Wertung: 8 von 10

Die Swamplords von Kalmah, oder besser gesagt die Sumpf-Fürsten unter der Herrschaft des einen Swamplord, ziehen hinaus zu einem neuen Anschlag auf die Gehörgänge der geneigten Sympathisanten der düsteren, melodischen in den Arsch tretenden, Skandinavien-Brut.


Vom Stil her schon oft mit Bands wie Children Of Bodom, Norther oder Eternal Tears Of Sorrow verglichen, bietet gerade letztere Band doch mehrere handfeste Parallelen.

Schaut man sich die Line-Up Besetzungen der Vergangenheit und der heutigen Zeit mal genauer an, kommt man sich vor, wie in einer kleinen Metal-Soap. Da hat doch wirklich jeder mal mit jedem und dann nochmal. Gründungsmitglied Altti, zuerst Bassist bei Kalmah, fungiert aktuell als Sänger und Bassist bei Eternal Tears Of Sorrow. Die Ähnlichkeit im Gesang der beiden Frontmänner ist unverkennbar und deutet darauf hin, dass da wohl hin und wieder an manchen Stellen ein bisschen abgekupfert wird. Gitarrist Antti von Kalmah hat bei ETOS ein Jahr lang ausgeholfen, sowie Gründungsmitglied Petri, der aber gleich bei den Tränen des Leids geblieben ist. Und so könnte man fortfahren und immer mehr Inzest-Akte ans Licht bringen, aber wem bringt das letztendlich was? Genau. Interessant ist nur, dass außer dem Gesang, sich kaum was bei beiden Bands ähnelt. Und dabei wären wir bei Kalmah.

Die Kombination von knüppelnden Thrash-Metal Riffs, virtuosen, melodisch, langen Gitarrensoli, und der genreüblichen Keyboarduntermalung, machen Kalmah zu was besonderem. Einziger Makel, der Gesang. Die Stimme, grunzt im wahrsten Sinne des Wortes, ohne jeglichen Variationen vor sich hin, und erinnert vage an Johann Hegg von Amon Amarth, wenn dieser zwei Flasche Whiskey intus, eine Halsentzündung und keine Lust hätte.

Zum Glück gibts es glanzvolle, ausgereiften Arschtreter-Riffs, gespickt mit kleinen nette Melodien hier und da. Mit neun Songs wurde auch nicht die Geduld strapaziert, gelangweilt oder übertrieben. Jeder Songs hat seine Qualität und Momente, die der liebe Dave Mustaine mit seiner Klampfe, oder Janne Viljami „Warman“ Wirman mit seinen Tasten, nicht hätten besser machen können. Auch wenn man ab und zu das Gefühl hat, man kennt doch das ein oder andere von anderen namhaften Bands (Amorphis…) treten Kalmah doch souverän auf und bieten eine Menge guten Metal!

Anspieltipps: „Rust Never Sleeps“, Swampwar“ und „12 Gauge“.

Tracklist:

  • 01. Rust Never Sleeps
  • 02. One Of Fail
  • 03. Bullets Are Blind
  • 04. Swampwar
  • 05. Better Not To Tell
  • 06. Hook The Monster
  • 07. Godeye
  • 08. 12 Gauge
  • 09. Sacramentum

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