Innerhalb von drei Tagen hat die Band in den Docma Klang-Studios ihre neue EP „Wasser“ eingespielt.

Leider hat man mit „Vater“ einen Opener gewählt, der eher vor sich hin plätschert als richtig losrockt, und auch das restliche Material will bei mir nicht so wirklich Wellen der Begeisterung auslösen. Irgendwie fehlt die Spontanität, die den Charme des Vorgängers ausmachte, und einige der Songs sind dann doch etwas zu ruhig geraten.

Wirklich punkten können nur das flottere, leicht metallische „Jeder gegen jeden“, das darauf folgende Stück „Sturm“ und „Duisburg“. Aber wieso schreibt eine Osnabrücker Band einen Song über eine Ruhrpottmetropole?

Außerdem sollte Sänger Roy seine wirklich tolle Stimme ein wenig besser einsetzen, denn einige der Gesangslinien wollen noch nicht so recht zünden.

Die Produktion hingegen ist für eine Stoner Rock Scheibe nahezu perfekt geraten. Matthias Lohmöller hat der Band einen warmen, direkten Sound auf den Leib geschneidert.

Fazit: „Wasser“ ist eine gute EP, die ihr Geld durchaus wert ist. Wer auf Deutschrock steht und wer die erste Scheibe gut fand, sollte auch hier zugreifen.

Tracklist:

  • 01. Vater
  • 02. Jeder gegen jeden
  • 03. Sturm
  • 04. Lass‘ mich Deine Lügen hören
  • 05. Uferlos
  • 06. Duisburg