Bereits eine gute halbe Stunde vor dem Einlass hat sich eine ansehnliche Menschenmenge vor dem Rosenhof versammelt, der pünktlich um 20.00 Uhr seine Tore öffnet. Hier ist den Organisatoren ein Lob auszusprechen: Der Einlass ist gut organisiert und die Security freundlich und hilfsbereit.

Schnell füllt sich also der Rosenhof und um 21.00 Uhr beginnen Hassliebe ihren Auftritt. Von Anfang an hat die Band das Publikum voll im Griff. Die Mischung aus Onkelz-Riffs, einem kraftvollen Schlagzeug und mitreißenden Melodien kommt bei den Besuchern gut an. Der Sound dröhnt klar und druckvoll aus den Boxen, allerdings hat der Mischer die Bass-Drum wohl ein bisschen zu laut reingemischt. So kommen Gesang und Gitarren nur schlecht durch. Das tut der Stimmung allerdings keinen Abbruch, Sänger Daniel Frisch heizt die Meute an und schon bald sieht man das Publikum moshen, klatschen und feiern. Den Job als Anheizer machen die drei Jungs aus Augsburg wirklich gut. Von dieser Band werden wir in Zukunft sicher noch hören.

Nach einer kurzen Umbaupause betreten dann Hannes, Vito und Co. die Bühne und legen mit dem Titelsong des neuen Albums los. Sofort springt der Funke wieder auf das Publikum über und die Party ist perfekt. J.B.O. bieten heute Abend einen interessanten Querschnitt durch ihre gesamte Karriere. Die Songs des neuen Albums werden dabei ebenso abgefeiert wie die alten Klassiker und Vitos Ansage, dass die Stimmung heute abend mindestens doppelt so gut sei wie am Abend zuvor, peitscht die Osnabrücker noch mehr an.

Die Jungs von J.B.O. wirken agil und spielfreudig. Selbst der angeschlagene Hannes scheint froh zu sein, wieder auf der Bühne zu stehen. Ein besonderes Schmankerl bietet die Band dann mit der „unzensierten“ Version von „Bolle“ und einigen anderen „verbotenen“ Songs. Obwohl ich diese Band schon einige Male live gesehen habe, bieten sie auch heute wieder einen lustigen und abwechslungsreichen Gig. Die kleinen Gags und Wortspiele zwischen Vito und Hannes lockern den Set angenehm auf und sorgen für ordentlich Stimmung. Schlussendlich blickt man in durchweg fröhliche Gesichter, als die Band die ersten Akkorde zu „Verteidiger des Blödsinns“ anspielen und damit das Ende des Auftritts einläuten.

Im Zugabenblock kann man sich dann noch über „Bimber Bumber Dödeldei“, „Arschloch und Spaß dabei“ und das „Glaubensbekenntnis“ freuen, bevor mit „Ein Fest“ ein großartiger J.B.O. Abend zu Ende geht.

Nach dem Konzert stehen J.B.O. und Hassliebe dann noch für Autogramme und Fotos mit den Fans am Merchandise-Stand zur Verfügung. Alles in allem also ein gelungener Konzertabend.

Setlist Hassliebe

  • 01 Schöne neue Welt
  • 02 Niemandsland
  • 03 Mein letzter Wille
  • 04 Stopp die Zeit
  • 05 Ein Herz in mir brennt
  • 06 Wo bist du
  • 07 Wie ein Märchen
  • 08 Schwarzer Engel
  • 09 Hört ihr mich
  • 10 Mit dir

Setlist J.B.O.

  • 01 I don`t like Metal
  • 02 United States of Blödsinn
  • 03 Dio in Rio
  • 04 Bolle
  • 05 Kuschelmetal
  • 06 Gänseblümchen
  • 07 Ich liebe dir
  • 08 Du bringst mich um
  • 09 Das Eine
  • 10 Danke
  • 11 Ein bisschen Frieden
  • 12 Rammstein Reggae
  • 13 M.E.T.A.L
  • 14 Geh mer halt zu Slayer
  • 15 Fränkisches Bier
  • 16 Ich sag JBO
  • 17 Ein guter Tag zum Sterben
  • 18 Verteidiger des Blödsinns
  • 19 JBO

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  • 20 Bimber Bumber Dödeldei
  • 21 Arschloch und Spaß dabei

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  • 22 Glaubensbekenntniss
  • 23 Ein Fest