Maskenpflicht (Mundschutzpflicht) Mund-Nasen-Schutz wegen Coronavirus: Atemschutzmasken FFP Schutzklassen

Atemschutzmasken sind in Zeiten von Corona ein gefragtes Gut. Leider sind sie auch dort Mangelware, wo sie dringend benötigt werden. Die Argumente, die für oder gegen das Tragen einer Maske sprechen, sind vielfältig. Wo die einen Schutz und Respekt den Mitmenschen gegenüber sehen, sehen die anderen die Gefahr von Fahrlässigkeit und falschem Sicherheitsgefühl.

Gesichtsmasken für Metaller: Alltagsmasken zum Schutz vor Coronavirus
Gesichtsmasken für Metaller: Alltagsmasken zum Schutz vor Coronavirus *

Sind Masken sinnvoll? Welche Arten gibt es überhaupt und wer braucht tatsächlich eine?

Was können die verschiedenen FFP-Schutzklassen?

Die einzelnen Klassen bieten Schutz für unterschiedliche Anforderungen. Entscheidend für die Klassifizierung sind die Fähigkeit zur Filterung von Partikeln sowie die Gesamtleckage.

Die Gesamtleckage wird bestimmt von dem Filterdurchlass und Undichtigkeiten, welche durch die menschliche Anatomie an Mund und Nase entstehen.

OP-Masken oder Papiermasken erfüllen selten eines der FFP-Schutzkriterien. Sie müssen gemäß einer europäischen Norm lediglich über eine 95%ige Filterwirkung gegenüber Bakterien verfügen.

Wo der übliche Arbeitsschutzgrenzwert für gesundheitsschädliche Partikel überschritten wird, kommen FFP-Schutzmasken zum Einsatz.


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Schutzklasse FFP1

Masken der Klassifizierung FFP1 * eignen sich für Arbeitsplätze, welche frei von fibrogenen oder giftigen Aerosolen und Stäuben sind. Partikel einer Größe von bis zu 0,6 μm werden zu mindestens 80% herausgefiltert. Für die Nahrungsmittelindustrie oder im Bauwesen sind die Masken in der Regel ausreichend.

Kriterien:
– Gesamtleckage liegt bei maximal 25%
– beim Einatmen werden Krankheiten verhindert, Atemwegsreizungen und Geruchsbelästigungen sind jedoch möglich
– maximal sind die Masken bei einer 4-fachen Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes zulässig
– schützt vor nicht-fibrogenen und ungiftigen Stäuben.

Fibrogen bedeutet, dass es kurzfristig zu einer Atemwegsreizung kommen kann. Langfristig haben fibrogene Stoffe eine Abnahme der Elastizität im Lungengewebe zur Folge.

Schutzklasse FFP2

FFP2-Masken * eignen sich für Arbeitsplätze, an denen sich erbgutverändernde und gesundheitsschädliche Stoffe in der Luft befinden. Die Schutzmaske kann mindestens 94% der schädlichen Partikel von bis zu 0,6 µm Größe abhalten. Eingesetzt wird sie im Bergbau und in der Metallindustrie. Arbeiter sind dort Staub, Aerosolen und Rauch ausgesetzt, was das Risiko für Atemwegserkrankungen wie Lungenkrebs oder Tuberkulose erhöht.

Kriterien:
– schützt vor flüssigen und festen gesundheitsschädlichen Stäuben, Aerosolen und Rauch
– schützt vor fibrogenen Partikeln
– maximale Gesamtleckage liegt bei 11%
– maximal ist eine 10-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes zulässig

Schutzklasse FFP3

FFP3-Masken * schützen bestmöglich vor belasteter Atemluft. Sie filtern bis zu 99% der Partikel einer Größe von 0,6µm aus der Luft und werden beispielsweise in der chemischen Industrie eingesetzt. Ebenso halten sie giftige, radioaktive oder krebserregende Stoffe ab.

Kriterien:
– schützt vor gesundheitsschädlichem und giftigem Staub, Rauch und vor Aerosolen
– wird für den Umgang mit Pilzsporen, Bakterien, Viren und Krankheitserregern empfohlen
– schützt im Umgang mit radioaktiven oder krebserregenden Stoffen
– maximale Gesamtleckage liegt bei 5%
– maximal ist eine 30-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes zulässig

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Was ist wichtig beim Gebrauch von Atemschutzmasken?

Wichtig ist es vor allem, die Maske richtig anzulegen. Bevor die Maske aufgezogen wird, sollten die Hände gründlich gereinigt oder desinfiziert werden. Es sollte sichergestellt werden, dass Mund und Nase gut abgedeckt werden und keine Lücke zwischen Gesicht und Maske entsteht. Bei Bartträgern ist kein Dichtschutz möglich.

Bevor die Maske wieder abgenommen wird, sollte ihr Träger sich in einem gefahrfreien Raum befinden. Bestenfalls wird die Maske leicht nach vorne gebeugt, schräg nach unten abgenommen und sofort in einen geschlossenen Behälter gegeben. Danach werden die Hände gereinigt.

Eine FFP-Maske kann getragen werden, bis sie verschmutzt oder beschädigt ist oder das Atmen schwerer fällt.

Mehrfach sollten die Masken nicht verwendet werden, da eine Kontaminierung der Innenseite nicht ausgeschlossen werden kann. In Not-oder Mangelsituationen wäre die Wiederverwendung denkbar.

Masken sollten nur von einer Person genutzt und nicht geteilt werden.

Maskenpflicht in Deutschland

Für den medizinischen Bereich empfiehlt das Robert-Koch-Institut mindestens das Tragen einer Maske der Stufe 2.

In den letzten Tagen wurde zunehmend über eine allgemeine Maskenpflicht in Deutschland diskutiert. Bisher gibt es dafür keine eindeutige Empfehlung. Vielerorts wurde die Maskenpflicht bereits eingeführt, zumindest für den Gang in den Supermarkt.

Gegen eine allgemeine Pflicht spricht vor allem die mangelhafte Verfügbarkeit. Zudem könnten Masken für Menschen mit Grundleiden wie Asthma eine zusätzliche Belastung darstellen. Hinzu kommt, dass viele Menschen sich durch die Masken in falscher Sicherheit wägen und wichtige Hygienemaßnahmen außer Acht lassen.

Virologen empfehlen das Tragen einer Maske vor allem zum Schutz anderer. Dafür werden auch selbstgemachte Masken empfohlen. Sich selbst vor einer Ansteckung zu schützen ist damit eher unwahrscheinlich, jedoch bleibt ein großer Teil der selbst ausgestoßenen und möglicherweise infektiösen Tröpfchen in der Maske hängen und mindert damit eine Ansteckung anderer.

Masken kaufen oder selbermachen?

FFP-Masken sind Mangelware und von enormer Wichtigkeit für alle, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Für den Alltag sind Masken aus der Apotheke oder dem Fachbetrieb nicht zwingend nötig. Hier reichen auch OP-Masken oder selbstgemachte Varianten aus. Ob mit Nähmaschine genäht oder aus Büromaterial gebastelt, die Fülle der Anleitungen ist groß.

Selbstgemachte Masken sollten nur einmal und nur von einer Person verwendet und danach gründlich gereinigt oder entsorgt werden.

Den größten Schutz bieten weiterhin die allgemein empfohlenen Hygienerichtlinien und Präventionsmaßnahmen.

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AutorIn: Darf Wejda

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