Wie in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts üblich, haben auch die Jungs von Manilla Road ( Megageile Outfits und Bärte) einen coolen Stilmix aus Heavy, Speed und einer Prise Epic Metal zusammengerührt, und schießen mit Klischees nur so um sich, dass man entweder hart gesotten sein oder in Deckung gehen sollte. Kurz: Mir gefällt es richtig gut!

Das vorliegende Album wurde bereits mehrfach neu aufgelegt, sowohl mit anderem Mix/Mastering als auch mit anderer Reihenfolge und anderem Cover. Die hier vorliegende Fassung ist jedoch eine originalgetreue Wiederauflage des Albums genau wie 1987. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, die Scheibe klingt auch genau so! Kein neumodischer Mix mit heftiger Lautstärke und übertriebenem Bassgewitter, sondern klassische (höhenbetonte) Sounds mit einer gesunden Portion Dreck.

Die musikalische Komposition ist klassisch: Schlagzeug, Bass, Gitarre und dazu ein (etwas eigenwilliger) Gesang, das hat bei Bands wie Black Sabbath oder Angel Witch auch ganz hervorragend funktioniert. Letztere sind genau wie alte Manowar-Scheiben musikalisch wie soundtechnisch definitv als sehr ähnlich anzusehen. Insgesamt ist das Durchschnittstempo der Scheibe definitiv weit jenseits der 130 bpm angesiedelt, also eher etwas für den geneigten Temposünder, auch wenn zwischendurch immer wieder epische Parts die Geschwindigkeit zeitweise zu drosseln vermögen. Bemerkenswert finde ich auch einige der frickligen Jam-Parts, welche genau so gut von einer klassischen Stoner/Doom-Scheibe stammen könnten.

Thematisch geht es auf „Mystification“ mehr in Richtung epische Männerfantasie, mit Songs wie „Death by the Hammer“ oder „Up from the Crypt“, ohne dabei allzu klischeehaft und lächerlich zu wirken. Der leicht außergewöhnliche Gesang trägt auf jeden Fall seinen Teil zur düster-obskuren Stimmung bei, die beim Hören des Albums aufkommt. Diese ist wohl auch der Grund für den Mangel an Aufmerksamkeit in den 80ern und das Wiedererstarken der Band mit dem aktuellen Boom des traditionellen Metals. Eigentlich schade, aber besser spät als nie!

Einen speziellen Song zu empfehlen fällt mir schwer, deswegen empfehle ich allen traditionellen Metalfans auf jeden Fall (mindestens) ein Ohr mit „Mystification“ und eventuell weiteren Manilla Road-Alben zu riskieren!

Tracklist

  • 01. Haunted Palace
  • 02. Spirits oft he Dead
  • 03. Valley of Unrest
  • 04. Mystification
  • 05. Masque oft he Red Death
  • 06. Up from the Crypt
  • 07. Children oft he Night
  • 08. Dragon Night
  • 09. Death by the Hammer

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