Wertung: 6 von 10

Dass Dave Mustaine Videospiel-Freak ist hatte sich unter Megadeth-Fans vielleicht schon rumgesprochen, aber muss man dann gleich 1337-Speek in den Titel einbauen?


Und nur weil bald Weihnachten ist muss man doch keine Adventskerzen aufs Cover malen lassen… Aber es geht hier ja um Musik.

Geboten wird dem Hörer auf „TH1RT3EN“ erstaunlich wenig, was er nicht schon von den Vorgängern „United Abominations“ (2007) und „Endgame“ (2009) kennt: Melodischen Thrash im Midtempo, der nicht selten die Grenze zum Heavy Metal überschreitet und in seiner Gesamtheit durchaus Mainstream-Potential aufweist. Dazu gesellen sich Megadaves gewohnt sarkastische Texte, in denen er (meistens zumindest) mit der Politik der USA abrechnet und natürlich durchgehend grandiose Soli.

Zudem sind bereits fünf (!) der, natürlich, 13 Songs im Vorfeld verwurstet worden. So war der Opener „Sudden Death“ im letzten Guitar Hero verteten, „Never Dead“ gehört zum Soundtrack des gleichnamigen Videospiels, „Black Swan“ erschien auf der limitierten Vorbestellerversion von „United Abominations“, „New World Order“ und „Millenium Of The Blind“ wurden schon während der Aufnahmen von „Countdown To Extinction“ (1992) komponiert, aber erst als Bonus Tracks auf „Youthanasia“ (1994) erstmals veröffentlicht. „New World Order“ findet man außerdem noch auf der „À Tout Le Monde“-Single von 1995 und im genialen Duke Nukem-Sampler „Music To Score By“ (1999).

Unterm Strich bleiben also sechs komplett neue Songs die, wie alles was Megadeth seit der Reunion im Jahre 2005 veröffentlicht haben, in die Kategorie „Ganz nett, aber wie konnte die Band, die Geniestreiche wie „Rust In Peace (1990) und „Peace Sells… But Who’s Buying?!“ (1986) veröffentlicht hat bitte so normal werden??“

Sogar die Produktion klingt fast wie auf den beiden Vorgängern, Was daran liegen mag, dass alle drei Alben in Mustaines eigenem Vic Rattlehead-Studio entstanden. Einzige Neuerung: Dave Ellefson spielt sein erstes Megadeth-Album seit „This World Needs A Hero“ (2001) ein. Immerhin etwas.

Fazit: Vielleicht spricht aus mir nur der Fan, der gerne ein paar Jahre früher geboren worden wäre, um diese Band zu ihrer Höchstphase zu erleben, aber „TH1RT3EN“ ist nur ein weiteres Megadeth-Album, dass ich Fans zwar ans Herz legen kann, aber mehr auch nicht. Wer geilen Thrash will greift lieber zu den neuen Alben von Machine Head und Warbringer.

Tracklist:

  • 01. Sudden Death
  • 02. Public Enemy No.1
  • 03. Whose Life (Is It Anyways?)
  • 04. We The People
  • 05. Guns, Drugs & Money
  • 06. Never Dead
  • 07. New World Order
  • 08. Fast Lane
  • 09. Black Swan
  • 10. Wrecker
  • 11. Millenium Of The Blind
  • 12. Deadly Nightshade
  • 13. 13

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen