Kataklysm – die kanadischen Death Metaller um Frontmann Maurizio Lacono

Kataklysm - die kanadischen Death Metaller um Frontmann Maurizio Lacono

Kataklysm – das dürfte eigentlich einem jeden Death Metal-Fan etwas sagen, und diesen Status genießen die Kanadier um Frontmann Maurizio Lacono durchaus zu Recht.

Kataklysm – Serenity In Fire

Kataklysm - Serenity In Fire
Kataklysm – Serenity In Fire
„Northern Hyperblast“ nennen sie ihren Musikstil – Was wahrlich keine übertriebene Bezeichnung ist:

Ich habe noch nie eine gleichzeitig so „melodische“ und so harte und schnelle Death Metal Band gesehen. Doch wer denkt, dass Geschwindigkeit alles ist, was die „Hyperblaster“ zu bieten haben, hat sich getäuscht.

Martin Maurais (Drums) lässt sich durchaus mit Kai Hahto von Wintersun vergleichen, nur dass der Musikstil nun mal ein anderer ist, und die zwischen Brüllen und (tiefem) Kreischen wechselnde Stimme von Maurizio Lacono ist einfach einzigartig und nicht aus der Musik wegzudenken.Eine sehr interessante Tatsache ist, dass die drückenden Gitarrenriffs, die Dagenais mit seinem ureigenen, unverwechselbaren Stil spielt, meist sehr langsam anmuten, und die Drums gleichzeitig dazu hammermäßig abgehen. Das dürfte wohl eins der unverkennbaren Markenzeichen dieser Band sein, und dies haben sie auf „Serenity In Fire“ zur Perfektion gebracht.

Was mir im vergleich zu älteren Kataklysm-Scheiben wie z.B. „Epic – The Poetry Of War“ außerdem auffällt, ist, dass die Texte nicht mehr so extrem sperrig sind wie früher, wo das Wort Versmaß für sie anscheinend etwas war, das nur anderen Leuten zustieß. Nur in dem Track „The night they returned“ sind noch Spuren davon zu finden.Generell ist diese Band inzwischen viel ausgereifter geworden, die Lieder besitzen im Gegensatz zu früher eine leichter erkennbare Struktur, und die Gitarre ist stärker in den Vordergrund getreten (auf älteren Alben gab es Passagen, in denen man die Gitarre wegen der zu lauten Drums nicht hören konnte!!). Auch haben Kataklysm einige neue Elemente in das Album eingebracht. So sind in „Under the bleeding sun“ deutlich hörbare und extrem geniale Tremolo-Melodien zu finden, sogar ein Gitarrensolo (eingespielt von Bassist Stephane Barbe), und bei „Blood on the swans“ handelt es sich von der Instrumentierung her eher um Blast-Death, was trotz ihrer hochtrabenden Bandbezeichnung eigentlich nicht kennzeichnend für Kataklysm ist.Meiner Meinung nach das beste Album, was die Kanadier je rausgehauen haben, abzuwarten wäre da nur noch die Scheibe „In The Arms Of Devastation“, die Februar 2006 erscheinen soll.Wer Kataklysm nun tatsächlich aus irendwelchen Gründen nicht kennen sollte, dem wird spätestens „Serenity In Fire“ einen Grund geben, doch mal wieder den Mailorder anzuschreiben, und wer sie kennt, der weiß vermutlich, wovon ich rede!

Allerdings gehe ich aufgrund der geringen Spiellänge (ca. 40 Min.) und einiger nicht ganz so gelungen Textpassagen mit der Bewertung nur(!) auf 4,5 Punkte.Anbei noch ein Zitat, das der geneigte Käufer auf seiner CD finden wird:„Kataklysm-Etymology: French cataclysme, from Latin cataclysmos, from Greek kataklysmos, from kataklyzein-Definition: a momentous and violent event marked by overwhelming upheaval and demolition; broadly: an event that brings great changes, e.g. the end of the world as we know it.“

Gut, dass wir das nun auch wissen!

Anspieltipps:- As i slither- For all our sins- 10 seconds from the end

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Label: Nuclear Blast
Genre: Death Metal
Releasedate: 2004-03-22
Web: http://www.kataklysm.net
Punkte: 9

Autor: Kaos

Kataklysm – In the Arms of Devastation

Kataklysm - In the Arms of Devastation
Kataklysm – In the Arms of Devastation
On Feb. 20th, a monster will rise … So wird man mittlerweile auf der Homepage der „Hyperblaster“ begrüßt. Und zu Recht.

Das achte Album dieser inzwischen ziemlich bekannten, 1991 gegründeten Death Metal-Kombo ist wirklich ein Monster. Voller Erwartungen wird man sein, wenn man sich diese CD das erste Mal anhört, und die werden beinahe alle schon mit dem Opener „Like angels weeping (the dark)“ erfüllt.

Nicht nur, dass Kataklysm auf ihrer Mischung aus dem harten, kanadischen Death Metal und dem europäischen Melo-Death weiterfahren – das wäre ja viel zu einfach.

Melodischer, schneller (wieder mit ihrem altern Drummer Max Duhamel) und doch genauso hart wie eh und je präsentiert sich dieses Meisterwerk des Todes-Metalls, welches diesmal übrigens gut zehn Minuten länger läuft als der Vorgänger „Serenity In Fire“, und inzwischen stecken sogar bei Kataklysm einige technische Spielereien dahinter. So wird man in einigen Songs zwei E-Gitarren zu hören bekommen, die den Gesamtsound noch viel mächtiger machen, als er so schon wäre.

Interessant und erwähnenswert ist auch das Stück „It turns to rust“, in dem sich Sänger Maurizio Lacono ein Brüll-Schrei-Duell mit Kittie-Faucherin (!) Morgan Lander liefert, das sich gewaschen hat.

Mein Favorit unter all diesen neuen, hammermäßigen Liedern ist allerdings „To reign again“ ´:

Ein sehr schönes akustisches Intro (ich glaube, das ist etwas noch nie da gewesenes), mördergeile Tremolo-Riffs, ein Refrain, bei dem es einem Kalt den Rücken runterläuft… Obwohl – eigentlich trifft das dieses Mal auf alle Stücke des Albums zu. Man kann es zigmal hören, und sich doch immer noch nicht für einen Lieblingssong entscheiden.

Die Meister des Death Metal kehren zurück … mit der vollen Punktzahl!

Anspieltipps:
– Let Them Burn
– To Reign Again
– Open Scars

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Label: Nuclear Blast
Genre: Death Metal
Releasedate: 2006-02-24
Web: http://www.kataklysm.net
Punkte: 10

Autor: Kaos

Kataklysm – Prevail

Kataklysm - Prevail
Kataklysm – Prevail
Es kommt wie man es nicht anders erwartet: Die CD rotiert im CD Player und es geht sofort rund. Der brachiale Ruf „Prevail“ von Maurizio Lacono ertönt im Raum! Action von Anfang an.

Wie auf jedem anderen Album von Kataklysm geben die Jungs richtig Gas. Keines der Bandmitglieder hat eine Sekunde Pause. Es wird wieder viel Gebrauch von harten Riffs und Drumeinlagen gemacht. Während man im zweiten Song „Taking The World By Storm“ denkt, dass den Mitgliedern so langsam die Puste ausgeht, beweisen sie im folgenden Stück „The Chains Of Power“ wiederum das Gegenteil und zwar mit der Textpassage “Bring Me To Hell… I Can Scream Much Louder”.

Der Song “Blod In Heaven” grenzt sich etwas von der Brachialität der Franco-Kannadier ab, da im Refrain viel Wert auf melodisches Gitarrengezupfe gelegt wurde.Weiter geht es mit Hyperblast und harten Gitarrenriffs. Das ganze Album über merkt man, dass jedes der vier Mitglieder gegen seinen inneren „Dämon“ kämpft und dabei „Blood In Heaven“ vergießt.

Der letzte Song „The Last Effort (Renaissance II)“ lässt das Album sehr gut ausklingen; ohne Gesang spielen Kataklysm eine ruhige Outromelodie. Wie ich finde, haben die Franko-Kannadier von Kataklysm mal wieder gezeigt, worum es im Death Metal geht und dass sie ihr Handwerk verstehen. Ein Must-Heave für jeden Fan von Kataklysm.

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Label: Nuclear Blast
Genre: Death Metal
Releasedate: 2008-05-23
Web: http://www.kataklysm.net
Punkte: 8

Autor: Fabian

Neckbreakers Ball mit Milking The Goatmashine, Manegarm, Equilibrium, Legion of the damned und Kataklysm

Die Nackenmuskulatur bis zur Schmerzgrenze angespannt, die Hand zur Pommesgabel geformt und bereit für den Moshpit. So oder so ähnlich feierten am vergangenen Donnerstag ca. 200 Musikfreaks das wohl bislang härteste Festival Line-up des noch jungen Jahres. Kein Wunder. Hatte man doch ein absolutes Hammer-Billing zusammengestellt.

Leider erreichte mich die kurzfristige Vorverlegung des Beginns nicht mehr rechtzeitig, sodass ich Milking The Goatmashine leider verpasste.

Dafür kam ich dann genau rechtzeitig zu Manegarm an. Die sympathischen Schweden machten ihren Job sehr gut und man man merkte ihnen die jahrelange Bühnenerfahrung an. Sicher und professionell spielten sie ihr Set runter. Der Sound war zwar zu Anfang ein wenig basslastig, wurde jedoch relativ schnell korrigiert. Der Gesang kam deutlich und klar aus den Boxen. Ganz besonders gefiel mir der variable Einsatz der Geige, die mal im Vordergrund stand und die Melodie übernahm, dann wieder in den Hintergrund trat. Ab Mitte des Gigs waren man dann auch die ersten Mosher vor der Bühne zu beobachten. Manegarm kamen mit ihrem an den Black Metal angelehnten Stil gut beim Lingener Publikum an und wurden am Ende ihres Auftritts mit üppigem Applaus belohnt.

Equilibrium hat sich im vergangenen Jahr zu einer festen Größe im Folk-Metal gemausert. Das merkte man auch an diesem Abend. Mit ihrem neuen Sänger hat die Band eine richtige Rampensau engagiert, die den Leuten kräftig einheizt. So wundert es auch nicht, dass sich der Platz vor der Bühne schnell füllte und die Bayern standesgemäß abgefeiert wurden. Einziger Wermutstropfen waren die mäßig eingespielten Synthies, die manchmal einfach nicht laut genug rüberkamen. Zum Ende hin wurde der Sound jedoch besser und spätestens ab „Blut im Auge“ gab es bei den Leuten dann kein Halten mehr. Mit dem überragend gespielten „Unbesiegt“ verabschiedeten sich Equilibrium dann nach etwa 45 Minuten von der Bühne.

Bei Legion Of The Damned wurde dann der Härtegrad deutlich angezogen. Mit rund 100 Dezibel schoss die Band eine Todesblei Salve nach der nächsten ins Rund und verführte ganz unbewusst so gut wie jeden Besucher unwillkürlich zum Kopfnicken. Mittlerweile war der Laden auch voll und es wurde klar, warum das Festival hier Nackenbrecher heißt. Erwartungsgemäß begannen die Niederländer mit dem Intro zu ihrem aktuellen Album „Descent into Chaos“ um dann mit „Night of the Sabbat“ den ersten Höhepunkt des Abends zu setzen. Es folgte ein bunter Mix aus alten und neuen Stücken die eindrucksvoll in Szene gesetzt werden und die Live-Tauglichkeit dieser Band unter Beweis stellte. Der fette Sound kam klar und erdig aus den Boxen, Sänger Maurice Swinkels motivierte die Leute zum Feiern und diese dankten es ihm mit ordentlichen Moshpits und fettem Applaus. Für mich waren Legion Of The Damned die Gewinner dieses Abends.

Nachdem die Messlatte bereits so hoch gelegt wurde war ich gespannt, ob Kataklysm das noch einmal toppen können. Die in rotes Licht und unendlich viel Nebel getauchte Bühne sah schon mal vielversprechend aus. Dann legte die Band mit „Soulless God“ und dem äußerst stark gespielten „Serenity in Fire“ los. Die Jungs bemühten legten sich mächtig ins Zeug und das Publikum ging auch ordentlich ab, so eine Stimmung wie bei Legion Of The Damned wollte aber nicht so recht aufkommen. Obwohl die Band sich sehr gut in Szene setzte und einen guten Mix an Songs gespielt hat konnten sie heute den Niederländern meiner Ansicht nach nicht das Wasser reichen. Nichts desto trotz lieferten Kataklysm ein solides Set ab und rechtfertigten damit ihren Headliner Status.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Konzertabend mit durchweg guten Bands, meistens gutem Sound und einer Bombenstimmung. Das hat sich gelohnt.

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Location: Alter Schlachthof Lingen
Datum: 2011-01-20
Autor: Erle


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