Die bei „My Favourite Dream“ mitwirkende Elis Fronterin Sabine Dünser verstarb leider unerwartet. So wurde „My Favourite Dream“ der letzte Song, den sie aufgenommen hat.Lyriel liefern nach ihrem starken Debüt „Prisonworld“ nun ein nicht minder starkes Album ab. Und obwohl ab und an ein kleiner Infotext aufgesagt wird, dass diese CD nur Promo-Material ist, baut sich eine gewisse Herbststimmung auf – wie man bei dem Titel schon erwarten kann.

Lyriel, das sind Jessica Thierjung am Gesang, Oliver Thierjung mit Guitar und Backing, Linda Laukamp am Cello und auch mit Backing Vocals, Sven Engelmann am Bass, Daniel de Beer mit Drumming und Percussions, Martin Ahmann an den Keyboards und Joon Laukamp an der Violine. Nach Bandinfo spielen sie Dark Melodic Celtic Rock. Dieser Stil zeichnet sich durch äußerste Gefälligkeit aus und kann zwischen Epica, Nightwish, Blackmore´s Night und Schandmaul eingeordnet werden. Weite Teile erinnern an irische Traditionals, gerade diese Songs schaffen ein unglaubliches Herbsfeeling. Filigraner Gesang, mitreißende, bezaubernde und eingängige Melodien und viel Balladeskes sowie Midtempo Tracks liefern die Jungs und Mädels hier ab. Es ist als ginge man an einem sonnigen Tag durch einen überwiegend rot belaubten Herbstwald, riecht die Birken und hört Eicheln von den Bäumen fallen- und bei diesem Weg durch den Wald träumt man vor sich hin und lässt seine Gedanken fliegen. Besonders angetan haben es mir „Surrender In Days“, „Days Of Yore“ und „Wild Birds“ die sich allesamt durch den irischen Touch auszeichnen. Interessant ist auch das Coverstück „Hijo De La Luna“, der Spanier von Mecano, spätestens nachdem Loona den Song coverte kennt ihn wohl so gut wie jeder. Aber Lyriel machen es besser und wissen mehr zu verzaubern. Sehr schön. Weiterhin überzeugt auch Track 4 „My Favourite Dream“. Die Rockballade ist an das Märchen „Cinderella“ angelehnt und die drei Schwestern werden von Linde, Jessi und Sabine wiedergespiegelt. Den Song gibt es zu Ehren Sabine Dünsers dann noch als Bonustrack in rein balladesker, melancholisch angehauchter Form.

Auch wunderschön kommt Track 11 „Enchanted Moonlight“ daher, man fühlt sich sofort in der Zeit zurückversetzt und kann sich in alle Gefühle hineinversetzen – auch vom Textlichen her sehr gut gelungen! Bezaubernd ist auch der einzige deutsche Song „Regen“, der auf einfühlsame Weise Erinnerungen an eine verlorene Liebe wiedergibt.Der Videoclip „Lind e-Huil“ stellt dann eine Live Aufnahme vom 3. Celtic Rock Open Air auf Burg Greifenstein bei Herborn dar. Die Rockballade ist überzeugend, nur die Aufnahme erscheint etwas schwach.

Insgesamt präsentieren Lyriel hier ein musikalisch wie textlich ausgereiftes Album, das sich durch eine überzeugende Herbststimmung mit irischen Anleihen und einem Schlag ins Folkloristische auszeichnet. Die Kombination verzaubert und reisst mit. Das Artwork passt perfekt zu der Stimmung und die Produktion ist sauber. Da bleibt gar keine andere Möglichkeit als die vollen 5 Gitarren zu vergeben! Thumbs Up! Vor allem für alle Fans der oben genannten Bands absolut hörenswert!

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