MSA steht für Melanie And The Secret Army und Melanie ist die Sängerin der Band, was ihnen in der Skinhead-Szene schon einmal einen Exotenbonus einbringt. Sie besitzt aber mit Sicherheit genug Charisma, um sich in dieser Männerdomäne durchzusetzen. Zunächst hatte ich befürchtet, die Frontfrau würde zwanghaft „einen auf hart machen“, besonders nach dem Opener „MSA“, in dem sie ganz in Onkelz -Manier selbst beweihräuchert wird.

Mit dem zweiten Song „Eure Gesellschaft“ schafft die Band es jedoch relativ schnell, das Ruder herumzureissen. Die Musik klingt etwas nach Betontod. MSA spielen sehr druckvollen deutschprachigen Rock, die Oi!-Roots schimmern jedoch stets durch.

Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Texte zu werfen, da diese Themen aufgreifen, über die die meisten Frontmänner in Oi!-Bands nicht singen würden. So richtet sich „Wie schön dich heut zu sehen“ an Frauen in der eigenen Subkultur, die nur auf Äußerlichkeiten bedacht sind und jedem Trend hinterherlaufen.

Dennoch kommt ein Text wie Engel, der von Melanies Tochter handelt, reichlich kitschig rüber.

Fazit: Mit „Wahre Lügen“ werden MSA es schaffen, den Ruf eine reine Coverband zu sein, schnell ablegen. Als Anspieltipp ist noch „All The Lessons“ zu nennen, bei dem Candace von Walls Of Jericho einige Gesangslinien beigesteuert hat.

Tracklist:

  • 01. MSA
  • 02. Eure Gesellschaft
  • 03. Alter Freund
  • 04. Engel
  • 05. Freitag Abend
  • 06. Kein Weg Zu Lang
  • 07. All The Lessons
  • 08. Held Der Tastatur
  • 09. Wie Schön Dich Heut Zu Sehn
  • 10. Tag Für Tag
  • 11. Outro