Wertung: 8 von 10

Ein blutrünstiger Monster-Samurai auf dem Cover weckt wohl bei jedem geneigten Metal-Fan hohe Erwartungen. Und diese werden mehr als erfüllt, denn der moderne Metal von Lower Hell metzelt ganz schön was weg.


Das vom ehemaligen Fear My Thoughts-Gitarristen Patrick Hagman top-produzierte Zweitwerk namens „Hellevator“ ist zwischen Death, Thrash und Metalcore einzuordnen. Auf stets hohem spielerischem Niveau werden also einige Genregrenzen überquert.

Eingestreute, verspielte, technische Passagen sorgen für die nötige Eigenständigkeit, Rock-Riffs wie in „Nothing Personal, Just Business“, für eine gewisse Partystimmung. Teilweise gibt es sogar flotte Gitarrensoli und klaren Gesang zu hören. Der Wechsel zwischen filigranen, melodischen und „Knüppel aus dem Sack“-Parts gelingt den Baden Württembergern anscheinend mühelos. Besonders deutlich wird dies bei „Tonight I´m Coming Home“. Fast schon Black Metal-artiges Geballer am Anfang, danach wird es melodischer bis akustische Gitarren erklingen.

Fazit: Genau wie ihre Labelmates von Arsonists Get All The Girls stechen Lower Hell auf Grund ihres hohen Ideenreichtums aus dem Einheitsbrei hervor. Das höllische Quintett läutet das noch junge Metal-Jahr 2010 mit einem absoluten Top-Album ein.

Tracklist

  • 01. Warriors Of The Dead
  • 02. The Requiem
  • 03. Aftershowparty In A Casket
  • 04. Nothing Personal Just Business
  • 05. The Shores Of Acheron
  • 06. Tonight I`m Coming Home
  • 07. The Beast
  • 08. Hellevator
  • 09. This Is Vengeance
  • 10. Lower Hell
  • 11. Keep The Good Times Rollin`
  • 12. Bury Me Where I Can`t Hear You