Warum niemand eingreift und warum OsnaMetal jegliche Autonomie-Bestrebungen Vechtas niemals anerkennen wird, klären wir an anderer Stelle. Zum Album:

Da der soundliche Anspruch in dieser musikalischen Disziplin nicht sonderlich hoch angesetzt ist, erfüllt die Band hier trotz merkwürdiger Tendenzen und irritierender Flanger sicherlich alle Anforderungen. Die „handwerkliche“ Grundlage der Band ist in jedem Fall einwandfrei und eine erste Veröffentlichung wurde ganz offensichtlich fällig.

Aus meiner Sicht befindet sich die Band allerdings noch in einer Art „Orientierungsphase“: Auf der einen Seite haben wir Textzeilen wie „Nackend auf dem Tresen, schlafend auf dem Klo – was du machst, das machst du richtig“ (Track 1„Walter“) und „Mami, halt die Fresse“ (Track 4 „Muttern“), was definitiv ihrem „elitären Dorfrock“ zuzuordnen ist. Schaut man aber auf Tracks wie „Meister“, „FH-Tussi“, etc. haben wir hier sehr interessanten und unkonventionellen „Studentenrock“, mit dem KFZundBand durchaus in einem größeren Rahmen bekannt werden könnten. Im Songwriting deutlich ausgefeilter und tiefgründiger erkennt man hier die eigentliche Stärke der vier Musiker.

Das Album-Cover hingegen beleidigt meine Augen. Die geschmacklose Farbwahl und flegelhafte Gestaltung lässt mir regelrecht die Tränen kommen. Der überdimensionale Strichcode auf der Rückseite des Covers treibt es dabei definitiv auf die Spitze. Oder anders formuliert: Für den Dorfverkauf auf dem Wochenmarkt völlig in Ordnung wird es den internationalen Anforderungen keinesfalls gerecht.

Fazit: KFZundBand zeigen mit „(333 bei) Issos Keilerei“, dass sie in der Lage sind, gute und abwechlungsreiche Musik zu machen, die ins Ohr geht und einfache Kartoffeln zu leckeren PaprikaChips rocken könnte. Mit dem musikalischen Nachfolger des Debuts darf man daher auf eine Schärfung des Band-Profils hoffen. P.S.:Schönen Gruß auch an Geni und Schnuffi.

Anspieltipps: „Meister“, „Liebeslied mit Hörnern“ und „Kleiner Arsch“