Wertung: 6 von 10

Manowar sind wieder (oder immer noch) da. Zwar haben die vier „Warriors Of True Metal And Steel“ immer noch keine neues Album zustande gebracht, aber das ist vielleicht auch nicht so schlimm, denn über „Gods Of War“ sind die meisten noch nicht so Recht hinweg.


Und eine neue DVD ist es zum Glück auch nicht geworden (mal im Ernst, wer braucht „Hell On Wheels“ Part 1000?), nein, die Band hat sich entschieden ihr Debütalbum von 1982 neu einzuspielen. Dass mit einem solchen Plan schon Exodus („Bonded By Blood“ von 1985 wurde 2008 als „Let There Be Blood“ neu veröffentlicht und vorher mit einer übermäßig klinischen Produktion versehen.) und Sodom, die ihr Debüt „In The Sign Of Evil“ (1984) mit fast unverändertem Sound als „The Final Sign Of Evil“ neu einprügelten, auf die Klappe gefallen sind, dürfte Bandboss Joey DeMaio einen feuchten Kericht interessiert haben, denn offiziell wurde „Battle Hymns“ neu aufgenommen weil erst jetzt, 28 Jahre später, die Technik mit dem Equipment von Manowar gleichgezogen haben soll. Ja nee, is klar…

Insgesamt ist „Battle Hymns MMXI“ (Wieso eigentlich 2011, wenn die Scheibe noch 2010 erscheint?) aber nicht so unhörbar, wie die eingangs genannten Beispiele vermuten lassen, aber ans Original reicht das Album logischerweise zu keinem Zeitpunkt heran. Manowar haben sich glücklicherweise vom Drumcomputersound verabschiedet, und Ex-und-jetzt-wieder-Neu-Drummer Donnie Hamzik hat es sogar gewagt und ein paar Fills anders gesetzt als beim Original. Nur der Gitarrensound hätte gerne etwas fetter und mit weniger ProTool-Kleister versehen sein dürfen. Kann Karl Logan etwa nicht mehr Gitarre spielen, oder warum werden bei jedem Album die ProTools potenziert? Insgesamt orientiert sich der Sound sehr am Livesound der Band, und vor allem der Bass nimmt eine sehr dominante Rolle ein.

Zudem sind die Neu-Interpretationen der Songs, vom Titeltrack mal abgesehen, recht gut umgesetzt. Wirklich brauchen tut dieses Album dennoch keiner, denn wer das Original hat, braucht keine Neueinspielung, und wer das Original noch nicht hat greift besser zum Original. „Battle Hymns MMXI“ tut niemandem weh, brauchen tut man die Scheibe aber noch lange nicht. Und wer nur für die zwei Bonustracks, die klingen als wären sie mit einem Kassettenrekorder im Zuschauerraum mitgeschnitten worden, Geld ausgeben will, ist selber Schuld.

Vom Songmaterial her ist das Album eigentlich ein fünf Punkte-Kandidat, es gibt aber nur drei Punkte, dank des Sounds und dem Gestank der Geldmacherei.

Tracklist:

  • 01. Death Tone
  • 02. Metal Daze
  • 03. Fast Taker
  • 04. Shell Shock
  • 05. Manowar
  • 06. Dark Avenger
  • 07. William’s Tale
  • 08. Battle Hymn
  • 09. Fast Taker [Live][Bonus Track]
  • 10. Death Tone [Live][Bonus Track]

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