Rock, Industrial, House, Metal, Jazz und Weitres werden gelungen gemischt. Wenn man die ganzen Genres so nebeneinander aufgelistet sieht und sich eine Mischung vorstellt klingt das zwar nicht besonders verlockend, aber Kekal, die mit straightem Blackmetal begannen schaffen es dennoch oder vielleicht gerade deswegen zu begeistern.

Präsentiert wird einem diese Mischung in einem Konzeptalbum mit clean Vocals und sehr viel Hall. Die Produktion ist dabei total steril und die Stimmung abstrahiert. Die Tracks sind gerne mal in Untersektionen aufgeteilt und die Andersartigkeit und vor allem das avantgardistische kommen auch durch diesen „Kunstgriff“ gut zum Tragen.

Vor allem in den heutigen Zeiten, in denen der Markt von vielen neuen, besonders verrückten Bands aus dem asiatischen Raum zu Teilen überschwemmt wird, sind Kekal eine willkommene Ausnahme. Es fehlt nicht an Auflockerung, Alternative- und Blackmetal- Elementen und auch der Groove kommt nicht zu kurz. Und obwohl sich das Ausmaß der Songs sich einem nicht ohne weiteres beim ersten Anhören offenbart ist die Scheibe dennoch nicht zu verkorkst.

Wer auch mal auf was Neues steht und gewillt ist seinen Horizont zu erweitern ohne ein zu großes Experiment wagen zu wollen sollte es mal mit Kekal mit ihrem Album „The Habit Of Fire“ versuchen. 3,5 von 5 Gitarren gibt es für dieses Scheibchen.