Unterstützt wird der Kult-Bassist von einem spektakulären Allstar-Aufgebot aus David Crosby, Donald Fagen, Dweezil Zappa, Paul Schaffer u.v.a.!

Die jahrelangen Stoßgebete von Metal-Fans auf der ganzen Welt wurden tatsächlich erhört: Am 13. April veröffentlicht Spinal Tap-Tieftöner Derek Smalls mit dem launig betitelten „Smalls Change (Meditations Upon Ageing)“ überraschend sein erstes Soloalbum. Parallel geht die amerikanische Musiklegende auf „Lukewarm Water Live: An Adventure In Loud Music“ US-Tour.

„Smalls Change“ ist eine mal eindringliche, mal wütende Reflexion über das Älterwerden, den Lauf der Zeit und natürlich alles, was laut ist. Mit seinem genreübergreifenden Stilmix irgendwo zwischen einer kantigen Sprödheit und einer ausgeprägten Rock God-Sensibilität entstand „Smalls Change“ im gleichen kreativen Schaffensgeist, den Derek seinerzeit auch gemeinsam mit seinen Ex-Bandkollegen Nigel Tufnel und David St. Hubbins transportierte. Zusätzlich finden sich auf der Platte einige der größten Rock-Musiker dieser Tage: angefangen bei Donald Fagen und Dweezil Zappa, über Rick Wakeman, Richard Thompson und Steve Lukather, bis hin zu Joe Satriani, Waddy Wachtel, Michael League, Jeff „Skunk“ Baxter, Paul Shaffer, Steve Vai, Larry Carlton, Judith Owen, Jane Lynch und das Hungarian Studio Orchestra. Alle Stücke wurden von CJ Vanston (Spinal Tap, Rodney Crowell) produziert.

Smalls selbst beschreibt sein Album als „irgendwo zwischen `Rage Against The Dying Of The Light` und der eigenen Suche nach dem Licht.“ Und auch die Frage, wie er es geschafft hat, so unglaublich viele weltbekannte Superrockstars auf einem Album zu vereinen, hat Smalls eine überraschend plausible Antwort parat. Original-Ton: „Pity fuck“. Mehr muss gar nicht gesagt werden.

Legendärer Spinal Tap Bassist Derek Smalls bringt erstes Soloalbum "Smalls Change" mit All-Starbesetzung l VÖ: 13.04.18

Legendärer Spinal Tap Bassist Derek Smalls bringt erstes Soloalbum „Smalls Change“ mit All-Starbesetzung l VÖ: 13.04.18

Derek Smalls Biographie 2018

Der Weg des Rock war schon immer ein selbiger – nämlich im wahrsten Sinne des Wortes steinig. Niemand ließe sich wohl als besserer Beweis für diese These heranziehen, als Derek Albion Smalls, der dieser Tage seinen 75. Geburtstag feiert. Und das mit seiner (hoffentlich!) triumphalen Rückkehr als alter/ neuer Fixstern am Rock-Firmament.

Derek wurde am symbolträchtigen 1. April 1941 geboren; eine Tatsache, die ihm während seiner Kindheit den zweifelhaften Ruf eines „Aprilscherz-Babies“ einbrachte. Derek wuchs bei seinem Vater, Donald „Duff“ Smalls auf, nachdem seine Mutter Dorothy die Familie kurz nach seiner Geburt verließ, um mit der Frauen-Jazzband The Hotten Totties auf Tour zu gehen. Während Dereks weitgehend unauffälliger Schulzeit in seiner Heimatstadt, dem am Fluss Null gelegenen Nilford in den West Midlands, ging seiner Vater seiner Tätigkeit als Telefonhörer-Reiniger bei der Firma Sani-Phone nach. Unglücklicherweise wurde die Company später aus Kostengründen von der ehemaligen British Telecom geschluckt.

Im Alter von 17 schrieb sich Derek schließlich in der London School Of Design ein. „In erster Linie wegen ihrer Initialen“, wie er später zu Protokoll gab. Wie die meisten seiner damaligen Studienkollegen war auch Derek zu dieser Zeit mehr an der Musik interessiert und stieg schon bald bei der weißen Jamaican-Band Skaface ein. „Ich habe gar nicht erst versucht, Gitarre zu spielen – viel zu viele kleine Saiten. Der Bass fühlte sich genau richtig an“, so Derek im Interview mit dem Fachmagazin Ska News.

Bei einem Spaziergang im seinerzeit noch zwielichtigen SoHo entdeckte Derek im Jahr 1967 eine Kleinanzeige auf einem Laternenmast, in der ein Bassist gesucht wurde. Er bewarb sich sofort, als sich herausstellte, dass Ronnie Pudding gerade die Band Spinal Tap verlassen hatte, da ihre erste Single „Gimme Some Money“ knapp den Einstieg in die Charts verfehlte.

Derek fügte sich auf Anhieb glänzend ins Line-Up ein und trug schon bald zum bandeigenen Sprung auf den Flower Power-Trend bei, indem er mit seinem stumm gehauchten „We love you“ am Ende der Liveperformance von „(Listen To) The Flower People“ in der leider nur kurzlebigen TV-Show „Bob´s Your Uncle“ für begeisterte Reaktionen sorgte. In der Folgezeit erspielten sich Spinal Tap den Ruf als Englands lauteste Band. Ihre Unglücksserie tragischer Pannen (Bandauflösungen und Reunions, auf bizarre Art ums Leben gekommene Schlagzeuger) wurde in dem 1984 erschienenen Film „A Hatchet Job“ festgehalten. Ein Streifen, den Derek heute als respektlos und unzutreffend kritisiert. „Es gab damals auch viele Nächte, in denen wir den Weg zur Bühne völlig problemlos von selbst fanden. Aber das haben sie natürlich nicht gezeigt!“

Als Spinal Taps Glückssträhne in den späten 1980er Jahren langsam aber sicher nachließ, unterschrieb Derek bei der christlichen Heavy Metal-Band Lambsblood. Ihr erfolgreichster Song „Whole Lotta Lord“ stieg auf einem bemerkenswerten Platz in die Christlichen Charts ein. Um sein Verhältnis zu den anderen Bandmembers, durchgehend Amerikaner, zu festigen, ließ sich Smalls ein christliches Fisch-Tattoo stechen. Im Jahre 1992 fanden sich Spinal Tap schließlich wieder für ihr „Break Like The Wind“-Album zusammen, mit dem sie im Anschluss durch die Vereinigten Staaten tourten. Aus Sorge, er müßte seine Tätowierung während der Konzertreise bedecken, engagierte Smalls einen namhaften Tattoo-Künstler, der aus dem Originalmotiv einen Teufel zauberte, der den Jesus-Fisch lebendig verspeist.

Nach erfolgreich bestandener Tournee folgten zwei weitere Bandauflösungen/ Wiedervereinigungen: Im Jahr 2000 im Rahmen einer weiteren US-Tour, auf der die Formation in einem weltbekannten New Yorker Konzerthaus auftrat, das Derek auf der Bühne als „Carnegie Fuckin` Hall“ bezeichnete. 2009 fand man sich für Auftritte auf dem Glastonbury Festival sowie in der Londoner Wembley Arena zusammen. In der Zwischenzeit versuchte Derek, eine fast-erfolgreiche Karriere vor der Kamera zu etablieren. Bereits 1979 war er in einer Cameo-Rolle in dem Spaghetti Eastern-Genrefilm „Roma `79“ zu erleben; diesmal spielte er u.a. in der TV-Werbung des belgischen Snack-Herstellers Floop mit, wirkte neben dem Sänger der Europunk-Band Hot Garage vorübergehend als Juror in der niederländischen Reality-Show „RokStarz“ mit (die später als „Tomorrow´s HipHop Hero“ relauncht wurde) und versuchte sich ebenfalls als Produzent von Werbe-Jingles. Sein für Floop komponierter Jingle „I`m in the Floop Group“ entwickelte sich im europäischen Verkaufsfernsehen zu einem wahren Ohrwurm.

Und auch in privater Hinsicht hatte Derek so manche Höhen und Tiefen zu überstehen. So musste er mit ansehen, wie seine langjährige Freundin Cindy Stang einen nicht unerheblichen Teil seiner Ersparnisse mit ihrem erfolglosen Tech-Start Up Macrame.com in den Sand setzte. Ein Projekt, dessen Finanzierung Smalls heute bitter bereut. „Es war leider seiner Zeit voraus. Beziehungsweise viel zu spät. Oder beides.“ Ebenfalls musste sich Derek während dieses schwierigen Lebensabschnitts wegen seiner fortgeschrittenen Internet-Sucht behandeln lassen.

Dank einer großzügigen Spende des British Fund For Ageing Rockers feiert Derek Smalls nun seine Rückkehr zur Musik. Ein Anlass, zu dem er sich ganz besonders bei seinen staatlichen Gönnern bedanken möchte: „Am Ende war die ganze Sparsamkeitspolitik der Regierung doch zu etwas Nutze!“

„Smalls Change“ – kommentiert von Derek Smalls

„Openture“ – Derek & The Hungarian Studio Orchestra
Die ganze Philosophie hinter diesem Album. In noch weniger Worten, als ich es überhaupt selbst beschreiben könnte.

„Rock `N` Roll Transplant“ – Derek & Steve Lukather (Gitarre, Toto) sowie den Schlagzeug-Legenden Jim Keltner (George Harrison) und Chad Smith (Red Hot Chili Peppers)
Was auch immer Sie plagt – Rock `N Roll ist die Heilung. Fragen Sie Dr. Derek!

„Butt Call“ – Derek & Phil X (Gitarre, Bon Jovi) und Taylor Hawkins (Drums, Foo Fighters)
Während nur einer Lebensdauer hat sich das Telefon von einem echten Wunderding zu einem echten pain in the arse verwandelt.

„Smalls Change“ – Derek & The Hungarian Studio Orchestra, Judith Owen (Vocals), Danny Kortchmar (Gitarre, Don Henley) und Russ Kunkel (Drums, James Taylor)
Ein Insiderwitz, den Derek gerne auf Nachfrage erklärt. Nur so viel: Es versteckt sich sowohl ein Rückblick auf die Vergangenheit, als auch ein Vorausblick auf die Zukunft in diesem Song!

„Memo To Willie“ – Derek & Donald Fagen (Vocals), Jeff „Skunk“ Baxter und Larry Carlton (Gitarren, Steely Dan) sowie The Snarky Puppy Horns
Ein wichtiger Rundbrief an alle ehrwürdigen Mitglieder. Über eine fortgeschrittene Schwellung, wenn Sie gestatten.

„It Don`t Get Old“ – Derek & Waddy Wachtel (Gitarre, Keith Richards)
Das Leben auf Tour; eine endlose Reihe sinnloser Begegnungen. Was könnte schöner sein?

„Complete Faith“ – Derek & The Hungarian Studio Orchestra
Eine kleine musikalische Unterbrechung.

„Faith No More“ – Derek & The Hungarian Studio Orchestra sowie Todd Sucherman (Drums, Styx)
Je älter ich werde, desto milder und liebevoller blicke ich auf all die Menschen zurück, die ich kennengelernt habe. Bis auf Ian.

„Gimme Some (More) Money“ – Derek & Paul Shaffer (Klavier und Orgel), Waddy Wachtel (Gitarre) und David Crosby (Vocals)
Zeit und Technologie verändern sich ständig. Außer das Bedürfnis nach Veränderung (und Kleingeld).

„MRI“ – Derek & Dweezil Zappa (Gitarre)
Irgendwann hat jeder mal eine. Nur eine kurze Fahrt. Zwar in der Hölle, aber immerhin…

„Hell Toupee“ – Derek & The Hungarian Studio Orchestra
Denken Sie etwa, Satan würde sich keine Sorgen über seine Ausstrahlung im fortschreitenden Alter machen?

„Gummin The Gash“ – Derek & Steve Vai (Gitarre), Gregg Bisonnette (Drums, Ringo Starr) und Jane Lynch (Vocals)
Seine Zähne zu verlieren schließt eine Tür, während sich eine andere öffnet. Eine Jubelfeier zum Zusammentreffen zweier zahnloser Hohlräume.

„She Puts The Bitch In Obituary“ – Derek & Richard Thompson (Gitarre) und Jane Lynch (Vocals)
Eine Hymne auf das Frau-Sein in all seiner Pracht.

„When Men Did Rock“ – Derek & Michael League (Bass), Joe Satriani (Gitarre), Rick Wakeman (Keyboards) und The Hungarian Studio Orchestra

ALBUM CREDITS
Producers: 
CJ Vanston and Harry Shearer
Guest Artists
Jeff “Skunk” Baxter (Steely Dan, Doobie Brothers)
Gregg Bissonette
Larry Carlton
David Crosby
Donald Fagen (Steely Dan)
Taylor Hawkins (Foo Fighters)
Jim Keltner
Danny (Kootch) Kortchmar
Russ Kunkel
Michael League (Snarky Puppy)
Jane Lynch (actress/singer)
Steve Lukather (Toto)
Judith Owen
Snarky Puppy Horns
Joe Satriani
Paul Shaffer (David Letterman, SNL, etc.)
Chad Smith (Red Hot Chili Peppers)
Richard Thompson
Steve Vai
Waddy Wachtel
Rick Wakeman (Yes)
Phil X
Dweezil Zappa

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Pressemitteilung: networking Media


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