Mit „Paradigm Shift“ kehrt dieses Urgestein des Genres, zu dem sie nie gehören wollten, zurück zu alten Wurzeln.

Überraschend frisch und neu wirken die Tracks auf „Paradigm Shift“ in ihrer Aussichtslosigkeit und Aggressivität, in ihrer Hässlichkeit, und wirken doch wie ein Statement gegen den Optimismus in Zeiten von Suppenküchen und dem dazu konträren Leben der Ultrareichen, dem moralischen Gehabe. Zwischen Wohlstandsghettos und urbanen Ruinen angelegt, ist „Paradigm Shift“ kein erhobener Zeigefinger der Moral, dafür ist Jonathan Davis mit seinem typischen Sprechgesang die Stimme der klaren Aussagen.

Die elektronischen Parts sind nahezu inexistent, der Vordergrund ist ganz klar geprägt von Gitarren und Bass, Drums und Gesang. Mit dem Sound besinnen sich Korn auf ihre alten Stärken zurück, das, was sie bekannt gemacht hat und das, was sie am besten konnten, womit sie ein Genre wider Willen etablieren konnten. Es wirkt viel mehr wie eine Weiterentwicklung im Rückblick, da wo Korn aufgehört haben sich treu zu bleiben und den Ausflug in die Popmusik gewagt haben, setzt dieses Album an und es bleibt zu hoffen, sie halten diesen Kurs ein.

Trackliste

  • 01. Prey For Me
  • 02. Love And Meth
  • 03. What We Do
  • 04. Spike In My Veins
  • 05. Mass Hysteria
  • 06. Paranoid And Aroused
  • 07. Never Never
  • 08. Punishment Time
  • 09. Lullaby For A Sadist
  • 10. Victimized
  • 11. It’s All Wrong
  • 12. Wish I Wasn’t Born Today
  • 13. Tell Me What You Want