Ganz nach dem Motto „Das frühe Huhn pickt das Korn“ verhielt es sich am Freitag in Vechta. Denn für alle, die es nicht geschafft hatten, sich eine Karte im Vorverkauf zu sichern, hatte der Abend ein schnelles Ende..

Das Gulfhaus platzte bereits um 20 Uhr aus allen Nähten und die Schlange vor dem Eingang wurde immer länger und länger…

Schade nur, dass einige Besucher die teilweise mehr als eine Stunde Anreise hinter sich hatten, dann wieder nach Hause geschickt werden mussten, weil einfach absolut keine Karten mehr da wahren.

Um so glücklicher schätzen konnten sich all die, die eine Karte bekommen hatten und sich das Konzert der beiden Top-Bands ansehen durften.

Den Anfang machte dann so gegen ca. 21 Uhr die Band Julia, die auch schon diverse andere Konzerte zusammen mit 4Lyn gespielt hatten. Die Stimmung war anfangs zwar noch etwas verhalten, doch nach einigen hervorragend gespielten Songs wurden die Zuschauer immer lockerer und langsam aber sicher kam etwas Bewegung in das ausverkaufte Gulfhaus.

Mit ihrer mitreißenden und energiegeladenen Musik schafften es die Jungs von Julia dann auch nach einigen Songs, dass sich die ersten pogenden Menschen vor der Bühne sammelten um der Band ihren Respekt zu Zollen.

Bei einigen ruhigeren Songs von Julia brach das Gepoge zwar relativ rasch wieder ab, aber dafür freuten sich die paarweise auftretenden Konzertbesucher über ein paar Romantische Klänge um so mehr.

Als Julia dann nach einem wirklich gelungenem Auftritt die Bühne verließ, fiel der Applaus und der Jubel der Zuschauer auch dementsprechend großzügig aus. Allerdings war man nach der ersten Konzertrunde, bei der es auch zu diversen Crowdsurfing- Aktionen der Zuschauer kam, relativ froh wieder etwas Sauerstoff vor der Konzerthalle tanken zu können.

Nachdem ein paar Helfer in der Pause die Bühne für den Hauptact des abends präpariert hatten ging es dann aber auch zur Freude der Fans relativ schnell wieder los.

Und dann wurde es dunkel im Gulfhaus…. ganz dunkel… nur noch die Notausgangsschilder flackerten etwas vor sich hin und boten nur spärliches Licht…

Und dann begann es:

Aus den Subwoofern drückte eine Gewaltige Bassmauer die durch Mark und Bein ging und scheinbar immer mehr Energie bekam, so dass die Basswand die durch den Raum wanderte immer mächtiger zu werden schien.

Und als man schon fast glaubte, dass sich jeden Moment die Basslautsprecher unter dem Druck in ihre Einzelteile zerlegen, war die Bühne plötzlich wieder hell erleuchtet und dann standen sie da- 4Lyn! Für viele Zuschauer sind sie so etwas wie Helden… Kultobjekte…besser als die beste Band der Welt…

Die ersten Zuschauer rasteten bereits aus, bevor überhaupt die ersten Akkorde gespielt wurden und man konnte dem 4Lyn Frontmann „Braz“ regelrecht ansehen, das er sich schon tierisch darauf gefreut hat endlich die Sau raus lassen zu können. Als dann endlich der erste Akkord wie ein Brett in die Zuschauer gefeuert wurde, konnte so gut wie niemand mehr still halten. Und auch die 4 Jungs von 4Lyn standen alles andere als still auf der Bühne.

Mit ihrem Musikalischem Mix aus alten und neuen Songs sollte wohl so ziemlich jeder der Anwesenden zufrieden gestellt werden… doch die Menge war nicht nur zufrieden… sie war total begeistert und euphorisch! Direkt vor der Bühne bildete sich so innerhalb weniger Sekunden eine Menschenmauer die nur noch von den Absperrungen gehalten wurde, die einen Graben zwischen Bühne und Zuschauern bildete. Nach einigen eng aneinander gedrückten Menschenreihen kam dann der Hexenkessel, für den die Konzerte der 4 Rockmaschinen weiträumig bekannt sind.

Unzählige Fans tanzten und pogten wild und scheinbar unkontrollierbar bei so ziemlich allem was 4Lyn in den Raum schallen ließ. Wie bei einem guten Wein freuten sich die Fans allerdings über die etwas älteren Songs die teilweise schon 5 Jahre alt waren weitaus mehr als über die ganz neuen Stücke, wobei diese auch alles andere als schlecht sind! Das „Braz“ sein Publikum trotz der wild Rockenden Horde vor der Bühne voll im Griff hat, bewies er einmal mehr, als er mit einer der wohl spektakulärsten und auch wohl legendärsten Aktion die man mit seinen Fans machen kann anfing… Es kam zu der von Sicherheitsleuten so gefürchteten “Wall of Death“!

„Braz“ erklärte allen anwesenden kurz die Regeln und bat alle die Angst vor Verletzungen hatten sich aus der Mitte der Zuschauermasse heraus zu begeben. Alles an Handys, Brillen und anderen gefährdeten Gegenständen sollte ebenfalls besser in Sicherheit gebracht werden bevor der Spaß los ging…

Die Menge Teilte sich in 2 Hälften, so das ein ca. 1.5m breiter Graben in der Mitte durch die Halle ging…

Mit den Worten “Macht Kleinholz aus dem Laden! Ich will dass das hier gleich so richtig abgeht“ starteten „Braz“ mit den anderen Jungs von 4Lyn den Song, bei dem Sprichwörtlich die Hölle aufriss. Nach ein paar ruhigen Akkorden fingen die harten Klänge an, auf die die Fans die sich immer noch gegenüber standen nur gewartet hatten. Die ”Wall Of Death“ verwandelte sich in einen wilden Menschenhaufen in dem niemand mehr wusste wo oben und unten war und trotzdem ist mal wieder niemandem etwas ernsthaftes passiert.

Anschließend ging es mit “normalem“ Gepoge und rekordverdächtig vielen Crowdsurfern weiter, bis die Luft bei 4Lyn endgültig raus war und eine schweißgebadete Band nach einigen Zugaben die Bühne verließ. Abschließend versprach „Braz“ noch bei seiner sichtlich gerührten Abschlussrede, das 4Lyn das nächste mal zu 1.000% wieder in Vechta Station machen werden. Sehr zur Freude der Zuschauer ließen es sich alle Musiker des Abends auch nicht nehmen, nach dem Konzert noch etwas mit ihren Fans zu plaudern und fleißig Autogramme zu geben, bis die Hände weh taten.

Fazit: Top Bands, spitzen Sound, geile Licht und Bühnenshow, super Publikum und insgesamt ein einfach nur genialer Abend! Schade für alle, die wieder nach Hause mussten, aber 4Lyn wird ja in Zukunft hoffentlich noch weitere Konzerte hier in der Gegend geben.

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Location: xxxxx
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Autor: xxxxxxxx


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