OM: Hallo, danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt und ich euch ein wenig ausfragen darf. Ich bitte euch erstmal darum, dass ihr euch kurz vorstellt, da ihr vermutlich noch nicht in aller Munde seid.

Minos: Hallo erstmal, ich bin der der Minos von Last One Dying und bin der Gitarrist.

Sarpedon: Hallo, ich bin Sarpedon, der Bassist. Last One Dying bestehen nun seit Ende 2006. Seitdem haben wir unsere erste EP „Anthem Of The Lost“ fertig gestellt, die bei OsnaMetal auch reviewed wurde. Wir haben die eine oder andere Tour bereits hinter uns. Aktuell haben wir gerade die neue Platte aufgenommen, die Anfang 2009 veröffentlicht wird. Wo, wann und wie wissen wir noch nicht, solange die Tinte noch nicht trocken ist, sprechen wir noch nicht drüber.

OM: Eigentlich war Last One Dying nur ein musikalisches Experiment, das jedoch mehr einschlug als erwartet, oder?

Minos: Ja, wie du schon gesagt hattest, war es ein Projekt und ist inzwischen eine Band geworden, aufgrund der Feedbacks, die nach der EP aufkamen. Die Reviews von deutschlandweiten Magazinen und die Ansage des Metal Hammer, das unsere Scheibe als Demo Tipp des Monats verbreitet wurde, hat uns eine menge Fahrtwind gegeben. Es ist definitiv kein Projekt mehr, sondern eine zeitintensive Band, die Erfolge anstrebt.

OM: Metal Hammer sprach von dem Demo des Monats. Wie hat es sich angefühlt, immer weiter im Rampenlicht zu stehen?

Sarpedon: Das Rampenlicht wechselt, denn man hat nicht einen ständigen Sepultura – Support. Es gibt nach wie vor kleinere Clubs und Location, bei denen wir Leute erreichen, die wir z.B. in Großstädten nicht unbedingt erreichen können. Das Publikumsspektrum ist sehr breit gefächert.

Minos: Für uns ist es wichtig, dass die Leute vorne an der Stage stehen und nicht durch irgendeinen Graben getrennt werden. Wir sind eine junge Band, uns ist es sehr wichtig, dass der Kontakt zu unseren Fans gepflegt werden kann.

OM: In euren Liedern fallen mir Schlagwörter wie: Ironie, Schicksal, Wut, Gedankenlosigkeit, System, blind, Gerechtigkeit usw. auf. Welche eigenen Erfahrungen verarbeitet ihr mit euren Songs?

Minos: Das wahre Leben natürlich … (lacht), nein, jeder erlebt Dinge im Alltag und Metal, was für uns auch viel Entertainment bedeutet, sprich eine gute Show zu liefern. Unsere Songs bieten das Potenzial dafür. Die Texte schreibt ausschließlich Hades unser Sänger. Es sind alltägliche Schlagwörter, die Jeder kennt, die das Leben beschreiben, aber Metal ist für uns „Pathos“: Schmerz, Liebe, Wut. Aber es ist auch Hoffnung. Das ist der Großteil des Inhaltes. Unsere Lieder sind so aufgebaut, dass sie teilweise sehr kraftvoll und aggressiv sind, aber in den Refrains geht es oftmals um Hoffnung.

Sarpedon: Es ist der bestimmte Mix, der das Ganze pathetisch beschreibt. Zwar sollte man einzelne Worte nicht auf die Goldwaage legen, aber sie beschreiben dennoch das Genre.

OM: Wie liefen eure Aufnahmen für euer neues Album? Gab es Probleme?

Minos: (lacht) Menschlich oder allgemein?

Sarpedon hat die Aufnahmen arrangiert und das Album aufgenommen und Produziert als Toningenieur. Wie es immer ist, kostet alles zuviel Zeit und man hat nicht die Zeit, die man zum Schluss gerne noch hätte. Aber wir sind ultra glücklich mit der Produktion der 12 Tracks. Sehr viele kraftvolle Songs, die die letzte EP vorantreiben. Wir haben darüber hinaus unseren eigenen Sound gefunden.

Und dafür, dass wir noch unser anderes Leben haben, sind wir gut voran gekommen. Alle haben gute Arbeit geleistet. Dadurch, dass die Produktion in unseren Händen lag, konnten wir es so steuern wie wir es wollten. Wir haben uns nicht reinreden lassen.

OM: Seht ihr die Vergleiche zu Killswitch Engage oder zu anderen Genregrößen als Kompliment oder nervt es euch?

Minos: Die Hauptintention des damaligen Projektcharakters war, tatsächlich zu klingen wie xyz. Als Spassprojekt, frei nach dem Motto, können wir es genauso umsetzen usw. Dass man dann wirklich mit diversen Genregrößen verglichen wurde, hat uns alle eher stolz gemacht.

Sarpedon: Inzwischen haben wir aber unseren eigenen Stil gefunden. Zwar wurden wir hin und wieder mit Anderen verglichen, aber oftmals auch absolut nicht.

OM: Euer persönliches Lieblingsstück auf der CD?

Sarpedon: „The Hour Of Lead“(vermutlich Titeltrack auf der CD)

Minos: “Annabel Lee” und “Hate Me” (wurde mit einem Gitarrensolo von Jeff “Mantas” Dunn verziert, Ex-VenomGitarrist)

OM: Eure musikalischen Einflüsse sind deutlich erkennbar. Ist das jetzt euer endgültiger Stil oder experimentiert ihr noch?

Minos: Was am Ende der Produktion stattgefunden hat, war schon ein Wandel. Je mehr Songs wir geschrieben haben, desto mehr Wandel fand statt. Ich glaube, die Entwicklung wird weiter gehen und unseren Stil noch mehr festigen. Wir werden in eine direkte Metalrichtung gehen. „Back To The Roots“, alte Helden aufleben lassen und das in einem neuen Gewand für 2008/2009 verpacken.

Sarpedon: Wir wollen was langfristiges, ehrliches, Authentisches. Kein elektronisches Schlagzeug. Wir wollen uns nicht eingrenzen, sondern wollen das machen wonach uns ist.

OM: Was ist oder war euer Tourhighlight?

Sarpedon: (lacht) Wir hatten einige gute Shows, eine rauszupicken ist echt schwer. Wir haben aber ein Highlight noch vor uns, unsere Show in Köln, unserer Heimat. Dort werden wir ein Livevideo drehen, es wird einiges los sein.

Minos: Unsere erste Show in Kopenhagen mit „Mantas“ das erste Mal auf der Bühne zu stehen war ein absolut überwältigendes Gefühl. Und natürlich das Essen in Holland: holländische Frikadellen (Beide: yeeeeaah)

OM: Nun mal was Anderes. Eure Pseudonyme haben alle was mit der griechischen Mythologie zu tun. Warum?

Sarpedon: Das fing mit dem Projektcharakter an, weil man nicht wusste was aus dem Ganzen wird. Außerdem, wen interessieren unsere wahren Identitäten und Namen? Die, die es wissen müssen oder wollen, bekommen das auch irgendwie raus. Für uns ist es Entertainment.

Der Ursprung der Geschichte, sind aber die 3 Richter der Unterwelt, mit mir, Minos, Rhadamanthys (Schlagzeuger) und Hades (Sänger). Alles Andere hat sich beigefügt.

Minos: Das ist ein „old-school-Ding“, wenn wir unterwegs sind, sind wir andere Personen, neben und auf der Bühne. Die Pseudonyme trennen Privat von Band. Die Namen und Texte stehen zudem in einer Verbindung, wenn man sich damit beschäftigt, erkennt man das.

OM: Wie nutzt ihr eure Freizeit und euer Privatleben?

Minos: Wir haben keine Freizeit (lacht). Na ja, wenig zumindest. Wir sind fünf Bandmitglieder, jeder ist berufstätig, studiert oder hat Hobbies. Wobei die Band unser größtes „Hobby“ ist. Die Band ist sehr zeitintensiv, wir wollen spielen, spielen, spielen. Die Opfer, die wir dafür bringen, bringen wir gerne.

OM: Die allseits beliebte Frage: was sind eure Top 5?

Sarpedon: Raunchy (lacht) Nein, also ich finde die neue Unearth und die Neue von In Flames gut. Machine Head und Slayer gehören auch noch zu meinen Favoriten.

Minos: Metallica – Death Magnetic. Und auch ältere Scheiben.

OM: Was sind eure Erwartungen/Ziele für 2009?

Minos: Wir wollen 2009 unsere Platte rausbringen, ein anständiges Label finden und eine Tour spielen. Und europaweit rauskommen. Vielleicht mit einigen Bands zusammen touren, Festivals spielen und noch mehr Leute erreichen.

OM: Ihr habt es geschafft. Nun habt ihr die Möglichkeit noch abschließend was zu sagen. Ich habe mich sehr gefreut, euch persönlich kennen zulernen und wünsche euch eine erfolgreiche

Tour mit Raunchy und einen ultimativen Start in 2009!

Sarpedon: Ich will gesund von der Tour nach Hause kommen (lacht). Wir freuen uns auf das kommende Jahr. Danke an unsere Fans, die uns supporten und vielen Dank für das Interview.

Minos: Dem kann ich nicht widersprechen. Danke!

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