The Panic Channel mit „(ONe)“ ihr mit Abstand schlechtestes Album raus hauten. Und ich erinnere mich auch nur mit Grausen an die letzte Deep Purple Platte). Aufgrund dieser Tatsache war ich auch verdammt skeptisch als mir „Bat out of Hell III: The Monster is loose“ überreicht wurde. Schließlich liegt die erste „Bat out of Hell“-Platte knapp 30 Jahre zurück (und ist, ohne Zweifel, eine Offenbarung im Bereich der epischen Rockmusik) und wie oben schon erwähnt: auch ein Meat Loaf wird nicht jünger und es wäre tragisch, wenn er nun mit einer schlechten Platte die Legende um die ersten beiden Zyklus-Platten ankratzen würde.Bevor ich mich mit der Platte richtig auseinandersetze, kommen erstmal ein paar harte Fakten zur neuen Meat Loaf-Scheibe. Zu allererst holte sich Meat Loaf Jim Steinman wieder an Bord, der auch schon die Musik der ersten beiden „Bat…“Alben schrieb. Unterstützt wurde Steinman bei der aktuellen CD von Leuten wie John 5 (ex-Marylin Manson), Nikki Sixx (Mötley Crüe) und Todd Rundgren (der auch schon das erste „Bat…“ Album produzierte). Dann schnappte sich der Meister noch den Starproduzenten Desmond Child (u.a. Bon Jovi, Aerosmith) und ab ging’s ins Studio wo so illustre Gäste wie Gitarrenwunder Steve Vai oder Brian May (der Queen-Gitarrist ist bei dem Stück „Bad for Good“ zu hören) vorbeischauten und Meat Loaf bei der Vollendung seiner Platte halfen. Und das Ergebnis heißt „Bat out of Hell III: The Monster is loose“. Während die Musiker Meat Loaf beim Erschaffen der Platte halfen, steuerte Produzent Desmond Child seinen Teil zur CD bei, indem er Meat Loaf für vier Monate zum Gesangsunterricht schickte und ihn solange Takes wiederholen lies, bis alles in seinen Ohren perfekt klang.Soviel zu den Fakten rund um das Album und jetzt kommen wir zur Platte selber: „Bat…III“ braucht sich in keiner Weise hinter seinen Vorgängern zu verstecken, und auch meine ursprünglichen Zweifel an der Platte verpufften sofort, als sich die ersten Töne des Titelstückes „The Monster is loose“ in meine Gehörgänge fraßen. Man merkt bei diesem Stück auch sofort den Einfluss von John 5, denn die Gitarren sind aggressiv und das Schlagzeug teilweise recht unkonventionell. Und dennoch klingt alles irgendwie zusammen unverkennbar nach Meat Loaf. Der Silberling bekennt sich offen und freimütig zu Epik und Bombast und schafft das Kunststück, das alles zeitgemäß klingen zu lassen (ein anderes, aktuelles Beispiel dafür, dass so etwas möglich ist, ist „Sam’s Town“ von den Killers), Meat Loaf sagt selber über das Album: „Mir stand schon länger der Sinn nach härteren Platten, härter als diejenigen, dich ich in der Vergangenheit gemacht habe“. “Ich sagte mir: „,Hey, lassen wir doch einfach mal die Rocksau raus.’“ Genau das hat er auch getan, auf eine Art und Weise, die ihresgleichen sucht: direkt, melodisch, episch, einfach fesselnd eben.Die erste Single wird übrigens das von Jim Steinman geschriebene Stück „It’s all comeing back to me“ sein. Wem es bei dem Titel jetzt in den Ohren klingelt hat Recht. Vor zehn Jahren hatte Miss Titanic Celine Dion mit genau dem gleichen Titel einen Hit. Dennoch handelt es sich bei Meat Loaf´s Version des Songs nicht wirklich um ein Cover, denn der Song entstand ursprünglich 1993 bei den Aufnahmen zu „Bat…II“ und Meat Loaf wollte den Song als Duett aufnehmen. Doch Steinman meinte, dass sie den Song für ein, damals noch in den Sternen stehendes, „Bat…III“ aufsparen sollten. 1996 gaben sie den Song dann für Celine Dion frei, und als dann 2005 die Aufnahmen für „Bat…III“ begannen, wollte Meat Loaf den Song, wie ursprünglich schon geplant, aufnehmen. Die Version von Meat Loaf macht auch genügend Unterschiede zu Dion´s Version, sodass es sich lohnt, die Version von Meat Loaf als komplett eigenständiges Stück Musik zu sehen und keine Vergleiche mit Celine Dion anzustellen.Fassen wir also zusammen: „Bat…III“ hat meine Erwartungen mehr als nur übertroffen, die Platte hat quasi alles was ich mir von ihr erträumt hatte überflügelt und noch mehr. Bei „Bat…III“ handelt es sich um das vielleicht stärkste Album, was Meat Loaf je veröffentlicht hat. Und das nach den eher mauen Alben, die er die letzten 10 Jahre unters Volk gebracht hat. Die „Bat…“-Serie umgibt scheinbar etwas Mystisches und Magisches, das dafür sorgt, dass die „Bat…“-Platten immer absolute Hammer und Klassiker werden. So kann ich also gar nicht anders als, wie ich es auch bei „Bat…I“ und „Bat…II“ tun würde, die Höchstnote zu ziehen. 5 von 5 Punkten also für dieses grandiose, epische und zeitlose Stück Rockmusik.

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