Wer unabhängig von Wind und Wetter joggen oder sprinten gehen möchte, der sollte sich ein Laufband kaufen. Immer mehr Menschen entscheiden sich zum Erwerb eines solchen Sportgeräts, da es eine Menge Vorteile bietet. Dennoch gibt es einiges, worauf man beim Kauf eines Laufbands achten sollte, denn mittlerweile existieren die unterschiedlichsten Modelle auf dem Markt. Da ist es von Vorteil, die entscheidenden Kriterien genau zu kennen. Grundsätzlich ist jedoch das Wichtigste, dass die Qualität stimmt und das Laufband auch zu den eigenen Wünschen passt.

Lauffläche, Grösse und Platzbedarf

Etwas, das von vielen Menschen, die sich ein Laufband kaufen möchten, missachtet wird, ist dass es sich hierbei um ein Trainingsgerät handelt, welches eine Menge Platz in Anspruch nimmt. Daher sollte man möglichst schon vorher eine freie Fläche schaffen, um in etwa zu wissen, wie gross das Sportgerät maximal sein darf. Auch müssen Steckdosen in der Nähe sein, denn ein Laufband muss mit Strom versorgt werden, damit es betrieben werden kann.

Bei der Grösse ist es allgemein wichtig, dass nicht nur die Länge und Breite des Laufbands berücksichtigt werden, sondern auch die Laufhöhe. Einige Laufbänder sind relativ hoch, deswegen kann es für grössere Menschen in Räumen mit einer niedrigeren Decke schnell zu Problemen kommen. Im Zweifelsfall ist es besser, noch einmal nachzumessen.

Zu empfehlen ist es darüber hinaus, sich für ein zusammenklappbares Modell zu entscheiden. Auf diese Weise kann das Sportgerät platzsparend untergebracht werden wenn man es einmal nicht benötigen sollte. Doch auch dann muss ein gewisser Stauraum vorhanden sein, denn auch eingeklappte Laufbänder beanspruchen eine gewisse Fläche.

Bei der Grösse der Lauffläche, also beim eigentlichen Laufband, gehen die Meinungen teilweise stark auseinander. Während einigen Menschen eine Fläche von 130 x 33 cm völlig ausreicht, benötigen andere mehr Platz und bevorzugen ein Modell mit einer Fläche von 150 x 60 cm. Daher ist es zu empfehlen, ein Modell möglichst vorher auszuprobieren. In Fachgeschäften bzw. Kaufhäusern, die Laufbänder im Sortiment haben, ist dies meist problemlos möglich. Wichtig ist nur, dass die Fläche nicht zu klein ist, denn sonst kann das Training schnell unangenehm werden, wenn man dauernd darauf achten muss, nirgends anzuecken. Auch die Sicherheit wird durch eine breitere Fläche deutlich erhöht. Die Länge spielt lediglich bei grossen Personen eine Rolle, da diese auch längere Schritte machen und somit mehr Fläche benötigen als kleinere Menschen.

So wichtig ist die Qualität eines Laufbands

Sicherlich hängt die Qualität eines Laufbands in gewisser Hinsicht davon ab, wie viel es kostet, allerdings ist dies nicht immer ausschlaggebend. Wer beispielsweise ein Sportgeschäft in der Nähe hat und dort verschiedene Modelle selbst ausprobieren kann, sollte diese Möglichkeit nutzen – besser kann man kaum einen Überblick über das Sortiment gewinnen und sich zudem davon überzeugen, dass ein Laufband auch wirklich solide verarbeitet ist. Denn: Es ist nie auszuschliessen, dass auch höherpreisige Modelle schlecht verarbeitet und instabil sind. Wichtig ist, dass das Laufband sich stabil auf dem Untergrund befindet und nichts wackelt. Zwischen den einzelnen Bauteilen sollten keine Lücken sein, an denen man sich verheddern kann. Darüber hinaus ist es auch manchmal ratsam, sich im Internet nach Kundenrezensionen umzusehen. Insbesondere dann, wenn man kein Sportgeschäft in der Nähe hat, geben diese einen authentischen Einblick in die tatsächliche Qualität eines bestimmten Modells.
Im Internet gibt es darüber hinaus in Onlineshops häufig Bestseller-Listen, auf denen die beliebtesten Modelle ganz oben auf der Liste stehen, ganz egal, wie viel diese kosten. Auch hier kann man sich in der Regel auf die Bewertungen verlassen.

Für manche Menschen spielt das Design des Laufbands eine übergreifende Rolle, allerdings sollte man dem nicht zu viel Bedeutung beimessen. Gerade wenn man viel und intensiv damit trainiert, ist die Optik eher zweitrangig, wenn es sich ansonsten zum ein Top-Gerät handelt. Sinnvoll ist jedoch in jedem Fall, dass Extras wie zum Beispiel ein Getränkehalter oder eine Ablage für Zeitschriften vorhanden sind. Viele Menschen lieben es, während ihres Trainings etwas lesen oder eine Film auf ihrem Tablet ansehen zu können. Auch ein Handtuchaufhänger ist von Vorteil, so dass man ständig Zugriff darauf hat.

Was beim Motor eines Laufbands zu beachten ist

Der Motor ist sozusagen das Herz eines jeden Laufbands und sollte daher besonders geprüft werden, wenn man ein solches Sportgerät kaufen möchte. Wer gerne schnell läuft oder sprintet, dem ist eine höhere Motorenleistung zu empfehlen. Grundsätzlich ist eine hohe Motorleistung ein recht guter Indikator für Qualität. Jedoch gibt es bei den Händlerangaben oft Unklarheiten für den Käufer da oft in Onlineshops nur die maximale Leistung angegeben wird – diese hat jedoch nicht viel mit der eigentlichen Leistung des Geräts zu tun. Viel wichtiger ist die sogenannte Dauerleistung, also genau jene, welche bei dauerhaftem Gebrauch erreicht werden kann. Je höher diese Dauerleistung ist, in desto höherer Geschwindigkeit kann man auf dem Band laufen. In den letzten Jahren hat sich bei Tests verschiedener Modelle immer wieder gezeigt, dass Modelle mit einer höheren Dauerleistung allgemein langlebiger sind als andere Laufbänder, da sie nicht dauerhaft auf ihrer Maximalbelastung arbeiten müssen.

Steigung und Pulsmessung

Es gibt heutzutage zahlreiche Laufbänder, bei denen es möglich ist, die Steigung zu variieren. Entweder geschieht dies elektrisch oder auch von Hand über einen manuellen Hebel. Nicht jeder Sportler benötigt diese Funktion, allerdings kann sie hilfreich sein, wenn man seine Leistung verbessern möchte. Grundsätzlich ist die elektrische Steigungsfunktion komfortabler, da man mit nur einem Knopfdruck während des Trainings sofort eine höhere Steigung einstellen kann, ohne dabei anhalten zu müssen.
Es gibt auch Laufbänder mit Programmen, bei denen verschiedene Steigungsperioden durchlaufen werden – diese sind abwechslungsreich und versprechen ein effektives Training.

Bei den meisten Modellen auf dem Markt ist es möglich, den Puls zu messen. Unterschiede zeigen sich allerdings in der Art und Weise der Messung: Einige Laufbänder verfügen über spezielle Sensoren für die Hände, andere wiederum über Brustgurte bzw. einen Empfänger, der das Signal vom Brustgurt empfängt. Beide Varianten messen gleich verlässlich, allerdings sind Handsensoren meist etwas komplizierter zu bedienen, da sie mehrere Sekunden berührt werden müssen – das kann während des Trainings unter Umständen störend sein. Der Brustgurt sorgt für mehr Bewegungsfreiheit, ist aber natürlich auch nicht jedermanns Sache. Auch hier ist deshalb zu empfehlen, beide Varianten zunächst auszuprobieren – sei es in einem Fitnessstudio oder in einem Fachgeschäft für Sportgeräte – um feststellen zu können, mit welcher man besser zurechtkommt.

Ein Laufband, bei dem die Pulsmessung möglich ist, verfügt sehr häufig auch über verschiedene Trainingsprogramme, bei dem die Herzfrequenz das Training beeinflusst. Somit regelt ein „intelligentes“ Laufband die Geschwindigkeit danach, wie hoch die aktuelle Herzfrequenz ist. Auf diese Weise wird genau jene Trainingsintensität erreicht, welche für maximale Ergebnisse sorgt, sei es zum Abnehmen oder auch zur Förderung der Kondition.

Wie wichtig sind Programme bei einem Laufband?

Ein Grossteil der derzeit erhältlichen Laufbänder sind mit einer Auswahl an verschiedenen Trainingsprogrammen ausgestattet, jedoch ist die Anzahl der verschiedenen Programme nicht immer gleich. Wer abwechslungsreich trainieren und seinen Körper fordern möchte, ist mit einen Modell mit mehreren Programmen hervorragend beraten. Während einige Programme sich vor allem auf die Förderung der Ausdauer konzentrieren, sind andere mehr auf ein effektives Herz-Kreislauf-Training ausgerichtet. Manchmal ist es jedoch gar nicht notwendig, 20 verchiedene Programme zur Auswahl zu haben, wie beispielsweise dann, wenn man immer dasselbe Training absolvieren und nur geringe Änderungen seines typischen Trainingsplans vornehmen möchte.

Für den Fall, dass mehrere Personen auf demselben Laufband trainieren, gibt es bei einigen Geräten die Option, Benutzerprofile anzulegen. In diesen werden beispielsweise das Alter, das Geschlecht und das Gewicht vermerkt. Ebenfalls speichert der Computer die absolvieren Trainings bzw. die bisherigen Ergebnisse. Auf diese Weise muss ein Laufband nicht jedes Mal neu eingestellt werden, wenn auch andere Personen es genutzt haben. Das spart eine Menge Zeit und Aufwand.

Ein gut lesbares Display ist wichtig bei einem hochwertigen Laufband

Während einfachste Digital-Displays mit seitlichen Tasten vor einigen Jahren noch als Top-Neuheit auf dem Sportgerätemarkt galten, existieren heute längst hochmoderne Touch-Displays mit hoher Auflösung und hervorragender Farbqualität. Was man hier benötigt, hängt von den individuellen Wünschen ab, jedoch ist es allgemein zu empfehlen, sich lieber für ein grösseres Display zu entscheiden. Das hat vor allem den grossen Vorteil, dass sich Zahlen bequemer ablesen lassen. Einige Menschen sind kurzsichtig und möchten dennoch aus Komfortgründen ohne Brille trainieren – auch hier macht es Sinn, wenn ein Digitaldisplay hell und gut lesbar ist, so dass man es stets erkennen kann.
Eine Hintergrundbeleuchtung ist längst nicht bei allen Modellen enthalten, allerdings ein grosses Plus. Mit ihr ist es beispielsweise auch möglich, abends vor dem Fernseher zu trainieren, wenn das Licht im Wohnzimmer abgeschaltet ist. So hat man dennoch sein Training voll im Blick und muss nicht das Licht anschalten, um den Kalorienverbrauch ablesen zu können.

Fazit

Wer ein Laufband kaufen möchte, hat heutzutage die Qual der Wahl. Allerdings sollte man sich nie leichtfertig für das erstbeste Modell entscheiden, sondern ein Modell wählen, das durch Qualität und Funktionalität überzeugt. Es ist immer besser, lieber ein bisschen mehr für ein hochwertiges Laufband auszugeben, welches seine Dienst zuverlässig erfüllt und gleichzeitig für unbegrenztes Laufvergnügen sorgt – so macht das Training dauerhaft Freude und das ist schliesslich das Wichtigste.