Die Wurzeln der Entrüstung liegen vielleicht bereits in den Wurzeln der Norweger: Als Black Metal –Band haben sie begonnen. Nun definieren sie ihre Musik als progressiv – düstere Mischung aus Metal, Rock, Trip Hop und Electro. Dass ManesIsis, Katatonia, Theatre of Tragedy, Mayhem, Danzig und vielen anderen Größen auf einer Bühne standen wird zwar beworben, ist aber beim Hören des Albums nicht mehr vorstellbar.Auf der CD „How The World Came To An End“, an dem inklusive „Gastauftritte“ insgesamt 16 Musiker/Innen mitwirkten, gibt es eine Menge zu Hören, was extreme Nerven und übermächtige musikalische Toleranz fordert. Gleich der erste Song beginnt mit einem relativ kitschigen Sample eines alten Computer-Games; kontrastierend dazu die dunkle Gesamtstimmung des Songs, in dem leichte Hintergrundchöre, wie eine Frauenstimme mit flüsternden Sprachsampels etwas, das entfernt nach Gitarrenlinien klingt (wahrscheinlich ebenfalls aus der Retorte) unterstützt. Der Refrain des Songs klingt dazu irgendwie nach einem Waltari-Hit. Der zweite Track bringt eine gerappte englisch-französische Lyrikmischung und weiteren Elektro. Im dritten Song gibt es dann im Gesang einen Hauch Reggae, natürlich mit Elektro und Enya-Samples. Ist auch wichtig, weil es ja zu den Geräuschen und dem Rap in Track vier einen Kontrast geben muss. Immerhin gibt es hier wieder ein paar Hintergrundgitarrenlinien, die durch den stark genutzten Kopplungseffekt teilweise fast percussiv wirken. Im Prinzip geht es dann so weiter: Stets Überraschungen (z.B. in „The Cure-All“, wo sich die Gesangsstimme anhört, als würde jemand auf `nem alten Kamm blasen), leider keine erfreulichen. Die Band ist sicherlich experimentell und schwer zugänglich, auch kann sie grenzwärtig einem Stil namens Elektro-Hip-Hop-Rock eingeordnet werden, falls es diesen bereits gibt. Nun bitte ich wirklich um Verständnis: Ich habe es probiert. Ich habe mich eingehend mit der CD beschäftigt. Aber jeder Song war wie ein gewaltiger Tritt in die Nüsse. Die Musik ruft in mir ein echtes Unwohlsein hervor, nicht weil sie düster ist, sondern weil es echt auf die Nerven geht. Dieses Album zu hören macht genauso viel Spaß wie ein Privattreffen mit Michael Jackson oder eine Hüft-OP. Sicherlich werde ich diese CD nie wieder freiwillig einlegen. Dieses Album bekommt in der Wertung eine 1,5 und auch nur deshalb, weil es sich bei der CD tatsächlich um eine CD handelt. Diese CD hat einen Sound und irgendwer hat sich damit Arbeit gemacht. Das möchte ich hiermit anerkennen. Aber weder die Stories um die Band oder das Album herum beeindrucken mich, noch ist das Cover in irgendeiner Weise etwas mühevoller gestaltet. Dazu kommt ein echter musikalischer Qualfaktor. Vielleicht ist es Schubladendenken, vielleicht ist das hier einfach nicht meine Schiene. Aber ich kann diese CD niemandem empfehlen. Natürlich wünsche ich der Band aufrichtig alles Gute für die Zukunft.

Anspieltipps: sorry…

Der General dazu: Aua.

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