Grund genug, am 08. November den Rosenhof aufzusuchen, in dem die Levellers gastierten.

Pünktlich ungefähr um acht Uhr begann die Vorband damit, das Publikum aufzuheizen.Mr. Irish Bastard hieß das Sextett, das auf ein geneigtes, jedoch nicht unbedingt begeistertes Publikum stieß.

Die Mischung aus Folkrock von Irlands grünen Wiesen und einigen Punkeinflüssen war zwar zwar ganz schön anzuhören, lud aber nicht zum Tanzbeinschwingen ein. Dazu kam noch ein Sound, der nicht immer glasklar war. Das Schlagzeug war viel zu laut, so dass die arme Flötistin, genau wie der Akkordeonspieler, des öfteren mal völlig unterging. Auch der Gesang hätte noch ein oder zwei Stufen weiter Richtung 10 geregelt werden können. Man konnte den Deutschen mit der fies undeutlich, irischen Aussprache nur gut hören, wenn er schrie. Als die Flötistin dann auch zum Mikro griff, gab’s erst mal ne Feedbackorgie, ansonsten war das zarte Stimmchen nur mit Mühe auszumachen. Generell war das Konzert mit einer erstaunlich angenehmen Lautstärke gesegnet.

An der Show können die Jungens und das Mädel allerdings noch feilen. Lediglich der Basser war etwas agiler als der Rest der Combo, sieht man mal von der witzig, theatralischen „Akkordeon im knien“ – Nummer ab. Daran mag es liegen, dass die Stimmung nicht so wirklich überspringen wollte. Nur bei dem Sisters Of Mercy-Cover „Temple of love“ verirrte sich eine Gestalt auf die Tanzfläche.

So werden wohl die wenigsten wirklich enttäuscht gewesen sein, als Mr. Irish Bastard die Bühne räumte für die Levellers.

Der Name bezeichnet die Angehörigen einer politischen Bewegung, die unter Führung Oliver Cromwells während des englischen Bürgerkrieges 1942 bis 1948 für vollkommene bürgerliche Freiheiten eintraten.

Dies unterstreicht den in den Texten vermittelten Anspruch der 1988 gegründeten Folkrocker, eine politische Band zu sein. Aber bei allem soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Und so begeisterten die Levellers von Beginn an ein volles Haus.

Der Sound war sogar noch etwas besser als bei der Vorband, so dass die Brightoner ihre Erfahrung aus mittlerweile elf Alben ungeschminkt auf die Zuschauer brettern konnten. Diese ließen sich nicht lumpen und so war der größte Teil des Saals mit begeistert tanzenden und springenden Fans gefüllt.

Dies verwundert nicht, denn der Mix aus traditionellem Folk und rockigen Punkelementen ist nichts, das man aller Tage hören kann. Hinzu kommt, dass die Songs der Briten durchweg abwechslungsreich waren und mit einer furiosen Bühnenshow untermalt wurden. Gesichtsbemalung, wildes Herumgetanze auf der Bühne und eindrucksvolles Herumgepose ließen keinen Zweifel daran, dass die Band sich wohl fühlte auf der Bühne. Dieses Wohlgefühl übertrug sich auch auf die Fans, die genau wie die Fans „die Sau rausließen“.

Im Endeffekt waren diesen Abend wohl die meisten der Anwesenden zufrieden mit dem Konzertverlauf, der auch über den Preis von 21 Euro hinwegtröstete.

Setlist Mr. Irish Bastard

01 Intro

02Galway Bay

03 Stupid Bastards

04 Home

05 Now I’m Easy

06 Gipsy Road

07 Christmas In Hell

08 Tearing England Down

09 Hate & Loathe

10 Tempel Of Love

11 Curse Of The Redhaired Woman

Setlist Levellers

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