Mit unserem großen Garten von zirka 300 Quadratmetern sind wir im Laufe der Jahre zu Selbstversorgern geworden. Als wir das Grundstück vor fünf Jahren gekauft hatten, befanden sich bereits mehrere Obstbäume darauf. Zwei Apfelbäume, ein Birnbaum, zwei Zwetschgenbäume und ein Aprikosenbaum sorgen für Obst, das sich für den Winter einlagern, einfrieren und weiterverarbeiten lässt. Ich selbst habe dann noch eine Reihe Johannisbeersträucher sowie eine Reihe Himbeersträucher gepflanzt. Auch ein Walnussbaum befindet sich auf unserem Gartengrundstück, der jedes Jahr zwischen vierzig und fünfzig Kilogramm Nüsse einbringt. Allerdings verschenken wir etliches davon an Verwandte und Freunde, so dass uns ungefähr zwanzig Kilogramm Nüsse pro Saison bleiben.

Ein Selbstversorger Erfahrungsbericht

Da meine Frau selbst Marmelade kocht, geht ein großer Teil der Johannisbeeren und Himbeeren in die Marmeladenherstellung. Äpfel und Birnen werden in Kisten auf Stroh gelagert und halten an einem frostfreien Ort im Keller bis ins Frühjahr. Aprikosen lassen sich besonders gut einfrieren und dann sowohl zum roh essen wie auch für Kuchen und Torten verwenden.

Der Gemüse- und Kräutergarten macht uns von den Supermärkten unabhängig. Schon vor dem ersten Winter hatte ich einen kalten und einen warmen Kasten angelegt, damit auch während der kalten Jahreszeit Salat, Radieschen und frische Kräuter zur Verfügung stand. Dort säe ich auch jedes Frühjahr fast alle Gemüsesorten aus, die vorgezogen werden müssen. Dazu gehören Paprika, Peperoni, Tomaten sowie verschiedene Kohlsorten. Diese Pflänzchen kommen erst nach dem 10. Mai in die vorbereiteten Beete, damit sie sicher vor spätem Frost sind. Wir ziehen jedes Jahr drei verschiedene Sorten von Tomaten, wozu Fleischtomaten, Cherrytomaten und normale Tomaten gehören. Von den normalen Tomaten benötigen wir dreißig Tomatenpflanzen, weil wir sie nicht nur frisch essen, sondern aus ihnen auch Tomatensoße für den Winter einkochen. Was am Ende des Sommers an unverbrauchten Tomaten noch übrigbleibt, fließt in die Ketchup-Produktion ein. Paprika und Peperoni haben einen weit voneinander entfernten Standort im Garten, da sonst auch die Paprika scharf werden können. Auch Paprika lassen sich einfrieren und sie bilden dann die Grundlage von Soßen und anderen Gerichten. Dem Kohl gilt ein großes Augenmerk, denn er bildet eine der Grundlagen der Selbstversorgung. Frühe Weißkohlsorten sowie Rotkraut sichern die Versorgung während des Sommers und des Herbstes. Weißkohl dient der winterlichen Versorgung mit Sauerkraut, das wir Jahr für Jahr in großen Holzbottichen aus Maulbeerbaumholz lagern. Für die Sauerkraut-Produktion benötigt man lediglich geschnittenes Sauerkraut, Salz und Wasser sowie Holz und Steine, um das Kraut unter dem Wasser zu halten. Doch wir ziehen neben Weißkraut und Rotkraut auch Rosenkohl, der nach dem ersten Frost geerntet wird. Auch etwa zwanzig Blumenkohlpflanzen sind Jahr für Jahr dabei und auch dieses Gemüse lässt sich sehr gut einfrieren und sauer einlegen.

Die Kartoffel nimmt viel Platz im Garten weg, denn wir brauchen fünfundvierzig bis fünfzig Pflanzen, um nonstop mit Kartoffeln versorgt zu sein. Auch hier säen wir zeitversetzt verschiedene Sorten aus, um neben Frühkartoffeln auch den Sommer und den ganzen Winter über Kartoffeln zu haben. Wir verbrauchen sehr viel Zwiebeln und Knoblauch, weshalb wir schon im Herbst die ersten Zwiebeln stecken, um das ganze Jahr über Zwiebeln zu haben. Auch die Möhre ist ein sehr wichtiges Gemüse in unserem Garten. Sie wird frisch gegessen, aber sie lässt sich auch hervorragend für den Winter einlagern. Die Möhre wird nicht vorgezogen, sondern sie muss direkt in gut vorbereitete, mit Sand vermischte Erde gesät werden. Für den Winter lagern man die reifen Möhren in großen Kisten, die mit Sand gefüllt sind. Dort bleiben sie bis ins Frühjahr frisch und knackig und sie werden bei Bedarf einfach aus dem Sand gebuddelt.

Spinat und Mangold werden bei uns nicht so gerne gegessen, aber jeden April säen wir etwas davon aus, wo immer Platz ist. Die Bohnen dagegen sind uns für die Ernährung sehr wichtig und Stangenbohnen werden deshalb jedes Jahr gezogen. Sie lassen sich nicht nur frisch verbrauchen, sondern auch hervorragend einfrieren, so dass wir über den Winter mit grünen Bohnen versorgt sind. Bei den Stangenbohnen, die zwischen Mai und Juni direkt ausgesät werden, ziehen wir auch das dazugehörige, einjährige Bohnenkraut.

In der Nähe des Zaunes ranken sich Jahr für Jahr unsere Gurkenpflanzen, die uns mit frischen Salatgurken versorgen. Wir züchten aber auch Cornichons, die sauer eingelegt werden und zusammen mit Blumenkohlröschen, etwas Weißkraut und Karottenscheiben für Mixed Pickles verwendet werden.

Eine Ecke des Gartens ist auch den Zucchini und den Kürbissen vorbehalten. Der Hokkaidokürbis wird von der ganzen Familie gerne gegessen und dieser Kürbis lagert im Winter ebenfalls im Keller.

Unsere einjährigen und mehrjährigen Kräuter bereichern das ganze Jahr über die Mahlzeiten. Wir ziehen glatte Petersilie, Thymian, Oregano, Pimpinelle und viele weitere Kräutersorten. Natürlich gibt es in unserem Garten auch Blumen. Da wir keine Freunde von Tulpen und dergleichen sind, säen wir jedes Jahr Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Sonnenblumen aus. Ringelblumen und Kapuzinerkresse sehen nicht nur hübsch aus, sondern sie sind auch essbar. Echinazea ziehen wir vor und pflanzen sie dann zwischen den Gemüsebeeten aus.

Schon im ersten Jahr haben wir uns einen Komposthaufen gebaut, der uns mit frischer, schwarzer Erde versorgt. Am Komposthaufen wächst auch die Brennessel, die wir für selbst angesetzte Brennesselbrühe verwenden. Mit dieser gießen wir von Blattläusen befallene Pflanzen, denn Gift kommt nicht in unseren Garten. Das Auftreten von Ungeziefer und Krankheiten lässt sich durch Mischbeete sehr gut vermeiden. Manche Pflanzen vertragen sich nicht und sollten deswegen nicht beieinander stehen. So vertreibt zum Beispiel die Zwiebel die Karottenfliege und der Salbei steht beim Kohl. Natürlich macht ein großer Garten eine Menge Arbeit, aber er erspart auch viel Geld.

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Hochbeete

Wer in der Vergangenheit von Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit geplagt war, sollte sich vielleicht einmal näher mit Hochbeeten befassen: Diese sind nämlich so angelegt, dass die Gartenarbeit besonders komfortabel im Stehen verrichtet werden kann und Bücken überflüssig wird. Darüber hinaus bieten Hochbeete auch im Hinblick auf das Pflanzenwachstum einige Vorteile: Gemüse wird schneller reif und deutlich aromatischer. Höchste Zeit also, sich Gedanken um das Anlegen eines Hochbeets im eigenen Garten zu machen!

Die vielen Vorteile von Hochbeeten effektiv nutzen

Nicht nur lässt sich Gemüse sehr bequem im Hochbeet anpflanzen, auch das Gedeihen erfolgt schneller – somit vergeht weniger Zeit bis zur Ernte und man kann Zucchini, Tomaten & Co. bereits früher genießen. Der Grund dafür ist simpel: Die Bodentemperatur ist in einem Hochbeet deutlich höher als im echten Boden, gleichzeitig befinden sich in der Erde optimale Nährstoffe, die somit beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Anbau mit sich bringen.

Wer selbst Hochbeete in seinem Garten anlegen möchte, sollte dennoch auf einiges achten. Zunächst ist es sehr wichtig, wann man das Beet anlegt: Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst lassen sich Hochbeete gut aufbauen. Als Erstes hebt man den Boden zwischen 20 und 30 Zentimetern tief aus. Allerdings darf das Beet hier nicht zu breit sein, so dass man weiterhin von allen Seiten gut herankommen und auch die Mitte bearbeiten kann. Ein durchschnittlich großes Hochbeet weist eine Breite von etwa 120 cm und eine Höhe von rund 70 bis 80 cm auf.

Auch die Ausrichtung muss beachtet werden. Optimalerweise werden Hochbeete in einer Nord-Süd-Ausrichtung errichtet – auf diese Weise lässt sich das Sonnenlicht maximal ausnutzen. Die typische Form eines Hochbeets ist rechteckig oder auch quadratisch, um das Beet selbst befindet sich noch eine Einfassung aus Holt, Beton, Blech, Kunststoff oder auch aus Stein. Damit Schädlinge wie Schnecken oder Wühlmäuse keine Chance haben, an das leckere Gemüse heranzukommen, schützt man seine Hochbeete am besten mit sehr feinem Maschendraht, den man direkt unter der ersten Schicht verlegt.

Prinzipiell setzen sich Hochbeete aus drei Schichten zusammen. In der ersten Schnit befinden sich grober Baum- und Strauchschnitt. Sie ist für eine bestmögliche Belüftung der zweiten Schicht – von unten her – da, diese kann sich dadurch auch besser zersetzen. Um ein Durchrieseln der nachfolgenden Schichten zu verhindern, bringt man Rasensonden auf, bei denen man das Gras nach oben hin platziert und diese wiederum fest andrückt.

Die zweite Schicht setzt sich aus gehäckseltem Strauchschnitt sowie aus Laub und weiteren Grünabfällen zusammen. Danach folgt die dritte Schicht, die meist aus Blumen- bzw. Gartenerde besteht. Abhängig davon, wie hoch die Beete angelegt werden, müssen auch die Dicke bzw. die Höhe der einzelnen Schichten entsprechend festgelegt werden.

Hochbeete richtig bepflanzen – so geht’s

Soll das Kultivieren von Pflanzen in Hochbeeten möglicht erfolgreich verlaufen, müssen einige wichtige Details beachtet werden. Als Erstes gilt es hier zu überlegen, was der eigentliche Zweck des Beets sein soll. Wenn es sich um ein reines Beet mit Zierpflanzen handeln soll, das vor allem optisch ein Blickfang sein soll, müssen auch die Pflanzen dementsprechend ausgewählt werden.

Bei einem reinen Blumenbeet muss deutlich weniger beachtet werden als vergleichsweise bei einem Beet, in dem man Gemüse kultivieren möchte – dies gestaltet sich in der Regel deutlich schwieriger. Weil im Boden eine hohe Konzentration an Nährstoffen herrscht, sollte man im ersten Jahr vor allem Pflanzen anbauen, die sich durch einen hohen Nährstoffbedarf auszeichnen. Optimal eignen sich hier beispielsweise Sorten wie Gurken, Tomaten, Zucchini, Kohl, Sellerie und Lauch.

Wichtig: Die Mischkultur spielt eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Anbau. Damit sind Pflanzen gemeint, welche sich gegenseitig gut ergänzen bzw. die sich über der Erde und auch darunter gut vertragen.

Weil es ein hohes Nährstoffangebot gibt, lässt sich Gemüse theoretisch bis in den Winter hinein ohne große Probleme anpflanzen. Sorten wie Lauch, Spinat, Rosenkohl, Wirsing oder auch Grünkohl können bis in den Januar hinein abgeerntet werden. Gemüse, das sich noch weiter im Beet befindet, sollte dann jedoch vor Frost geschützt werden. Am einfachsten geschieht dies mit einem speziellen Pflanzenvlies oder auch mit einer Decke aus dichtem Laub. Ein praktischer Nebeneffekt: Auch Knollen und Zwiebeln, die sich noch unter der Erde befinden und erst einige Monate später austreiben, werden dadurch vor der zerstörenden Kälte bewahrt. Prinzipiell eignet sich der Winter als eine recht gute Zeit, schon die Bepflanzung für das Frühjahr zu planen bzw. um zu entscheiden, welche Kombinationen sich gut ergänzen.

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Gewächshäuser

Gewächshäuser galten noch bis vor einigen Jahren als bieder und spießig – mittlerweile jedoch liegen sie sogar regelrecht im Trend. Eine grüne Oase im eigenen Garten, in der man exotische Pflanzen, leckeres Obst oder aromatisches Gemüse heranzieht, ist für immer mehr Menschen ein kleiner Traum. Dennoch sollte auf einige geachtet werden, was den Anbau und den Aufbau betrifft.

Gewächshäuser – mehr als nur Frühbeete

Die typischen Gewächshäuser der 1970er-jahre waren begehbare Frühbeete. Sie waren vor allem dazu da, die Familie mit Gemüse und Salat zu versorgen. Manchmal wurden auch Sorten wie Zucchini oder Paprika mitten im Tomaten-Gewächshaus angepflanzt, allerdings war dies noch eher die Ausnahme. Heute sind Gewächshäuser in immer mehr Gärten, selbst in kleineren, ersichtlich. Stolz kultivieren Hobbygärtner dort Pflanzen, die ohne die warme Umgebung kaum in unseren Klimazonen gedeihen könnten.
Aus diesem Grund liegen tropische und andere exotische Pflanzen besonders im Fokus: Zitrusfrüchte, Palmen, Oliven, Orchideen oder Jasmin sehen nicht nur schön aus, sondern bringen auch unterschiedliche Nutzen mit sich. Ob im edlen Englischen Gewächshaus oder in einem modernen, schlichten Pavillon aus Glas – es gibt verschiedene Arten an Gewächshäusern, aus denen man wählen kann. Welches das richtige Modell ist, entscheidet sich in der Regel nach den Pflanzen, die man darin anbauen möchte.

Die vielen Möglichkeiten zur Nutzung eines Gewächshauses

Ganz egal, ob scharfe Chilischoten, mediterrane Kräuter oder duftende Blüten – in Gewächshäusern hat man viele Möglichkeiten, Pflanzen kennenzulernen, die man sonst hierzulande kaum in Gärten erblicken kann. Selbst Früchte wie Papayas, Maulbeeren oder Mangos lassen sich dort mit entsprechender Pflege kultivieren – und natürlich Gästen mit Stolz präsentieren. Gleichzeitig sind Gewächshäuser für viele Hobbygärtner eine schöne Freizeitbeschäftigung: Darin lässt es sich nach Herzenslust säen, pikieren, jäten und pflanzen, ganz wie man möchte.

Das Gewächshaus – auch optisch ein Blickfang

Man sollte bei Gewächshäusern allerdings nicht ausschließlich auf deren Funktion achten. Es versteht sich von selbst, dass ein hochwertiges Gewächshaus, das sich gut in den Stil des Gartens integriert, ein schöner Blickfang sein kann. Mit einem Springbrunnen, einer Hängematte oder sogar mit einer gemütlichen Sitzgruppe ausgestattet wird dieser Ort zu einem Platz, an dem man sich gerne aufhält oder auch seine Gäste empfängt – und ein Gefühl wie im Urlaub genießen kann, besonders wenn Zitrusfrüchte oder Palmen darin gedeihen. Selbstverständlich besitzen solche Gewächshäuser auch eine entsprechende Ausstattung und verfügen unter anderem über eine automatische Belüftung, eine gute Bewässerung sowie über eine individuell regulierbare Beschattung, damit man sich darin zu jeder Jahreszeit wohlfühlen kann.

Tipps für die Aussaat im Gewächshaus

Genau wie auch im Freiland muss der Boden in einem Gewächshaus zunächst genau geprüft werden, bevor man die Samen aussät. Zunächst entfernt man dafür jegliches Unkraut und lockert den Boden anschließend auf, auch das Einarbeiten von Komposterde macht Sinn. Idealerweise sollte die Erde luftig, locker, keimfrei und reich an Nährstoffen sein, damit die Pflanzen optimal wachsen können.

Ein guter Tipp: Keimfreie Erde für das Gewächshaus lässt sich auch recht einfach selbst anmischen. Dafür wird abgelagerter Kompost zuerst feingesiebt. Danach füllt man die Erde in einen alten Kochtopf und lässt diesen mit geschlossenem Deckel für etwa eine halbe Stunde bei 120 °C im Backofen. Die anschließend abgekühlte Erde wird nun mit feinem Sand vermischt und zusätzlich mit Tonerde angereichert, um die Speicherfähigkeit von Wasser zu erhöhen. Auch Lehm kann alternativ dazu beigemischt werden. Nun muss die keimfreie Erde nur noch mit Wasser befeuchtet werden und lässt sich anschließend nach Belieben im Gewächshaus nutzen.

Natürlich gedeihen nicht alle Pflanzen gleich gut in einem Gewächshaus. So spielen vor allem die Größe des Gewächshauses und der persönliche Geschmack eine wichtige Rolle. Zu den beliebtesten Gemüsesorten zählen unter anderem Tomaten, Zucchini, Paprika, diverse Kohlsorten und Radieschen. Bei den Früchten liegen beispielsweise Erdbeeren oder Himbeeren hoch im Kurs.

Und: Selbst, wenn sich laut Packungsangabe ein Pflanzensamen optimal für die Zucht im Gewächshaus eignet, so müssen die Pflegebedürfnisse jeder einzelnen Pflanze genau beachtet werden. Ein Beispiel sind Tomaten, die vor allem Feuchtigkeit und Wärme im Bereich ihrer Wurzeln brauchen, damit sie gut gedeihen können. Sie vertragen die Feuchtigkeit allerdings nicht an den Stängeln, den Früchten und den Blättern. Bei Gurken dagegen sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine warme Umgebungsluft ideal zum Wachsen. Diesen Samen macht die Feuchtigkeit selbst an den Stängeln und der Frucht nichts aus.

Um einen Hitzestau und damit auch ein schnelleres Faulen zu vermeiden, ist eine gute und regelmäßige Belüftung jedoch das Wichtigste in einem Gewächshaus.

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Zucchini

In den letzten Jahren sind Zucchini zu einer der beliebtesten Gemüsesorten überhaupt geworden. Das ist im Grunde auch kein Wunder: Sie sind einfach heranzuzüchten, wachsen schnell und haben keine großen Ansprüche – nicht zuletzt lassen sie sich sehr vielseitig verwenden. Ganz egal, ob gekocht, gegrillt, gebacken oder auch roh lassen sich Zucchini in der Küche verwenden. Um eine möglichst gute Ernte zu erhalten, ist es jedoch wichtig, worauf man achten muss.

Wissenswertes über die Zucchini

Zucchini sind eine Untergattung der Gartenkürbisse. Wie der Name bereits verrät, stammen sie aus dem mediterranen Raum: “Zucchini” bedeutet aus dem Italienischen übersetzt so viel wie “kleine Kürbisse”. Sie sind in den verschiedensten Farben und Formen erhältlich. Am beliebtesten sind Zucchinis, die optisch Gurken ähneln, allerdings gibt es auch noch Arten, die eher rund sind und einen anderen Geschmack besitzen. Neben der normalen grünen Zucchini können somit auch gelbliche oder gar gestreifte Varianten angebaut werden.
Ob gebraten, gekocht oder auch im Salat – Zucchini lassen sich vielseitig nutzen. Und selbst die Blüten sind frittiert ein Genuss, was hierzulande jedoch noch ein absoluter Geheimtipp ist.

Tipps für den Anbau der Zucchini

Am besten gedeiht die Zucchini an einem windgeschützten, sonnenverwöhnten Standort mit einem nährstoffreichen und lockeren Boden. Bei diesem ist es wichtig, dass er ausreichend mit Kompost versorgt wird.
Die Aussaat erfolgt in der Regel im Mai, sobald die Frosttage enden. Zucchini lassen sich problemlos im Freiland einpflanzen, dafür werden die Samen – welche inzwischen in jedem Gartenfachmarkt erhältlich sind – einfach in den Boden eingesetzt. Beachtet werden muss hierbei allerdings, dass man nicht zu viele Pflanzen heranzüchtet: In der Regel reichen zwei Pflanzen vollkommen, um eine vierköpfige Familie zu versorgen. Auch der Platzbedarf sollte nicht unterschätzt werden, denn Zucchinipflanzen wuchern im Boden meist gewaltig aus. Ein guter Tipp: Am besten pflanzt man Zucchini in der Nähe von Stangenbohnen. So wird der verfügbare Platz im Garten bestmöglich genutzt. Für den Fall, dass mehrere Pflanzen aufkeimen, verwendet man idealerweise ausschließlich die stärkeren Triebe als Gemüsepflanze und lässt die anderen weg. Ein Abstand von mindestens 70 Zentimetern zu Nachbarpflanzen wird unbedingt empfohlen.

Zucchini vertragen normalerweise recht viel Dünger – deshalb ist eine intensive Versorgung mit Jauche, Kuhdung-Pellets oder auch mit Kompost kein Problem. Das Wachstum wird dadurch deutlich verstärkt. Darüber hinaus kann außerdem mineralischer Dünger verwendet werden. Weil Schnecken das Gemüse bekanntlich lieben, ist Schneckenkorn ebenfalls hilfreich für ein gesundes Gedeihen ohne Schädlinge.
Ein feuchter Boden ist für Zucchini ebenfalls sehr wichtig – hierfür lässt sich leicht erwärmtes Regenwasser bzw. länger abgestandenes Leitungswasser gut verwenden. Schädlicher Mehltau wird dadurch effektiv vermieden.

Generell bilden sich bei der Zucchini in erster Linie männliche Blüten aus, erst danach sprießen weibliche Blüten – und danach folgen die Früchte. Wenn diese groß genug für die Ernte sind – etwa ab einer Länge von zwanzig Zentimetern – lassen sie sich recht einfach mit einem Messer von der Pflanze abtrennen.

Im Normalfall können die ersten Früchte schon nach sechs bis acht Wochen abgeerntet werden. Es ist kein Problem, wenn diese bei der Ernte noch kleiner sind, denn dann besitzen sie einen feineren Geschmack. Eine Länge zwischen 15 und 20 Zentimetern ist optimal. Falls die Früchte noch weiter ausreifen, wird der Geschmack eher holzig und wässerig. Erntet man die Zucchini zügiger ab, treibt die Pflanze meist schnell weitere Blüten aus, die dann wiederum neue Früchte mit sich bringen. Abgeerntete Zucchini lassen sich etwa 14 Tage lang aufbewahren, dabei sollten sie trocken gelagert werden. Die Umgebungstemperatur darf nicht unter 10 °C fallen, da sonst ein bitterer Geschmack die Folge sein kann.

Geeignete Sorten für den Anbau von Zucchini

Einige Zucchinisorten eignen sich besonders gut für den Anbau im eigenen Garten, wie im Folgenden erläutert wird.

– Goldrausch: Diese leuchtend gelbe Zucchini zeichnet sich durch eine längliche Form aus und reift in etwa 50 Tagen heran
– Bianco di Trieste: Die hellgrüne, weißliche Zucchini besitzt ein feines, intensives Aroma und reift in rund 45 bis 50 Tagen heran
– Cue Ball F1: Mit ihrer kurzen Entwicklungsphase von lediglich 35 Tagen und ihrer hellgrünen Farbe sticht diese Zucchinisorte deutlich hervor.
– Black Forest F1: Diese Zucchini eignet sich optimal für kleine Gärten, da sie ranken und klettern kann. Die Früchte sind klein und dunkelgrün.
– Tondo chiara di Toscana: Ein Klassiker mit hellgrünen, gesprenkelten Zucchini, die buschig wachsen und sich auch für den Anbau in Töpfen gut eignen.

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Tomatensorten – Eigenschaften und Verwendung

Sie sind rot, schwarz-rot, violett, gelb, weiß, grün, orange oder mehrfarbig. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen. Sie können rund, birnenförmig, flach, oval oder gefurcht sein. Manche sind nur knapp größer als eine Johannisbeere. Andere sind klein und rund wie eine Kirsche. Im Gegenzug existieren auch riesige Exemplare, die ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm erreichen können. Am Sortennamen lässt sich oft schon das Aussehen, die Herkunft oder die Geschichte ableiten.

Mit mehr als 2.500 Tomatensorten, die weltweit verbreitet sind, ist die Vielfalt dieser Früchte nahezu unüberschaubar. Bei der Auswahl und Zucht von Tomaten wird vor allem auf die Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen geachtet. Auch Schnittfestigkeit und Lagerfähigkeit spielen eine wichtige Rolle. Am besten geeignet sind alte Sorten, da sie besonders robust sind und ihre Samen sich gut für den Selbstanbau eignen.

Tomatensorten und ihre Eigenschaften

Je nach Größe, Farbe und Wuchs werden die Früchte in verschiedene Gruppen eingeteilt. Zu der einen Gruppe gehören Stabtomaten, die nahezu unbegrenzt wachsen und daher mit Stöcken oder Spalieren gestützt werden. Strauchtomaten sind unempfindlicher gegenüber typischen Tomatenkrankheiten und daher besonders für Selbstversorger mit eigenem Garten geeignet. Die rundlichen und leicht gerippten Fleischtomaten können bis zu einem Kilogramm schwer werden und eignen sich besonders für Suppen und Soßen. Typische Vertreter sind die Berner Rose und die Gelbe Paprika.

Die Sorten Roma, Cigalon und San Marzano gehören zu den Eiertomaten, die ein Gewicht von bis zu 60 Gramm erreichen und sehr intensiv schmecken. Vor allem die Kirsch- oder Cocktailtomaten sind aufgrund ihrer Süße und ihrer geringen Größe zum Naschen ideal. Mit einem Gewicht von höchstens 40 Gramm gehören sie zu den kleinsten Tomaten der Welt. Es gibt sie in rot, gelb oder grün, einfarbig oder gestreift. Bekannte Sorten sind Evita, Gelbe Mirabelle und Bistro.

Um die passenden Tomatensorten zu finden, muss der Gärtner Erfahrung sammeln. Wenn genug Platz vorhanden ist, können zum Beispiel vier bis fünf verschiedene Sorten ausprobiert werden. Hilfe bringt auch der Austausch mit anderen Hobbygärtnern.

Strauchtomaten – perfekt für Selbstversorger

Busch- oder Strauchtomaten sind weniger empfindlich als andere Sorten und erkranken seltener an Braun- und Krautfäule, bringen dafür aber geringere Erträge. Die Pflanze wächst buschig, mehrtriebig und wird nicht ausgegeizt. Der tragfähige Stängel kommt auch ohne Befestigung aus. Der Pflanzabstand sollte mindestens 60 Zentimeter betragen, so dass die Pflanzen nach einem Regen gut abtrocknen können.

Tomaten sind Starkzehrer und brauchen viel Wasser und Nährstoffe. Beim Gießen sollten nach Möglichkeit Blätter und Stängel nicht benetzt werden. Kranke Teile gehören von der Pflanze entfernt. Bei Kübelhaltung ist darauf zu achten, dass im Untersetzer kein Wasser steht.

Blüten, die nach Mitte August gebildet werden, reifen nicht mehr rechtzeitig zu genießbaren Tomaten heran und werden daher ausgebrochen, damit die Pflanze ihre Kraft in die anderen Früchte stecken kann.

Strauchtomaten erreichen, im Gegensatz zu anderen Sorten, eine eher geringe Größe, müssen daher nicht beschnitten oder gekappt werden und eignen sich hervorragend für den Balkon- oder Terrassenanbau. Mit einer Haltung im Kübel können sie gut umgehen. Falls es für längere Zeit schlechtes Wetter gibt, können sie auch ins Haus gestellt werden.

Die Vielfalt der Buschtomaten ist beeindruckend. Je nach Form, Farbe, Größe, Geschmack und Schalendicke werden sie den einzelnen Sorten zugeordnet. Auch der innere Aufbau, die Anzahl der Kammern, das Pflanzenwachstum, die Blütenart und der Reifezeitpunkt sind wichtig für die Einordnung.

Beet- und Kübelhaltung

Strauchtomaten gedeihen gut im Topf, sollten aber, falls vorhanden, ins Beet gepflanzt werden, da die Wurzeln dadurch mehr Platz haben. Mit Grow-Bags lässt sich die Gefahr von Pilz- und Schädlingsbefall minimieren. Um bei Topfbepflanzung optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte das Pflanzgefäß einer erwachsenen Pflanze mindestens 20 Zentimeter breit und hoch sein. Als Nährboden ist Kompost gemischt mit etwas Anzuchtdünger gut geeignet. Es kann auch spezielle Tomatenerde verwendet werden. Die Pflanzen brauchen viel Wasser. Sobald die ersten Früchte reifen, sollte erneut gedüngt werden. Dafür kann Tomatendünger oder Seegras-Extrakt verwendet werden. In der Regel wird bei dieser Tomatensorte die ganze Traube geerntet, weshalb auf gleichmäßige Reifung zu achten ist. Bekannte Sorten sind Hoffmanns Renita, Patio und Kremser Perle.

Tomatensorten und ihre Verwendung

Die Sorten Odessa, Santiam und Golden Plum sind gut für Suppen geeignet. Zur Zubereitung für Salate werden Victory, Green Zebra und Coeur de Boeuf empfohlen. Die perfekten Sorten zum Einmachen sind Evergreen, Roma und Opalska. Wer am liebsten direkt vom Strauch nascht, sollte die Cocktailtomate Vesennij Mieurinskij anbauen. Die Früchte haben einen Durchmesser von etwa vier Zentimeter und sind herrlich süß.

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Salatgurken begeistern immer mehr Selbstversorger

Kulinarisch gesehen ist die Salatgurke ein regelrechter Tausendsassa. Sie lässt sich einlegen, überbacken und füllen, zu, und in Salaten verarbeiten, sie ist das Toping im bayerischen Kartoffelsalat und bietet sich obendrein auch als leckeres Schmorgericht an, wenn sie z.B. in Begleitung eines Rinderfilets auf den Teller kommt. Und als Bestandteil einer spritzigen Frühlingsbowle konkurriert ihr Geschmack sogar mit Champagner. Da kommt man schnell zur Frage “Gurke ist gleich Gurke?” Die Antwort ist ein entschiedenes Nein und das entdecken auch immer mehr Selbstversorger, die über den Anbau dieser Gemüseart zu Hause oder im Schrebergarten nachdenken. Salatgurken werden übrigens der Familie der Kürbisgewächse zugeordnet. Ihr wissenschaftlicher Name: Cucumis sativus.

Wissenswerte Merkmale der Salatgurke

Die einjährig, niederliegend und kletternd wachsende Pflanze wird im Wesentlichen in zwei Sortengruppen eingeteilt: Salat- oder Schlangengurke sowie die Einlege- oder Gewürzgurke. Der Unterschied liegt also in der unterschiedlichen Nutzung des Gemüses, wobei die Salatgurke i.d.R. roh verzehrt wird. In der Reihe der Zuchtgurken kann die Pflanze bis zu vier Meter lang werden, andere wachsen wesentlich gedrungener und kompakter auf. Von Züchtern wird das Saatgut der männlichen Blüten über die Behandlung mit Silber-Ionen angeregt.

Als Ursprungsland der Salatgurke gilt Indien, von wo aus sie sich über alle warmen Gebiete der Erde ausbreitete. Die ältesten Erwähnungen stammen aus der Zeit um 1500 v.Chr., die Römer schätzten das Kürbisgewächs ebenso wie Kaiser Tiberius. Und die Importgrößen für Deutschland aus dem Jahre 2010 bestätigen die Beliebheit mit rund 500.000 Tonnen deutlich. Als Lieferanten gelten Spanien, die Niederlande (Spitzenreiter mit rund 249.000 Tonnen), Griechenland, Belgien, die Türkei und Österreich. Die Gesamternte weltweit beläuft sich auf durchschnittlich stattliche 44 Millionen Tonnen! Selbst der Anbau in Nordeuropa ist möglich, da die Gurke als extrem kältetolerant gilt.

Gewächshaus-Gurken haben ideale Wachstumsbedingungen

Die enorme Nachfrage nach Salatgurken kann nur mit der Anpflanzung, Aufzucht und Ernte in modernen Gewächshäusern befriedigt werden. Mittlerweile hat sich China als weltweit größter Produzent etabliert, gefolgt vom Iran, der Türkei und Russland. Um auch die Wünsche und Vorstellungen der Verbraucher hinsichtlich Wuchs und Qualität sicherzustellen, verfügen die Zuchtbetriebe über zusätzliche Beleuchtungseinrichtungen, ideale Schatten- und Belüftungs- und ausgeklügelte CO2-Anreicherungssysteme. Das Ergebnis sind Gurken mit zumeist makellosem Aussehen, schlankem Wuchs und dünner Schale. Die bevorzugten Anbausorten:

Telegraph (Europa)
Petita F1 (Europa)
Superator (Europa) sowie
Hayat (Asien)

Alle genannten Sorten können von den Produzenten bis zu drei Mal jährlich geerntet und angeboten werden. Ein Blick auf die Nährwertstoff-Liste zeigt für je 100 Gramm rohe Gurke folgende Zusammensetzung (Durchschnittswerte):

Brennwert: 65 kJ (15 kcal)
Wasseranteil: 95,23 g
Eiweiß: 0,65 g
Kohlenhydrate: 3,63 g / davon
– Zucker: 1,67 g und
– Ballaststoffe: 0,5 g, sowie
Fettanteil: 0,11 g

Auf die Ansprüche der Verbraucher reagierte die Europäische Union 1988 mit der s.g. Gurkenverordnung, berühmt auch unter der Bezeichnung “Gurkenkrümmungsverordnung”. Danach durften Gurken der Handelsklasse “Extra” lediglich eine Krümmung von maximal zehn Millimetern auf einer Gurkenlänge von zehn Zentimetern aufweisen. 2009 wurde die Verordnung durch die EU zwar wieder außer Kraft gesetzt. Bei nahezu allen Großhändlern gelten die ehemaligen Zahlen aber weiterhin als Qualitätsnorm, wie sie von den Kunden nach wie vor erwartet wird.

Lohnt sich der Eigenanbau von Salatgurken?

In den meisten Ratgebern wird diese Frage mit Ja beantwortet, sofern man die Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte beachtet. Pflanzen lassen sich Gurkensorten wie Amber, Arola, Bella F1, Dorina oder Excelsior F1. An warmen, windgeschützten Plätzen gesäht werden sollte vor allem widerstandsfähiges, krankheitsresitentes, weibliches und bitterarmes Saatgut. Auf die Aussaat verzichten sollte man allerdings bei schweren, kalten Böden oder leichten Sandböden mit einem geringen Humusanteil.

Gut beraten sind Selbstversorger mit dem Hinweis, den Boden stets gleichmäßig feucht zu halten, Staunässe aber unbedingt zu vermeiden. Geschützt werden kann das Saatgut mit Gartenvlies oder Schlitzfolien. Der richtige Zeitpunkt für die Anzucht ist idealerweise Anfang Mai, ein Rankgerüst aus Maschendraht erleichtert die Pflege und Ernte ungemein. Für das Wässern sollte statt kaltem Leitungswasser besser Regenwasser aus der Tonne eingesetzt werden. Stein- oder Knochenmehl unterstützen das Wachstum, auf das in Mineraldünger enthaltene Salz reagieren die jungen Pflanzen hingegen ausgesprochen empfindlich. Zur Bodenvorbereitung im Herbst ist Stallmist ein idealer Begleiter, da Gurken mit sich selbst aber als unverträglich gelten, sollte die erneute Aussaat an der gleichen Stelle erst mit einer Pause von vier Jahren wieder ins Auge gefasst werden.

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Der Weg zum eigenen Kräuterbeet

Kräuter sind faszinierende Alleskönner – ob als Verfeinerung im Essen, als duftender Badezusatz oder heilender Tee. Seit vielen Jahrhunderten haben Kräuter einen festen Platz in der Küche. Was in Klostergärten Tradition ist, lebt in Privathaushalten wieder auf: Der eigene Kräuteranbau. Egal ob ein großer, sonniger Garten hinter dem Haus wartet oder nur eine Fensterbank mit ein paar Töpfen bestückt werden kann – Kräuter sind kinderleicht zu ziehen und mit ein paar Tipps auch einfach zu pflegen.

Einjährig oder mehrjährig?

Zunächst unterscheidet man einjährige, zweijährige und mehrjährige Kräuter. Während einjährige Kräuter nach dem Ausbilden von Blättern, Trieben, Blüten und Samen nach einem Jahr absterben und entfernt werden müssen, durchlaufen zweijährige Kräuter diesen Prozess langsamer. Im ersten Jahr bilden sich Blätter und Triebe aus und erst im zweiten Jahr folgen Blüten und Samen. Mehrjährige Pflanzen hingegen liefern Jahr für Jahr Ernte und wachsen stetig weiter.

Der Boden

Je nach Bedürfnis der Pflanze sollte der Boden entweder sandig, humos oder lehmig sein. Welche Erde vorhanden ist, lässt sich über einen einfachen Test herausfinden. Kann man aus einer Hand voll Erde eine feste Rolle formen, die nicht wieder auseinander fällt, handelt es sich um Lehm- bzw. Tonboden. Humoser Boden ist vorhanden, wenn man eine lockere Kugel formen kann, welche nicht ganz so fest hält wie die Lehmrolle. Sandiger Boden ist daran zu erkennen, dass sich aus dem krümeligen Untergrund rein gar nichts formen lässt: Die Erde fällt direkt wieder auseinander. Dieser Boden ist dann auch sehr durchlässig.

Der Standort

Die meisten Kräuter wenden ihr Gesicht gerne der Sonne zu. So gedeihen mediterrane Gewürze wie Thymian, Rosmarin und Lavendel nur an einem sehr sonnigen Standort. Dort können sie auch ihr Aroma am besten entfalten. Aber auch für halbschattige oder schattige Plätzchen findet sich jede Menge Kraut. So mögen Bärlauch, Meerrettich und Pfefferminze es dunkel, Zitronenmelisse und Schnittlauch wachsen im Halbschatten gut heran.

Die Verwendung

Sind die Kräuter erst einmal geerntet, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So können sie zum Beispiel aufgehängt und getrocknet werden. Anschließend zerbröselt bewahrt man sie in luftdichten Dosen auf und hat jeder Zeit leckeren, selbstgemachten Tee im Haus. Hierfür eignen sich neben den bekannten Sorten wie Pfefferminze oder Zitronenmelisse auch Heilkräuter wie Spitzwegerich, der schleimlösend wirkt sowie Frauenmantel, der bei Menstruationsbeschwerden hilft.

Badezusätze lassen sich ebenso herstellen wie Kräuterliköre und -essige. Frische Kräuter lassen sich übrigens gut mit Wasser zusammen in Eiswürfelformen einfrieren – so hat man auch in kräuterarmen Zeiten frisches Aroma für’s Lieblingsessen.

Je nach Standort, Boden und Verwendungszweck bietet sich also eine Vielzahl an Kräutern, die zum Experimentieren und Genießen einlädt. Über viel Sonne freuen sich neben den oben genannten mediterranen Vertretern auch andere beliebte Pflanzen wie Basilikum, Dill und Fenchel, Kamille und Kapuzinerkresse. Gartenkresse, Ringelblume und Petersilie akzeptieren gut und gerne halbschattige Beete; ebenso Lorbeer, Rainfarn und Brennnessel. Letztere ist nämlich weit mehr als piksendes Unkraut – in ihrem Geschmack ähnelt sie als Suppe oder Salat verzehrt dem Spinat, als Tee wirkt sie entwässernd. Für den perfekten Start stellen wir hier nun noch jeweils einen Vertreter der ein-, zwei- und mehrjährigen Pflänzchen vor.

Kamille – wohltuende Heilpflanze

Die einjährige Kamille ist ein sehr traditionsreiches Kraut. Mit ihren gelbweißen Korbblüten sehen Kamillenpflanzen aus wie zu groß geratene Gänseblümchen, sind aber an ihren charakteristischen Blättern gut zu identifizieren. Sie bevorzugen trockenen, nährstoffarmen Boden und werden am besten im Spätsommer direkt ins Beet gesät. Der Samen darf nur leicht mit Erde bedeckt werden, da es sich um Lichtkeimer handelt. Ein Tee aus Kamillenblüten entspannt, hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und Erkältung.

Petersilie – der Küchenstandard

Die Petersilie wird in deutschen Küchen sehr gerne eingesetzt. Ob mit krausen oder glatten Blättern – sie verleiht Salaten, Suppen und Kartoffelgerichten den letzten Schliff. Petersilie benötigt humosen, nährstoffreichen Boden und bildet im zweiten Standjahr gelbe Doldenblüten aus. Sie lässt sich bereits ab Ende April ins Freie setzen und sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Petersilie freut sich über sonnige ebenso wie über halbschattige Orte.

Bärlauch – mehrjähriger Genuss

Der Bärlauch ähnelt in seinem Geschmack seinem Verwandten, dem Knoblauch, und fühlt sich sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten wohl. Die Pflanze mit den spitz zulaufenden Blättern bildet im Mai schöne weiße Blütensterne aus, wodurch man sie auch gerne mal mit dem Maiglöckchen verwechseln kann. Im März ausgesät gedeiht der Bärlauch in humosem, kalkhaltigem Boden sehr gut. Er lässt sich wunderbar für Pesto, Suppen und Soßen verwenden und gibt jedem Essen eine feine Knoblauchnote.

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Kartoffeln sind das weltweit viertwichtigste Lebensmittel

Ihre lateinische Bezeichnung lautet Solarum tuberosum, sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und die Rede ist von Kartoffeln. Über 5.000 Sorten gibt es weltweit, geerntet werden jährlich rund 300 Millionen Tonnen. Zudem gilt die Kartoffel als das viertwichtigste Lebensmittel der Erde und kann mittlerweile auf eine beeindruckende Geschichte und Entwicklung zurückblicken. Auf der zu Chile zählenden Insel Chiloé fanden Wissenschafter nachweisbare Spuren von wilden Kartoffeln, deren Alter auf circa 13.000 Jahre geschätzt wurden. Als Ursprungsland gilt das südamerikanische Peru, wo die ersten Kartoffeln auf Grund der geologischen und klimatischen Anforderungen der Pflanze nur in den peruanischen Anden angebaut werden konnten. Diesen Anspruch teilt sich das Land aber mit Bolivien und Argentinien.

Der lange Weg der Kartoffel nach Europa

War es Walter Raleigh, Thomas Harriot oder Sir Francis Drake? Keiner der drei Entdecker darf sich rühmen, die Kartoffel nach Europa gebracht zu haben. Erste Station der Knolle war nicht etwa England, sondern Spanien, genauer die Kanarischen Inseln, wo 1567 drei Fässer, gefüllt mit Zitronen, Orangen und eben Kartoffeln angelandet wurden. Von dort aus ging die Reise weiter nach Italien, der Siegeszug der Kartoffel durch das restliche Europa hatte begonnen. In England wurden sie erst ab 1596 durch den Botaniker John Gerard in London angebaut. Rund 51 Jahre später, also 1647, waren es Bauern aus dem oberfränkischen Ort Pilgramsreuth, die den Kartoffelboden erstmals für Deutschland vorbereiteten. Zu dieser Zeit war das Kochbuch mit Kartoffelrezepten, als Autor angegeben ist der Benedektinerabt Caspar Plautz (Kloster Seidenstetten, Niederösterreich), bereits über 25 Jahre alt. Heute haben die Verbraucher die Qual der Wahl zwischen heimischen Kartoffelsorten, die um Angebote aus Sizilien, Ägypten oder gar Südafrika ergänzt sind. Zum Abschluss der Geschichte kommen noch die Mittelmeerinseln Teneriffa und Madeira ins Spiel. Dort wachsen die Kartoffeln nämlich unter Palmen und in der direkten Nachbarschaft von Bananengärten heran.

Kartoffelanbau für den Eigenbedarf

Dem Anlegen des heimischen Kartoffelbeetes geht die Überlegung voraus, welche Sorten man später ernten möchte. Grundsätzliches Unterscheidungsmerkmal ist die Wachstumszeit. Bei 90 bis 120 Tagen spricht man von Frühkartoffel, das mittlere Wachstum liegt zwischen 120 und 150 Tagen, Spätkartoffeln benötigen 150 bis 180 Tage. Die Anbaubedingungen setzen eine in jedem Falle durchschnittliche Bodentemperatur von mindestens acht Grad Celsius voraus, eine Vorkeimphase des Pflanzgutes ist empfehlenswert, was eine zwei- bis dreiwöchige Dauer bei rund zehn Grad Celsius erfordert. Erstrebenswert und ideal wäre eine Keimlänge von 15 bis 20 Millimetern. Erfolgt die Anpflanzung bei zu kalten Tagestemperaturen, wird sich die Wachstumszeit bis zur Ernte wahrscheinlich erheblich erhöhen.
Für welches Pflanzgut man sich entscheidet, hängt bei der Vielfalt möglicher Sorten durchaus vom eigenen Geschmack ab. Deshalb ist die folgende Liste an Speisekartoffeln lediglich als Anregung zu verstehen:

Festkochende Sorten: Agata, Belana, Charlotte, Hansa, Linda oder Sieglinde
Vorwiegend festkochende Sorten: Bamberger Hörnchen, Gala, Granola, Jelly oder Solara
Mehlig kochende Sorten: Bintje, Blauer Schwede, Karat, Lipsi oder Melina

Das Anlegen des eigenen Kartoffelbeetes ist keine komplizierte Angelegenheit. Was aber sollte unbedingt beachtet werden? Beginnen Sie mit den Vorbereitung bereits im Herbst. Sorgen Sie für einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch des Bodens. Ideal wäre ein feiner Sandboden ohne Steine, der zudem feinkrümelig, klutenfrei und trocken sein sollte. Arbeiten Sie Stallmist oder Rohkompost mit ein, beides stellt die wichtige Versorgung mit Nährstoffen sicher. Umgraben ist nicht nötig, die Bodenlockerung kann problemlos mit eine Grabegabel vorgenommen werden. Ohne auf die Pflanzsorten zu achten, werden Kartoffeln grundsätzlich im s.g. Dammbau angepflanzt. Dies gelingt am ehesten mit einer Pflanzschaufel.

Achten Sie auf einen Reihenabstand von rund 60 Zentimeter und wählen Sie einen Legeabstand von 30 Zentimetern, als ideale Saattiefe gelten zehn Zentimeter. Jetzt muss gewartet werden, bis sich das erste Kartoffelgrün zeigt. Häufeln Sie dieses sorgfältig mit Erde an, in manchen Fällen muss der Häufelvorgang wiederholt werden. Wer auf zusätzliche Versorgung mit Nährstoffen baut, kann den Boden während der Wachstumsphase mulchen, sollte aber auf die Verwendung von Rindenmulch verzichten. Mit der Ernte kann begonnen werden, sobald sich das Laub gelb färbt, die Erntemenge orientiert sich am aktuellen Bedarf. Ein Tipp: Ernten Sie Kartoffeln bei trockenem Wetter, dann sind die Knollen weniger stark mit anhaftender Erde verschmutzt. Gelagert werden sollten Kartoffeln in einem dunklen, gut belüfteten Raum bei idealen Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius und etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Sortenhinweise bezüglich der Verwendungszwecke

Sie essen gerne Pommes frites? Dann sollten sie schwerpunktmäßig Sorten wie Agri, Eba, Fontane oder Lady Rosetta anpflanzen. Eine blaue Schalenfarbe erzielen Sie mit z.B. mit den Sorten Blauer Schwede, Vitelotte oder Schwarzblaue aus dem Frankenland. Mit Marabell oder Donella ernten Sie ovale, mit Gala oder Adretta kugelrunde Kartoffeln.

Verschiedene Verarbeitungsvarianten zur Selbstversorgung

Um Lebensmittel langfristig haltbar zu machen, die eigenständig im Rahmen einer Selbstversorgung angebaut wurden, stehen diverse Techniken zur Auswahl.

Einkochen von Lebensmitteln

Natürlich schmeckt Obst oder Gemüse frisch am besten. Doch damit auch in den Wintermonaten nicht auf den Verzehr dieser Lebensmittel verzichtet werden muss, kann auf das Einkochen als effiziente Konservierungsmethode zurückgegriffen werden. Hierbei wird das Obst oder Gemüse in ein Einweckglas gegeben, das mit einem Gummiring zur besseren Dichtung am Deckel ausgestattet ist. Danach wird das Glas mit etwas Wasser gefüllt und in einem Wasserbad erhitzt. Die jeweilige Kochdauer ist abhängig von der Art des Einkochguts. Nach dem Kochen werden die Gläser aus dem Wasserbad herausgenommen und abgestellt, damit sie sich abkühlen. Durch die Abkühlphase zieht sich die Luft in dem Glas wieder zusammen, wodurch ein Unterdruck entsteht, der dafür sorgt, dass keine Luft von außen in das Behältnis gelangt. Ebenfalls verwendbar beim Einkochen sind sogenannte Twist-Off-Gläser, in die die erhitzten Lebensmittel direkt eingefüllt werden. Anschließend werden die Gläser fest verschlossen und für eine kurze Zeitspanne auf den Kopf gestellt. Zu empfehlen ist, dass die Einmachgläser an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden.

Säfte selber zubereiten

Um wiederum einen schmackhaften Saft aus Obstsorten, wie beispielsweise Äpfeln herzustellen, muss das Obst zunächst gereinigt werden. Als nächstes sollten mögliche Druckstellen, Stiele sowie das Kerngehäuse mit einem Messer entfernt werden. Bei der Zubereitung von einem Apfelsaft werden die Früchte hiernach in kleinere Stücke geschnitten und in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Die Wassermenge sollte so bemessen werden, dass die Äpfel knapp mit Wasser bedeckt sind. Nach rund 20 Minuten werden die gekochten Apfelstücke über einem Sieb in einen weiteren Topf abgegossen und der gewonnene Sud noch einmal für etwa 15 bis 20 Minuten gekocht. Eventuell entstehender Schaum auf der Oberfläche lässt sich mit einem Löffel abschöpfen. Danach kann noch eine handelsübliche Einmachhilfe oder auch Zitrone zum Abschmecken hinzugegeben werden. Abschließend erfolgt eine Abfüllung in Flaschen. Wichtig hierbei ist, dass die Flaschen zuvor gereinigt wurden. Dafür bietet es sich an, dass sie zunächst ausgespült und folgend bei einer Temperatur von wenigstens 100 Grad Celsius für etwa 10 Minuten in einen Backofen gelegt werden. Dadurch werden eventuelle Keime abgetötet und es lassen sich absolut sterile Flaschen verwenden. Auch für selbst gemachte Säfte bietet sich eine Lagerung an einer dunklen und kühlen Stelle an, beispielsweise in einem Keller, damit sie möglichst lange haltbar bleiben. Für die Herstellung von Fruchtsäften lassen sich alternativ ebenfalls die folgenden Gerätschaften verwenden:

• Obstmühle
• Presse
• Dampfentsafter
• elektrischer Entsafter

Lebensmittel durch Einlegen haltbar machen

Eine sehr alte Methode der Haltbarmachung stellt das Einlegen von Lebensmitteln dar. Hierfür wird vor allem auf Essig zurückgegriffen. Essig besitzt die Eigenschaft, dass Lebensmittel bei einer Lagerung nicht anfangen zu schimmeln, da es zu keiner Bakterienbildung durch die Säure des Essigs kommt. Beim Einlegen gilt es zu beachten, dass keine Behältnisse aus Metall verwendet werden, da der Essig ansonsten durch seine Säure zu einer eventuellen Versetzung der Speise mit Metallanteilen führen kann. Stattdessen bieten sich Einmachgläser mit einem Spangenverschluss oder die bereits erwähnten Twist-Off-Gläser an. Beispielhaft lassen sich kleine Gurken in Essig sehr gut einlegen. Hierbei werden die Gurken gereinigt und in einer Schüssel mit Wasser und Salz für etwa 24 Stunden belassen. Anschließend wird der Essig kurz aufgekocht und über die Gurken in den Gläsern gegossen. Die Gläser werden nun verschlossen und für rund eine halbe Stunde in einem Wasserbad gekocht.

Fleisch durch Räuchern konservieren

Als Selbstversorger mit einer Viehzucht lässt sich wiederum das Verfahren der Räucherung nutzen, um Fleisch haltbar zu machen. Zur Durchführung dieser Methode wird ein spezieller Räucherofen im Garten benötigt. Das Räuchern erfolgt mit Sägespänen oder Sägemehl. Jede Holzsorte besitzt dabei einen eigenen Geruch, der auch das Aroma des zu räuchernden Lebensmittels bestimmt. Ebenfalls bewirken die unterschiedlichen Holzarten einen verschieden stark ausgeprägten Bräunungseffekt bei der Räucherware. Zur Verwendung kommen in der Regel vor allem härtere Holzarten wie zum Beispiel Buche, Birke oder Eiche. Das Holz zum Räuchern muss trocken sein und das Räuchergut wird vor dem Räuchern gesalzen oder gepökelt. Unterschieden wird zwischen dem Kalt- oder Warmräuchern, wobei letztgenannte Variante nur eine sehr kurze Haltbarmachung von wenigen Tagen ermöglicht. Das Kalträuchern erfolgt innerhalb einer Temperaturspanne von 15 bis 25 Grad Celsius. Der Prozess des Räucherns kann über Stunden oder Tage durchgeführt werden, wobei sich Räucherphasen immer wieder mit Frischluftabschnitten abwechseln.

Brot backen als Selbstversorger

Ein Grundnahrungsmittel wie Brot lässt sich ebenfalls einfach selbst herstellen. Um Brot eigenständig zu backen, wird zunächst Mehl mit Salz in einer Schüssel vermengt. Danach werden Hefe sowie Sauerteig, der flüssig oder als Pulver verwendet werden kann, und lauwarmes Wasser hinzugegeben. Anschließend wird der Teig kurz mit den Händen geknetet und für rund zwei Stunden abgedeckt an einem warmen Ort stehen gelassen. Hiernach lassen sich nach Belieben Nüsse, Leinsamen oder auch Vollkornschrot in den Teig verkneten. Der nächste Arbeitsschritt sieht ein Bestäuben mit Mehl vor und danach erfolgt ein nochmaliges abgedecktes Stehenlassen für etwa zwei Stunden. Zum Schluss kommt der Teig in einen vorgeheizten Backofen und wird für rund eine Stunde gebacken.

Brennholz selber machen

Neben der Konservierung von Lebensmitteln in vielfältiger Form kann eine Selbstversorgung auch im Bereich des Brennholzes durchgeführt werden. Angesichts der kontinuierlich steigenden Preise für fossile Brennstoffe ist der Gebrauch von eigenem Brennholz für ein gemütliches und zugleich wärmendes Kaminfeuer finanziell sehr lohnenswert. Um Holz von Baumstämmen zu nutzen, muss es zuvor in spaltbare Klötze zugesägt werden. Für das Spalten von Brennholz sollte auf die Verwendung von hochwertigen und passenden Äxten geachtet werden. So bietet es sich an, dass spezielle Spaltäxte genutzt werden, anstatt von Universaläxten. Die Spaltäxte haben den Vorteil, dass sie einen Kopf besitzen, der hinter der Schneide breiter wird, wodurch sich das Spalten einfacher gestaltet. Ein weiterer Tipp lautet, dass das Holz möglichst frisch geschlagen ist, da es sich in diesem Zustand leichter verarbeiten lässt. So erfordert sehr trockenes Holz im Vergleich einen deutlich höheren Kraftaufwand beim Spalten. Natürlich muss beim Holzhacken immer auch auf eine ausreichende Schutzbekleidung geachtet werden, um eventuellen Verletzungen vorzubeugen.


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