Wenn ich hier von Black Metal spreche, dann würden mir die Coburger wahrscheinlich sofort widersprechen, denn laut Homepage macht man Modern Viking Metal. Zumindest beim Adjektiv „Modern“ stimme ich zu 100% zu. Altbackenes wird man auf Wunden nicht finden. Moderne, intelligente Texte (sprachlich hohes Niveau wenn man nur fähig ist, zwischen den Zeilen zu lesen!), weg vom inhaltlichen Einheitsbrei, groovige und stampfende Parts, die zum Moshen zwingen, paaren sich mit dem genretypischen Geholze zu einer abwechslungsreichen Melange aus Kraft, Melancholie und Aggression. Garniert werden die in sich stimmigen Songs mit auflockernden Soli, die am emotionalen Haus rütteln, sowie vielen kleinen Feinheiten, die das Album abrunden. Hier fehlt nur noch die Frage nach Ohrwürmern… Die Antwort lautet, „zu Hauf“. Die Mucker verstehen sich auf ihr Handwerk und die Produktion ist auch extrem gelungen.

Was will man mehr? An einer Scheibe, an der alles sehr wohl geraten ist lässt sich nicht mäkeln. Mindestens reinhören, am besten gleich kaufen.

Tracklist:

  • 01. Wunden
  • 02. Parasit
  • 03. Kalter Engel
  • 04. Mein Traum
  • 05. Der Anfang
  • 06. Amen
  • 07. Liebliche Stille
  • 08. Menschheitsalptraum
  • 09. Traurige neue Welt
  • 10. Es geht weiter
  • 11. Auch sie werden sterben
  • 12. Bis in Tod