Wertung: 9 von 10

Nach dem 2007er Album „The Blackening“ dachte wohl niemand mehr, dass Machine Head das Niveau dieses Meilensteins jemals würden halten können. Doch „Unto The Locust“ ist sehr viel mehr als eine Kopie des scheinbar übermächtigen Vorgängers, nein es ist mindestens ebenbürtig.


Los gehts mit dem 8:25 Minuten langem und in drei Teile unterteilten Opener „I Am Hell (Sonata In C#)“ der so ziemlich das schnellste darstellen dürfte, was das Quartett aus Oakland je veröffentlicht hat, mit „Be Still And Know“ folgt dann eine musikalische Verneigung vor Iron Maiden, Judas Priest und Rush, „Locust“ hätte auch so auf „The Blackening“ stehen können, „This Is The End“ bietet von einem Akustik-Intro über Black Metal-Riffing mit Blastbeats über Thrash-Riffs bis hin zu wunderbaren mehrstimmigen Gitarrenharmonien alles um jeden Metaller glücklich zu machen. Mit „The Darkness Within“ folgt dann eine Hymne an die Musik selber deren Anfang mehr nach Singer-Songwriter als nach Metal klingt und an „Descend The Shades Of Night“, „Pearls Before The Swine“ punktet mit allen Machine Head-Trademarks und einem grandiosen Refrain. „Who We Are“ beginnt untypisch mit Streichern und einem Kinderchor bestehend aus den Kindern von Robb Flynn, Phil Demmel und Engineer Juan Urtega, entpuppt sich aber als absolutes Highlight, und das nicht nur wegen des geilen Refrains, sondern auch weil hier alle Elemente die den Rest das Albums geprägt haben zur Perfektion gebracht wurden.

Die sieben Songs des Albums (Keiner ist unter fünf Minuten lang) wirken wesentlich schlüssiger als die Songs des Vorgängers und gehen gleich beim ersten Durchgang ins Ohr. Nach Ablauf der ca. 50 Minuten kommt es einem vor als ob gerade erst zwei Songs durch wären. Die Verschmelzung von klassischem Heavy und Thrash Metal mit modernen Elementen und einer Prise Progressive funktioniert dermaßen gut, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

Potentiellen Käufern sei noch die Limited Edition des Albums ans Herz gelegt, die mit einer Bonus-DVD mit Making of und den im Vergleich wesentlich interessanteren Cover-Versionen von „The Sentinel“ von Judas Priest und „Witch Hunt“ von Rush sowie einer Akustikversion von „The Darkness Within“ aufwarten kann.

Tracklist:

  • 01. I Am Hell (Sonata In C#)
  • I.: Sangre Sani
  • II.: I Am Hell
  • III.: Ashes To The Sky
  • 02. Be Still And Know
  • 03. Locust
  • 04. This Is The End
  • 05. The Darkness Within
  • 06. Pearls For Swine
  • 07. Who We Are

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