Wertung: 8 von 10

Fünf Jahre sind vergangen, seit uns Lunarsphere mit ihrem starken Erstlingswerk „Barriers Of Infinity“ (2005) beeindruckten. Nun präsentieren uns die Jungs aus Nienburg ihre neue EP „Aurora Borealis“ (2010) und machen klar, dass sie ihrer Linie treu bleiben und weiterhin knallharten Melodic Death Metal spielen wollen.


Ohne Intro und großartiges Geschnörkel geht es direkt los. Wie eine Dampfwalze fegt das Gitarrengewitter über den Hörer hinweg. Der Gesang ist gewohnt rau und kratzig, erinnert ein wenig an Amon Amarth. Die vereinzelt eingesetzten cleanen Gesangsparts lockern die Songs angenehm auf. Sofort ist hier zu hören, dass sich die Band weiterentwickelt hat. Die Produktion ist deutlich besser als noch auf dem Vorgänger und vor allem der Sound wirkt ausgefeilter und fetter. Als neues Stilmittel nutzt Lunarsphere auch dezent eingesetzte Synthie-Effekte. Hierdurch bekommen die ansonsten sehr aggressiven und geradlinigen Stücke eine gewisse Tiefe und erhöhen die Spannung. Variantenreiche Rhythmen und Tempi sucht man hier allerdings vergebens. Alle Songs bewegen sich im Midtempo Bereich. Nur vereinzelt bedient man sich Double-Bass Attacken, die dann wieder mit Synthies untermalt werden. Hier hätte die Band sicherlich noch etwas kreativer vorgehen können.

Im Großen und Ganzen sind die Songs auf „Aurora Borealis“ (2010) direkter und kompakter als noch auf der „Barriers Of Infinity“ (2010). Die Songs machen Spaß und gehen kräftig nach vorn. Die musikalische Beeinflussung durch Genre Größen wie In Flames oder At The Gates lässt sich nicht bestreiten, man ist aber weit davon entfernt eine austauschbare Kopie von einer Kopie zu sein. Mit ihrer neuen EP haben Lunarsphere einen interessanten Eindruck ihres derzeitigen Schaffens hinterlassen. Die gut aufeinander eingespielte Band macht hier vieles richtig, zeigt künstlerisches Verständnis und versteht es, verschiedene Stilmittel wie Growl- und Clean-Gesang, verschiedene Gitarrentechniken und auch elektronische Effekte eindrucksvoll zu einem Ganzen zu verbinden. Für ein vollwertiges Album muss da aber, gerade in Bezug auf Abwechslungsreichtum und Variationen noch etwas mehr kommen. Für Fans des Gothenburg Styles der ersten Stunde ist diese Scheibe aber auf jeden Fall ein Pflichtkauf.

Trackliste:

  • 01.Atom sized heart
  • 02.Paracitizen
  • 03.Aurora Boralis
  • 04.String Phenomena

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