Die Happy sind durchaus keine seltenen Gäste in der Hasestadt Osnabrück. Doch trotz der Tatsache, dass sie fast jährlich mit Anwesenheit glänzen, sind sie immer gern gesehene Besucher und füllen die Hallen (bzw. die Freiflächen auf der Maiwoche). Ähnlich erfolgreich war auch der Auftritt im Rahmen der „Live & Acoustic“ – Tour im Osnabrücker Rosenhof.


Das Vorprogramm bestritt ein junger Singer / Songwriter aus dem bayerischen Regensburg: Jake Roeder, dessen neuestes Album „Finally…“ just ab diesem Tag in den Verkauf gelangte. Scheinbar erfolgreich, denn er lockte damit, dass der Internetversandhandel Amazon nur noch eines der Werke auf Lager hätte. Augenzwinkernd fügte er jedoch gleich darauf hinzu, dass es dort auch nur 20 Exemplare gegeben hätte.

An Humor mangelt es dem 28jährigen also nicht. Und musikalisch?

Eine große Stimme und große Gitarrenarbeit, die einem Großteil des Publikums durchaus gefiel, dem anderen aber deutlich zu wenig Energie versprühte – „einschläfernd“ meine einer der anwesenden Gäste zu den ruhigen Stücken. Fazit also: Auf jeden Fall eine gute Musik, wenn man es sich auf dem Sofa gemütlich macht – für einen Liveauftritt muss man sie mögen.

Dass alle Anwesenden einen Auftritt von Die Happy mögen, daran bestand auf einem Die Happy-Konzert kaum ein Zweifel.

Musikalisch war es erwartungsgemäß tatsächlich eine sehr schöne Performance, die Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen, die eigentliche Band, mit Unterstützung von Keyboard, Percussionset und zwölfsaitiger Gitarre vollbrachten. Fast zwei Stunden spielte die Band letztendlich ein Set, das mit „Big boy“ begann und sämtliche bekannteren Stücke der Bands umfasste. Neben den üblichen balladesken Stücken wie „Slow day“ wurden auch kräftige Rockstücke à la „Supersonic Speed“ präsentiert.

Dies geschah nur eben ohne „Rock“ – und siehe da: Die Umstellung auf Akustikinstrumente hat der Band ziemlich gut getan. Hervorstechend ist dabei die Stimme von Marta Jandova, die noch besser zur Geltung kommt, als man es gewohnt ist. Außerdem bemerkenswert: Ralph Rieker, der auf Akustik-Bass und für einzelne Songs sogar auf den Kontrabaß umgestiegen ist, an dem er eine überragend gute Figur macht.

Hauptsächlich kamen bei diesem Konzert diejenigen auf ihre Kosten, die auf die ruhigen und balladesken Stücke von Die Happy stehen. Wobei erwähnt werden sollte, dass auch eine „ruhig“ singende Marta eine Powerfrau ist, die mit viel Kraft in der Stimme immer noch ein Maximum an Lebendigkeit und Energie in die zum Teil eigens umarrangierten Songs hineinträgt. Dies gilt übrigens auch für ihre Bühnenshow: Die wild über die Bühne wirbelnde Rampensau, als die man sie kennt, war die meiste Zeit des Auftrittes an ihren Hocker gefesselt – aber auch auf dem hüpfte, wippte und wackelte sie hin und her und verließ diesen auch immer häufiger, um ihren Bewegungsdrang auf der Bühne doch auszuleben.

Auch nach dem Konzert bewies die Frontfrau Publikumsnähe, indem sie unversehends vor der Bühne erschien, woraufhin natürlich ein Großteil der noch anwesenden Gäste sich mit ihr im Arm fotografieren ließ (siehe hierzu unsere Konzertgalerie). Ganz offensichtlich steht Kollege Wiggo von Metalmagazin.com nicht alleine, wenn er Marta als „die attraktivste Frontfrau auf deutschen Bühnen“ bezeichnet. Männliche wie weibliche Besucher freuten sich über die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes zum Konzertabschluss.

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