„Oh Gott, Power Metal aus Italien! Bleibt mir damit weg!“ werden jetzt sicher viele denken, aber die 5 Jungs um den talentierten Sänger Folco Orlandini heben sich doch immerhin ein wenig vom urtypischen italienischen, mit Keyboards durchtrieften Einheitsbrei ab, denn auf Keyboards wird glücklicherweise schon mal ganz verzichtet.

Die 10 Songs der Scheibe sind nett anzuhören, bleiben aber irgendwie nicht so ganz im Ohr hängen. Spieltechnisch ist zwar alles einwandfrei und auch die Produktion lässt keine Wünsche offen, aber vom Songwriting her ist es doch zu durchschnittlich. Die Texte triefen regelrecht schon vor Cliché und es fehlt mir das Aha-Erlebnis beim Hören. Einzig die Violinen-Parts von Vito Gatto sind ein Lichtblick und machen die Platte interessanter.

Besonders herauszuheben wären die Songs „Windchaser“, das durch den häufigen Violineneinsatz doch ziemlich an die Folkrocker von „Mägo de Oz“ erinnert und „Impossible Infinity“, bei welchem durch die Tempowechsel, den zusätzlichen weiblichen Gesang und eine Melodie, die dann doch bei mir hängen bleibt der beste Song der Platte rausspringt, der die Qualität der CD sehr anhebt. Davon hätte ich mir mehr gewünscht denn der Rest der Platte rauscht ein wenig an mir vorbei.

Eine Sache wundert mich dann noch. Irgendwie kommt es mir so vor, als müssten Track 7 und 8 vertauscht werden, damit es zum dem passt, was hinten auf der Hülle und auf der CD steht.

Fazit: Ein absolut grundsolides Power Metal Album, dem es allerdings an Höhepunkten fehlt. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden, wollen wir hoffen, dass aus der nächsten Scheibe mehr gemacht wird.

Anspieltipps:

– Windchaser

– Impossible Infinity