Nachdem 2003 eine Best-of Compilation und 2004 die „NYHC EP“ ein wenig die Wartezeit verkürzten, starten die New Yorker 2005 erneut eine Offensive in Richtung Hardcore- Krone: diesmal mit dem auf dem Roadrunner- Label veröffentlichten Langspieler „Legacy“; übersetzt: das Erbe, die Hinterlassenschaft. Beim ersten Hören schwirrt einem so Einiges durch den Kopf: die Stilbandbreite hat sich leicht erweitert, obwohl das Album im Allgemeinen stark an die Vorgängerscheibe(n) erinnert. Sicher kommt aber bei jedem Track die definitive Einprägung, dass man Madball hört! Nur wenige Bands vermitteln beim ersten Hören einer Platte eine solch ausgeprägte Charakteristik und bieten somit einen immensen Wiedererkennungswert! Selbst wenn schnell auffällt, dass nun ein wenig mehr mit melodischen Abschnitten gearbeitet wird, bleibt Madball seinem Ursprung treu und so ist auch der leicht überhebliche und poserhafte Klang der Band abermals unüberhörbar. ““We’re definitely stepping up our sound, but we’re still a hardcore band. It’s not like we’re a jazz-fusion group or anything.”, kommentiert Bassist Hoya die Position der Band auf der DS Recordings-Homepage.Die insgesamt 16 Songs der Scheibe, die sich auf etwa 33 Minuten verteilen, sind passend aufeinander abgestimmt und eigentlich fällt kein Song aus dem bewährten, rohen und wirklich ungekünstelt wirkenden Schema heraus. Auf der einen Seite lassen sich hier und da eher schwerlastige Songs wie „Heavenhell“ oder „Timebomb“, bei denen der Kopf von alleine anfängt zu wackeln, finden. Aber auch Tracks mit durchgehend straighten Gitarrenriffs wie „Legacy“ oder „Darkest Days“ besitzen stark eingängigen Charakter. Ebenfalls wieder dabei sind natürlich die für Madball typischen Brüllshouts, welche besonders in Tracks wie „H. C. United“ oder „For My Enemies“ hervorstechen.Betrachtet man die Tracklist, wird bereits schnell deutlich, worum es auf dem Album der New Yorker gehen soll: Während „The Crown“ beispielsweise noch die Rückkehr der Band selbst propagiert, geht „Worldwide“ als letzter Track der Scheibe weiter und stellt eine musikalische Dankesrede der Band an alle Anhänger weltweit dar. Bei Songs wie „Adapt And Overcome“, „For My Enemies“, „Final Round“ oder „H. C. United“, reicht manchmal fast schon der Titel, um zu wissen, dass es um einige der New York- Hardcore- typischen Themen wie Selbstachtung, Zusammenhalt oder Respekt geht. Abermals mit dabei ist auch wieder ein spanisch-sprachiger Track („100%“)

Die Scheibe, welche von Zeuss (Hatebreed, Shadows Fall, Throwdown) produziert wurde, kommt im Allgemeinen sehr druckvoll rüber, vermittelt parallel aber einen natürlichen, straighten und authentisch wirkenden Klang. Auch wenn nichts wirklich originell Neues zu hören ist, was Sänger Freddi Cricien übrigens selbst unterstreicht, macht es- selbst nach mehreren Durchgängen noch- enorm Spaß, sich die Platte anzuhören.Ein objektiver Punktabzug kann jedoch durch die auf Dauer doch leicht monoton wirkenden Songs begründet werden.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen