Du hast es wahrscheinlich schon öfter gehört, dass Cannabis die Fähigkeit besitzt, Schmerzen zu lindern und Entzugserscheinungen zu reduzieren. In der neuesten Forschung geht es noch einen Schritt weiter: Eine aktuelle Studie aus Kanada hat untersucht, ob Cannabis den Opioidkonsum von Menschen, die unregulierte Opioide konsumieren, verringern kann.
Überblick über die Studie
Das British Columbia Centre on Substance Use in Vancouver hat zwischen Dezember 2019 und November 2021 eine interessante Studie durchgeführt. Im Fokus der Studie standen insgesamt 205 Personen, die sowohl Cannabis als auch Opioide konsumierten.
Interessanterweise gaben 58 % der Teilnehmer, das sind 118 Personen, an, dass sie Cannabis zur Bewältigung des Opioidverlangens konsumierten. Die multivariable Analyse zeigte, dass der Cannabiskonsum zur Bewältigung des Opioidverlangens signifikant mit der selbstberichteten Verringerung des Opioidkonsums zusammenhing.
Die Wirkung von Cannabis auf das Opioidverlangen
Die Befragten gaben an, dass Cannabis ihnen half, ihr Verlangen nach Opioiden zu kontrollieren. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Je mehr Cannabis sie konsumierten, desto weniger Opioiden benötigten sie. Die Forscher stellten fest, dass der Cannabiskonsum zur Bewältigung des Opioidverlangens (mit einer bereinigten Odds Ratio von 2,13) deutlich mit der selbstberichteten Verringerung des Opioidkonsums korrelierte.
Der Cannabiskonsum und Schmerzen
Die Forscher führten auch Subanalysen in Bezug auf Schmerzen durch. Dabei stellten sie fest, dass der Cannabiskonsum zur Bewältigung des Opioidverlangens nur bei Personen mit mittleren bis starken Schmerzen mit einer selbst eingeschätzten Verringerung des Opioidkonsums verbunden war. Bei Personen mit geringen Schmerzen zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang.
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Schlussfolgerung der Studie
Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass der Cannabiskonsum zur Bewältigung des Opioidverlangens eine weit verbreitete Motivation für den Cannabiskonsum bei Menschen ist, die unregulierte Opioide konsumieren. Darüber hinaus ist dieser Konsum mit einer selbst eingeschätzten Verringerung des Opioidkonsums während der Zeit des Cannabiskonsums verbunden.
Die potenzielle Rolle von Cannabis in der Opioidkrise
Angesichts der aktuellen Opioidkrise ist die Suche nach alternativen Therapieansätzen von größter Bedeutung. Die Ergebnisse dieser Studie könnten ein weiterer Baustein im Verständnis der komplexen Beziehung zwischen Cannabis und Opioiden sein. Sie könnten potenziell dazu beitragen, Lösungsansätze für Menschen zu finden, die mit Opioidabhängigkeit zu kämpfen haben.
Blick auf die Zukunft
Die kanadische Studie hat zwar wichtige Erkenntnisse geliefert, es bedarf jedoch weiterer Forschungen, um die genaue Rolle von Cannabis bei der Verringerung des Opioidkonsums vollständig zu verstehen. Zudem müssen die möglichen Risiken und Nebenwirkungen eines erhöhten Cannabiskonsums ebenfalls berücksichtigt werden.
Es besteht kein Zweifel, dass die Ergebnisse der Studie vielversprechend sind. Sie könnten ein Licht auf eine mögliche alternative Therapie für Opioidabhängige werfen. Doch wie bei jeder medizinischen Forschung muss jede Schlussfolgerung mit Vorsicht gezogen werden.
Schließlich ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass sowohl Cannabis als auch Opioide potent sind und dass ihre Verwendung immer unter der Aufsicht eines Arztes erfolgen sollte. Diese Studie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber sie ist nur ein kleiner Teil eines größeren Puzzles. Letztlich könnten die Erkenntnisse dazu beitragen, das Leben von Menschen, die mit Opioidabhängigkeit zu kämpfen haben, zu verbessern.
Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed
Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!
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Autor: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
