Kongh gründete sich im Jahr 2004 und bestand aus 3 Musikern mit klassischer Besetzung (Schlagzeug, Bass, Gitarre & Vocals). Der Bassist Oscar Ryden hat die Band 2010 verlassen, seither arbeiten nur noch die Musiker Tomas Salonen (Schlagzeug) und David Johansson (Gitarre/Bass/Vokals) zusammen.

Der Stil der Musik ist etwas weiter weg vom harschen Sludge mit entsprechend rauen Vocals gekommen und weist nun ruhigere Passagen auf, die stellenweise mit relativem Klargesang versehen sind, der aber manchmal allzu jammernd klingt – vor allem wenn dann auch noch ein Duett versucht wird. Da muss ich ehrlich sagen, dass die aggressiven Sludge-Vocals bissiger und ehrlicher bei mir ankommen.

Dagegen sind die ruhigeren Postrock-artigen, fast schon leicht psychedelischen Passagen besser gelungen und verleihen der Musik Abwechslung. Diese Abwechslung betrifft nicht nur die Dynamik und Stimmung der Musik, sondern auch das stark wechselnde Tempo – so ist hier alles zu finden von Downtempo bis schnelleres Midtempo. Diese Tempowechsel sind gekonnt gestaltet und machen die Musik interessant.

Das Album „Sole Creation“ besteht aus nur 4 Tracks, die aber Längen zwischen 9 und 13 Minuten aufweisen. Die Band nimmt sich die Zeit ihre musikalischen Ideen umzusetzen. Dabei sind Track 1 & 3 etwas härter und 2 & 4 etwas ruhiger und post-rockiger gestaltet.

Insgesamt ist Kongh mit „Sole Creation“ eine interessante und hörenswerte Scheibe gelungen, an denen Fans des Doom, Sludge oder Postrock Gefallen finden werden.

Tracklist:

  • 1. Sole Creation 10:19
  • 2. Tamed Brute 11:54
  • 3. The Portals 09:07
  • 4. Skymning 13:24