Bei einem Keyboard handelt es sich um ein elektronisches Tasteninstrument, dessen Tastenarrangement an das eines Klaviers erinnert. Allgemein bezeichnet man dieses Arrangement als Klaviatur. Es hat die typische Aufteilung in weiße (Ganztöne) und schwarze (Halbtöne) Tasten. Das Keyboard ist ein relativ junges Instrument, welches jedoch schon zahlreiche Umgestaltungen und Modifikationen erfahren hat.

Keyboards allgemein und deren Preisspanne

Keyboards und Synthesizer im Heavy Metal / Bild: Thomann

Keyboards und Synthesizer im Heavy Metal / Thomann *

Der Markt hält eine Vielzahl unterschiedlichster Geräte bereit, welche die verschiedensten Bedürfnisse erfüllen. Dabei fällt sofort das immense Preisspektrum der angebotenen Instrumente auf. Auf der Seite thomann.de lassen sich die Preise der Boards aufsteigend anzeigen. Ein sehr einfaches Keyboard ist bereits ab einem Preis von 100 € erhältlich. Dieses ist in seiner Funktion jedoch sehr limitiert und weniger für die professionelle Musikproduktion geeignet.

Höherpreisige Keyboards (ein Entertainment-Keyboard kann über 4.000 € kosten) können auf vielfältige Weise im Klang angepasst werden und mit etlichen eigenen Samples bespielt werden. Sie bringen außerdem erheblich mehr Sounds, Effekte und Anschlüsse mit als ein einfaches Board. Außerdem besteht eine bessere Anschlagsdynamik (velocity). Der Druck, der auf die Tasten ausgeübt wird, wird dabei viel adäquater und feiner abgebildet. Der Klang wirkt damit authentischer und lebendiger. Ein sogenanntes Master- bzw. MIDI-Keyboard kann mit einem Computer verbunden werden und (grob gesprochen) zum Steuern eines geeigneten Programms verwendet werden. Gesteuert werden können zum Beispiel virtuelle Instrumente, sogenannte VSTs. Das Gerät selber besitzt keinen Lautsprecher.

Zwischen den einzelnen Preisklassen von Keyboards gibt es also erhebliche Unterschiede, welche Technik, Aufbau und zusätzliche Funktionen betreffen. An dieser Stelle sollen nun die einzelnen Preisklassen erläutert sowie deren Technik und Funktionen beschrieben werden. Dies soll dazu dienen, einen Überblick über die wesentlichsten Faktoren beim Kauf eines Keyboards zu erhalten.

Das Keyboard für Einsteiger

Es kommt sicherlich immer darauf an, was von einem Keyboard erwartet wird. Gerade am Anfang können zu viele Funktionen jedoch überfordern. Ein Keyboard, welches im Preissegment von 200 bis 300 € liegt, ist beispielsweise das Yamaha PSR-EW300. Es stellt ein sehr gutes Keyboard für Einsteiger dar, besitzt 76 Tasten mit Anschlagsdynamik und einen Registrations-Speicher.

Eine Registration ist eine abgespeicherte Kompletteinstellung des Keyboards, sozusagen eine Momentaufnahme von diesem. Dazu gehören etwa: Tempowechsel, Lautstärkeeinstellungen, Effekte, Begleitung, Transposition usw. Die gesamten Einstellungen des Boards werden auf einem einzigen Speicherplatz abgelegt und können durch Drücken der entsprechenden Taste wieder abgerufen werden. In aller Regel bietet ein Keyboard mehrere Speicherplätze an. So gelingt das Umschalten auf einen anderen Einstellungszustand im Spiel fließend. Es würde während des Spiels nie funktionieren, alle Parameter einzeln umzustellen. Die richtige Kaufentscheidung für ein E-Piano für alle beginnenden und auch fortgeschrittenen Klavierspieler zu treffen ist nicht ganz einfach. Auf der Webseite epiano-test.de findest Du Testberichte der beliebtesten E-Pianos, die es derzeit auf dem Markt gibt.

Beim Kauf eines Keyboards sollten folgende Mindestanforderungen also erfüllt sein, damit das Spielen auf Dauer Spaß macht: Das Board sollte über mindestens 61 Tasten mit Anschlagsdynamik verfügen, außerdem sollte es einen Registrations-Speicher beinhalten.

Der Übergang zur Mittelklasse: Lautsprecher, Polyphonie und weitere Funktionen

Es ist die Regel, dass bei einem Einsteiger-Keyboard ein Lautsprecher eingebaut ist. Sie sind nicht dafür vorgesehen, an eine Box, ein Mischpult oder einen Verstärker angeschlossen zu werden. Damit sind die Einsteigermodelle etwas unflexibel. Mit steigendem Preis erhöht sich tendenziell die Qualität der Lautsprecher und damit auch die Qualität des Klangs. Im Zusammenhang damit ist das Stichwort der Polyphonie zu nennen. Die Polyphonie gibt an, wie viele Stimmen ein Instrument gleichzeitig erzeugen kann. Anfangsgeräte dürfen durchaus eine geringere Polyphonie aufweisen, einen richtig guten Klang erhält man jedoch erst ab 64 bzw. 96 Stimmen. Das oben genannte Yamaha hat beispielsweise nur 48 Stimmen.

Ein mittelklassiges (aber auf jeden Fall hervorragendes) Keyboard ist das Korg PA-600, welches mit 128 Stimmen bereits über einen ausgezeichneten Gesamtsound verfügt. Es enthält 950 Sounds, 360 Styles und 600 User-Style-Speicher für Klänge, Arrangements und Registrationen. Darüber hinaus verfügt es über einen MP3-Player, einen MIDI-Sequenzer und eine professionelle Begleitautomatik. Man erkennt leicht, dass es sich in Technik, Funktion und Ausstattung deutlich von Einsteigermodellen unterscheidet. Für einen detaillierten Blick bitte hier klicken.

Die hochpreisigen Geräte

Das Korg PA-600 ist bereits eine sehr gute Wahl. Die Frage ist nun, inwieweit sich die wirklich teuren Keyboards von diesem bzw. von mittelklassigen unterscheiden. Was können diese noch mehr? In der Regel lautet die Grundregel dabei: Je mehr Geld ein Gerät kostet, desto bessere Qualität ist zu erwarten. Dies bezieht sich etwa auf das Spielgefühl. Die Tasten eines Keyboards bestimmen dieses schließlich wesentlich mit und sollten ein lebendiges Spiel ermöglichen. Wer also ein Board kaufen möchte, sollte dieses auf jeden Fall einmal anspielen. Nur durch das Gefühl, welches beim Spiel erlebt werden kann, kann eine dauerhafte Spielfreude gesichert werden. Weiterhin sollte die Qualität der Lautsprecher und Verstärker steigen und die Bedienung komfortabler werden. Das Korg PA-4X76 Musikant verfügt etwa über ein deutlich besseres Display als das PA-600, außerdem über eine interne 500 GB Festplatte, noch mehr Sounds und Styles und zahlreiche Anschlüsse.


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Fazit: erhebliche Unterschiede und Detailfragen

Das Preisspektrum von Keyboards ist sehr weitreichend. Einige kosten gerade einmal 50 €, während andere 4.000 € kosten können. In diesem Artikel wurden die Geräte in Einsteigermodelle, Mittelklasse-Modelle und hochpreisige Modelle eingeteilt. Dabei ist der Unterschied zwischen den Einsteigermodellen und der Mittelklasse erheblich. Der Unterschied betrifft dabei unter anderem die Klangqualität, die Anzahl und Qualität von Sounds und Effekten generell und die Polyphonie. Die erweiterte Möglichkeit der Einspeicherung (etwa von Registrationen) ist ebenfalls gegeben. Manche Einsteigermodelle besitzen eine Polyphonie von 32 Stimmen, während mittelklassige Geräte in der Regel mit 128 Stimmen aufwarten können. Von einem Gerät der Mittelklasse lassen sich außerdem eine professionelle Begleitautomatik, ein angemessenes Display sowie eine ordentliche Anschlagsdynamik erwarten.

Der Unterschied zwischen mittelklassigen und hochpreisigen Modellen fällt weniger extrem aus und ist auf der Ebene der Qualität angesiedelt. Grundlegend bedeutet dies: Ein höherpreisiges Gerät sollte in der Regel auch qualitativ hochwertiger sein. Dies betrifft insbesondere die Tasten (Stichwort: Anschlagsdynamik), die Lautsprecher, den Bedienkomfort und die generelle Verarbeitung.

Nicht jedes Modell ist dabei gleichermaßen für jeden geeignet. Vielmehr erfordert der Kauf eine Auseinandersetzung damit, welche Anforderungen an ein Gerät gesetzt werden und was man mit diesem erreichen will. Außerdem ist das Probespiel ein wesentlicher Aspekt dieser Auseinandersetzung, dies insbesondere bei mittelklassigen und hochpreisigen Modellen.

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Autor: Moon


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