Wertung: 6 von 10

„Remember Who You Are“ soll den Nagel wortwörtlich auf den Kopf treffen. Mit der neunten Veröffentlichung der Urgesteine und Mitgründer des Nu Metal wollen Korn wieder an alte, glanzvollen Zeiten anlehnen.


„This album is a reflection of us being a band since 1993,“ sagt Sänger Jonathan Davis. „We worked hard on the previous records, and we experimented a lot. For „Remember Who You Are“, the four of us got together in a small room with the intention of writing an old school Korn record. This album is a perfect mixture of everything we’ve done, and this version of the band is the best ever.“ Große Töne und Versprechungen, die da aus dem Munde des Frontmannes kommen. Das Intro, um der Sache mal auf den Grund zu gehen, erweckt dabei fast schon melancholische Eindrücke, was sich in den folgenden Songs auch teilweise wiederfindet.

Die erste Hitauskopplung „Oildale (Leave Me Alone)“ ist in mäßigem Tempo gehalten, weist einen ruhigen Strophengesang auf, was sich in den gewohnt alten bassbetonten, tiefen Groove-Riffs im Refrain entlädt. Zum lockeren Mitbangen ganz ok.

„Pop A Pill“ geht da schon flotter und pfiffiger zu Werke. „Fear Is A Place To Live“ überzeugt dann noch eine Ecke mehr. Mit coolem Sprechgesang und einem gelungenen Sing-Along Refrain macht Track Nummer vier endlich mal Spaß auf „Korn III – Remember Who You Are“.

„Move On“ ist dann wieder das genaue Gegenteil, langsam schlurft der Song so vor sich hin, ohne auch nur ein interessantes, packendes Detail vorzuweisen. Irgendwie scheinen sich Korn diesmal gern in clean gesungenen, melodischen Heulgesängen zu verlieren…

„Lead The Parade“ bietet danach zum 1. Mal die erhoffte Freakigkeit, und eine Parade von abwechslungsreichen, zwischendurch fast schon jazzartigen Passagen. „Let The Guilt Go“ hat eindeutig Potential zu einem Klassiker und macht einfach nur Spaß. „The Past“ gehört wieder in die Kategorie „Move On“… einfach nur belanglos und anödend. Ein weiteres Highlight ist ohne Zweifel „Never Around“. Hier wird das sentimentale „Rumgeheule“ besser verpackt und kommt mit ordentlich Biss und Aggression rüber! „Are You Ready To Live“ entpuppt sich als eine recht gut gelungene Halbballade mit toller, überzeugender Gesangsleistung. Gänsehaut!! Als letztes schlurft „Holding All These Lies“ leider wenig prickelnd daher. Für einen Abschluss eher schwach gehalten.

Fazit: Ungefähr die Hälfte des Albums bietet Hörgenuss und einigermaßen gelungene, für Korn würdige Nachfolger Songs. Die andere Hälfte dagegen rührt gar nichts. Viel mehr fehlt die erwartete Abgedrehtheit, die schrägen, freakigen Aufs-Maul Songs. „Korn III – Remember Who You Are“ ist ruhiger gehalten und regt ab und an auch zum Nachdenken an. Ob man auf Dauer trotzdem Spaß hat mit diesem Werk, wage ich vorsichtig zu bezweifeln.

Tracklist:

  • 01. Uber-Time
  • 02. Oildale (Leave Me Alone)
  • 03. Pop A Pill
  • 04. Fear Is A Place To Live
  • 05. Move On
  • 06. Lead The Parade
  • 07. Let The Guilt Go
  • 08. The Past
  • 09. Never Around
  • 11. Are You Ready To Live
  • 12. Holding All These Lies

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