de eine deftige Ohrfeige für die „Frechheit“, in einem Infoblatt zur neuen CD „One man show“ vermeindlich übertriebene Anpreisungen und Versprechen gegeben zu haben, erhalte ich die CD gänzlich ohne diese Beilage und konzentriere mich also erstmal primär auf die Musik. Und da komme ich, genau wie die Kollegen zu dem Ergebnis, dass handwerklich wirklich gut gemachter Alternative Metal mit Einflüssen aus dem Punk, Rock und Gothic Bereich produziert wurde. Und, ja es sind deutliche Anleihen von anderen Bands (in meinen Augen gerade im vierten Track) zu erkennen. Hervorheben möchte ich auch hier vor allem gesanglich Die Ärzte, welches ich aber, im Gegensatz zum Kollegen Philip eher als Lob, denn als „nervig“ kategorisieren möchte. Des weiteren ist ein Manko der CD sicherlich, dass man, genauso wie die oben schon angesprochenen Massen wohl intern auch ein wenig gespalten ist, wohin der Weg denn genretechnisch gehen soll. Da treffen Einflüsse aus dem Alternative Metal auf Emorock, Gothicschnippsel auf ganz klare Punkstücke. Also alles in allem ein Crossover der Geschmäcker vereint auf einem Silberling. Gesungen wird über die Songs verteilt in deutsch, englisch und stellenweise in französisch.Aber sind diese Fakten es denn tatsächlich wert, ein Werk derart zu zerreißen und mit nur einem von zehn Punkten zu bewerten? In meinen Augen ganz klar NEIN. Bei der Menge an Bands, die es mittlerweile auf dem Musikmarkt gibt bleibt es nicht aus, den einen oder anderen Einfluss zu übernehmen, selbst wenn dieses ohne Absicht und Wissen der Musiker geschieht. Die Kombination der Stücke weist doch schon darauf hin, dass man möglichst abwechslungsreich und eben innovativ an die Sache herangehen wollte, auch wenn das durch die Genrevielfalt vielleicht nicht jedermann´s Geschmack ist. Hinzu kommen die oben schon erwähnten hervorragenden handwerklichen Fähigkeiten und eine gute Produktion.Um nun zu einem Fazit zu gelangen, rate ich allen Kollegen der schreibenden Zunft doch erstmal ein Ohr in die CD zu legen, bevor wild drauf los gedonnert wird und so vielleicht die ein oder andere Motivation junger Bands im Keim erstickt wird. Denn ich habe in meinem Leben schon deutlich schlechtere Alben zu Gehör bekommen. Wie sollen denn diese dann bewertet werden. Gut, dass hier das Rad nicht neu erfunden wird und man sich noch uneins ob des viel gerühmten „quo vadis“ ist, kann man nicht abstreiten, dennoch bleibt doch letztlich eine CD die mit drei Gitarren meinerseits in meinen Augen ehrlich über dem Durchschnitt liegt.

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