Auf den ersten Blick ist die Band Kratein noch sehr jung, da sie sich erst letztes Jahr formierte – auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass die Band aus den Mitgliedern von Atras Cineris besteht, zu der noch Metus von Signum:Karg (Vocals) und Frederic von Todtgelichter (Gitarre) hinzugestoßen sind. Also alles Musiker mit einiger Erfahrung, so dass hier nicht das Debüt einer Einsteigerband vorliegt. Die neu zusammengestellten Bandmitglieder prägen und gestalten die Musik, so dass kein gewöhnliches Black Metal-Album herausgekommen ist.

Das Intro führt gleich entsprechend in das Album ein, in dem hier Samples präsentiert werden, die wie eine Collage übereinander und durcheinander angeordnet sind, so dass sie nicht so leicht zu ordnen sind und ein leichtes Gefühl von Verwirrung entsteht. Danach folgen zwei Black Metal-Stücke – aggressiv, zerstörerisch, schnell. Das Ausklingen des dritten Stücks führt direkt in eine ruhigere Passage, zunächst schräg mit dem Sample fallender Wassertropfen, um dann in ein Akustikgitarrenstück überzugehen. Nr. 5 ist im Midtempo gestaltet – zwar sind hier wiederum die härteren black-metalartigen E-Gitarren zu hören, aber auf den Kreischgesang wird hier zugunsten gesprochener Sprache verzichtet, die leise im Hintergrund verschwimmt und so weitgehend unverständlich bleibt. Das Album endet mit einem Black Metal Track, der aber nicht mehr die Aggressivität der beiden anderen Black Metal Stücke erreicht und schließlich auch versöhnlich endet.

Insgesamt ist Kratein ein interessantes, abwechslungsreiches Album weit ab des Black Metal-Einerlei gelungen, das die Zuhörenden sofort in den Bann zieht und sicherlich auch für Fans außerhalb der Black Metal-Community interessant ist.

Tracklist:

  • 01. I
  • 02. II
  • 03. III
  • 04. IV
  • 05. V
  • 06. VI

Anmerkung: Im Album stehen neben den römischen Ziffern die Zahlen in Griechischer Sprache und Schrift.