Vielleicht nicht immer mit den besten Erinnerungen, aber wie wir alle wissen, ist ja bekanntlich Publicity das Wichtigste, egal ob gut oder schlecht – Lordi spalten die Massen.

Und das nicht nur zwischen Menschen, die der rocklastigen Musik wohl gesinnt sind und denen, die eben dieses nicht von sich behaupten, sondern auch innerhalb des zuerst erwähnten Lagers. Dort sind es vor allem die Hard Rocker / Metaller, die sich gegenseitig an den Kragen gehen, also jene, deren Musikrichtungen von Lordi eigentlich vertreten werden.

Nun ja, um es auf den Punkt zu bringen. Lordi machen geile Musik, auch wenn sie sich wissentlich dem Kommerz hingeben. Und genau aus diesem Grund gehöre ich zu den Leuten, die Lordi eher vergöttern als verfluchen und da kommt mir die neue CD gerade recht. „Deadache“ nennt sich das derweil vierte Studioalbum der Band mit Sitz im hohen Norden. Eine wunderbare Wortwahl, die den Sinn für Humor und den Hang zum Nicht-Ernst-Sein der Band noch unterstreicht. Natürlich ist mir klar, dass das Image komplett durchgeplant ist, aber was macht es, wenn dabei so ein gutes Album herauskommt.

„Deadache“ strotz wieder nur so vor genialen Hard Rock Hymnen. Genau wie auf den vorherigen CD´s wissen es Lordi, die Massen mit eingängigen Melodien, genau akzentuierten Riffs und dem gewissen Gruselfaktor zu beeindrucken. Ob nun das wieder vor Wortwitz sprühende „Girls Go Chopping“ oder der mitreißende Titeltrack, das ganze Paket kann überzeugen. Dazu kommen noch eine Produktion und Aufmachung, die höchste Ansprüche erfüllen. Alles in allem eine hochverdiente 4,5 auf der OsnaMetal-Skala.