Die Idee, zwei gegensätzliche Gesangsstimmen in einer Band zu benutzen und gleichermaßen eine zarte weibliche und eine kraftvolle, vielleicht brutale männliche Seite für die Kompositionen zu benutzen ist nicht neu. Auch im Metal-Bereich, da gibt es schon Bands wie Deadlock, Lacuna Coil oder Theatre Of Tragedy, die das ganz erfolgreich verarbeitet haben.

Nun drängen Lightless Moor ebenso in diesen Bereich und wollen das Rad neu erfinden und schicken ihr Debüt- und Konzeptalbum „The Poem – Crying My Grief To A Feeble Dawn“ voraus.

Hierbei dreht es sich um die Leiden einer Dichterin, um Liebe, Leid und Schmerz und allerlei verbrauchte Motive.

Sängerin Ilari Falchi steht im Mittelpunkt dieser Geschichte und trällert weitestgehend substanzlos ihre Parts gegen ihren männlichen Gegenpart Federico Mura, der darüber hinaus die Texte zu einem unverständlichen Brei grunzt. Und hier ist auch schon das zentrale Problem dieses Albums und die größte Gefahr dieser Art von Musik. Wenn zwei gegensätzliche Stimmen verwendet werden, kann dazu geneigt werden, die Unterschiede durch die krasse Übertreibung der Stimmen weiter hervorzuheben. In diesem Falle neigt Falchi zu einem ohrenbetäubend hohen Trällern und Muras Gegrunze. Es wirkt dadurch wie zwei verschiedene Lieder im Wechsel zu hören und die entsprechend angepasste Musik tut ihr übriges, das Klangbild weiter zu zerschmettern. Atmosphärisch wird nichts erreicht, ganz im Gegenteil bleibt dadurch auch wenig beim Hörer hängen. Musikalisch verlaufen sich Lightless Moor teilweise in detailiert zerfrickelten Passagen, die noch weiter an der Geduld des Hörers nagt. Vielleicht soll es auch die innere Zerrissenheit der Poetin ausdrücken? Vielleicht ist es aber auch einfach übertriebene Mühe, besonders episch/einzigartig zu wirken.

TP-CMGTAFD, um den überlangen Titel mal abzukürzen, wirkt schwammig bis schmerzhaft gegensätzlich in seiner Ausführung und nahezu nervig in seiner Umsetzung. Ich will nicht behaupten, es gäbe zu viele Bands vom gleichen Schlage wie Lightless Moor, es gibt nur bereits zu viele, die das gleiche Konzept deutlich besser machen.

01 The Lyrics Of The Journey

*02 Chained To A Dismal Chant

*03 Arabian Nights

*04 Cento Respiri (Slave)

*05 Overwhelming Darkness

*06 Sacrifice

*07 The Lovers And The Forest

*08 Dark Side Of Our Souls

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