist er an der Luftschiff-Firma Airlander beteiligt und ist Manager bei Air Djibouti. Bei dem Frontmann der Band handelt es sich auch um einen richtigen Unternehmer. Er ist auch ein Luftfahrt-Enthusiast, so kaufte er sich den größten Zeppelin der Welt, den HAV 304 Airlander. Nebenbei bildet er auch selber Piloten aus.

Bruce Dickinson wurde am 7. August 1958 in Worksop, Nottinghamshire, geboren. Neben seiner Karriere als Sänger einer der größten Metal-Bands der Welt und seiner Arbeit als Pilot hat er noch andere Steckenpferde. So ist er auch ein erfolgreicher Fechter und schaffte es in dieser Disziplin auf Rang 7 in Großbritannien. Er gründete auch ein Unternehmen, welches Equipment für das Fechten herstellt. Von 2002 bis 2010 moderierte er die „Bruce Dickinson’s Friday Rock Show“ im BBC Radio. Nebenbei schrieb er auch zwei Bücher und schuf, zusammen mit der Band und der Robinsons Brewery, ein eigenes Bier, genannt Trooper.

Um die Boeing 747-400 fliegen zu können, musste Bruce Dickinson wieder eifrig trainieren und sich gänzlich von der Boeing 757 auf die 747 umschulen. Das Training fand zwischen den Proben für die Tournee statt. Übrigens falls sich jemand wundert, warum Bruces Haar für einen Metaller so untypisch kurz ist: Das ist allein dem Fliegen geschuldet und den Helmen, die er dabei tragen muss.

Auch Iron Maidens ED FORCE ONE kann man über einen Flugradar verfolgen und ist immer darüber informiert wo sich die Band gerade aufhält, um eines ihrer nächsten Konzerte zu spielen.

Iron Maiden ED FORCE ONE auf dem Flugradar

Iron Maiden ED FORCE ONE auf dem Flugradar

Flugradar und Flugverfolgung

Rund um die Uhr Flüge beobachten zu können. Dazu muss man nicht ständig am Flughafen rumsitzen. Das geht heute auch ganz bequem von Zuhause aus oder mit dem Smartphone. Alles, was man dazu braucht, ist ein Flugradar.

Mithilfe eines Flugradars kann heute jeder live Flüge mitverfolgen. Das kann von Zuhause aus mit einem PC geschehen oder unterwegs mit dem Smartphone. Dazu braucht man keine komplizierte und teuren zusätzlichen Geräte, noch irgendwelches technisches Know-How. Dank eines Flugradars kann man trotzdem fast die gleichen Einblicke in den Flug eines Fliegers bekommen, als säße man direkt im Tower eines Flughafens. Aber wie geht das?

Alle Flugzeuge senden beständig Daten. Diese Daten umfassen etwa den Typ des Flugzeugs, die Geschwindigkeit, Höhe, die Lande- und Abflugzeit und vieles mehr. Navigationssysteme wie GPS ermitteln diese Daten über Satelliten und senden sie dann an die Flugkontrolle der Flughäfen. In der Flugkontrolle werden die Daten zwecks Überwachung des Luftraums grafisch ausgearbeitet. Das klassische Bild eines Flugradars entsteht. Diese Daten lassen sich auch von anderen Geräten jederzeit empfangen, sind sozusagen „öffentlich“ zugänglich. Im Internet gibt es mittlerweile verschiedenste Webseiten, welche die Flugdaten mit der richtigen Technik empfangen und ebenfalls grafisch aufbereiten. Somit ermöglichen sie es einem, jederzeit alle Flüge im Luftraum verfolgen zu können.

Mithilfe eines Flugradars, wie unter https://flugradar-online.net/, werden einem dann die unterschiedlichen Flugzeuge dargestellt. In Echtzeit kann man ihnen dabei zuschauen, wie sie ihre Routen abfliegen, wann und wo sie sich in die Lüfte erheben und wann und wo sie landen. Dabei steht einem die gesamte Welt zur Verfügung oder man begrenzt die Karte auf ein bestimmtes Gebiet. Mit dem Flugradar lassen sich bestimmte Maschinen verfolgen oder man behält einfach einen bestimmten Luftraum im Blick. Die Flugverfolgung liefert auch Daten zur Startzeit eines schon in der Luft befindlichen Fliegers und Daten zum Ziel und zur angepeilten Landezeit. Darüber hinaus bietet er einem noch viel mehr Informationen zum Flugzeugtyp, zur genauen Flugnummer, die exakte Geschwindigkeit wird auch live gesendet, genauso wie die Flughöhe und Position der Maschine.

Nicht nur die Maschinen von Passagierflugzeugen lassen sich mit einem Flugradar beobachten. Alle Luftfahrzeuge werden für die Sicherheit im Luftraum von den Satelliten erfasst. Dazu gehören auch Sportflieger und Militärmaschinen. Hubschrauber jeder Art sind ebenfalls auf dem Radar sichtbar und auch Drohnen. Dem Radar entgeht nichts und so sieht man erst einmal, was innerhalb eines bestimmten Luftraumes überhaupt los ist.

Die meisten Flugverfolgungs-Dienstleister bieten ihren Radar über einen Webbrowser an. Damit lassen sich die unterschiedlichsten Flieger direkt am Heim-PC oder Tablet verfolgen. Es gibt auch mehrere Apps für Smartphones, die ermöglichen einem in Echtzeit bei den Flügen dabei zu sein, während man unterwegs ist.

Live Flüge zu verfolgen kann ein aufschlussreicher Zeitvertreib sein. Manche interessieren sich dafür, wohin es welche Passagierflugzeuge verschlagen hat, wie ihre Reise verläuft, was ist ihr Ziel ist. Werden sie pünktlich ankommen? Und wird es zu Komplikationen beim Flug kommen? Manche Beobachter interessieren sich dafür, wie der Flug von Freunden und Verwandten verläuft. Zwar gehören die Aeroplane zu den sichersten Transportmitteln überhaupt – was unter anderem an der Beobachtung des Luftraumes durch Radars liegt -, trotzdem fühlen sich manche besser dabei, ein Auge auf den Verlauf ihrer Reise werfen zu können. Vor allem, wenn die Freunde und Verwandten sich beim Flug nicht bei ihnen melden können. Durch ein Flugradar haben sie jederzeit alle relevanten Daten im Blick. Damit lässt sich auch genau einschätzen, wann ein Flugzeug landen wird. Nützlich, wenn man jemanden am Flugplatz überraschen möchte. Ein weiterer Vorteil bietet sich für Photografen, die eine Maschine auch außerhalb der Start- und Landezone abknipsen wollen. Vor allem das Smartphone ist hier nützlich. Mit ihm und der Flugroute kann der Photograph die Maschine unterwegs abfangen.

Wozu man die Flugverfolgung auch nutzen möchte, es ist ein tolles Feature und eine interessante Erfahrung.


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