Bin ich froh, das Namen nicht immer das repräsentieren, was eine Band verkörpert. Glücklicher Weise machen die Essener nämlich viel mehr bodenständigen Rock, als Neues, Unbewährtes auszuprobieren. Das macht die Scheibe „Said and done“ gleich einmal viel sympathischer. Die Sympathiepunkte werden auch dadurch geschürt, dass die Gruppe von vornherein ein stringentes Bild abliefert, bei dem konsequent härtere und seichtere Melodien auf einander stoßen und sich gegenseitig ergänzen. Teilweise sind deutliche Metal Einschnitte festzustellen, die wiederum in einem Scheinwiderspruch zum sonst praktizierten Rock stehen, diesen aber nicht stören, sondern angenehm erweitern, so das Speed, energiereiche Gitarren und Melodie in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. Das beschriebene instrumentale Verhalten wird durch eine passende Gesangsstimme ergänzt, die an vielen Stellen aber leider zu harmlos ist und nicht auf die Anteile härterer Gitarren eingeht. Dieser Missstand wird aber wenigstens in dem Song „In Memory of Friday“ klar aufgehoben, denn auch gesangliche Härte kann dort, im Gegensatz zu den meisten anderen Stücken, eingesteuert werden. Insgesamt kann ich nun also folgendes Bild beschreiben: Das Album vereint harte und seichte Spielweisen mit einer meist ruhigeren Stimme und schafft damit eine ziemlich solide Atmosphäre für Musik, die auch mal im Hintergrund laufen soll, die das Werk absolut kaufbar macht. Insgesamt hat sich meine Bewertung während ich das Album bearbeitet habe ziemlich verändert. Vor dem Hören dachte ich an eine Mitleidsgitarre. Jetzt komme ich zu sehr positiven 3,5!