In der Zeit seiner größten Beliebtheit wurde Met als das Getränk der Götter bezeichnet. Alte Sagen und Geschichten berichten davon, dass Met das Lieblingsgetränk der zahlreichen germanischen Gottheiten war. Ebenso erfreute er sich seit jeher einer riesigen Beliebtheit unter Anhängern der nordischen Mythologie. Die Geschichte des Honigweins reicht jedoch deutlich weiter zurück.

Die Geschichte des Mets

Die Bezeichnung Met hat deutschen Ursprung. Mit dem ursprünglichen germanischen Wortstamm „Medhu“ wurden Honig und alle seine Erzeugnisse bezeichnet. Der Grundstamm dieses Wortes ist quer durch Europa in nahezu allen Sprachen verbreitet. So versteht man unter dem Wortlaut „Met“ in Russisch, Französisch, Spanisch und vielen weiteren Sprachen Honig.

Während die erste Herstellung von Wein aus Trauben auf ca. 3500 vor Christus geschätzt wurde, ist die Gewinnung von Met deutlich älter. Es kann daher als erstes alkoholisches Getränk der Menschheit betrachtet werden. Neben dem direkten Verzehr hatte Met Frühjahr zudem eine hohe Bedeutung als Konservierungsmittel. Leicht verderbliche Lebensmittel wurden mit Met bestrichen oder in ihm eingelagert, um ihre Haltbarkeit zu steigern.

Später entwickelte sich die Herstellung von Met zu einer Selbstverständlichkeit aller Imker. Jeder Honig, der nicht verkauft oder verbraucht werden konnte, wurde zu Met verarbeitet. Aufgrund der hohen Bedeutung dieses Getränks für die Menschen der damaligen Zeit bezeichnete man es als Geschenk der Götter. Es entwickelte sich bald ein ausschweifender Kult um das Getränk, welcher regelmäßige Trinkgelage als spirituelle Reinigung und göttliche Opferhandlung betrachtete. Mit der Einführung des Christentums wurde der Konsum von Met in Europa immer weiter durch den Konsum von Wein ersetzt. Später dämpfte die Erfindung des deutlich preiswerter herstellbaren Bieres den Konsum von Met noch weiter. Dennoch wurde das Getränk auch im Mittelalter weiterhin vereinzelt getrunken und galt als das Getränk der Reichen und Adeligen.

Wie wird Met hergestellt?

Met wird durch die Versetzung von Honig mit Wasser und einer anschließenden Gärung hergestellt. Die vielen verschiedenen Zuckerarten im Honig verhindern eine Gärung und erhalten den Honig über Jahrzehnte frisch und genießbar. Versetzt man Honig mit Wasser, senkt sich die Konzentration der Zuckerarten und der Honig beginnt zu gären. Je mehr Wasser man hinzufügt oder je niedriger der Honiganteil wird, umso stärker gärt der Met. Dabei steigt der Alkoholanteil auf Kosten des einzigartigen Geschmacks.

Die Gärung gestaltet sich beim Met jedoch deutlich schwieriger als beim Bier. Die besonders hohe Konzentration an Zucker entzieht den Hefezellen das zum Leben benötigt der Wasser und tötet diese ab. Eine ähnliche Wirkung hat auch der produzierte Alkohol. Das bedeutet, dass eine Hefezelle mit fortschreitender Gärung immer mehr Wasser benötigt, um zu überleben. Die Lösung dieses Problems ist eine „gestaffelte Zuckerung“. Dabei wird der Honig in kleineren Portionen hinzugegeben, damit die Hefe während des Gärprozesses nicht stirbt.

Während des gesamten Prozesses darf die Temperatur nicht unter 15 °C fallen. Bei niedrigeren Temperaturen stellt die spezielle Reinzuchthefe, die für die Vergärung von Honig benötigt wird, ihre Arbeit ein. Die Gärung selbst geschieht nur sehr langsam und muss ununterbrochen überwacht werden. Für gewöhnlich benötigt die Hauptgärung sieben bis neun Tage. Anders als bei Bier und Wein, darf der Met während der Gärung nicht verkostet werden. Die Zuführung von Sauerstoff an die Maische würde den Met verderben.

Nach der Gärung ist der Met besonders trüb und muss gereinigt werden. Die Trübkörper und toten Hefezellen werden entfernt und es entsteht eine klare Flüssigkeit. Diese ist Met in seiner reinsten Form. Die Herstellung von Met endet jedoch seit Urzeiten noch nicht bei diesem Punkt. Dieser reine Met wurde früher fast ausschließlich als Konservierungsmittel verwendet. Nach der Gärung findet eine Veredelung des Mets statt. Dabei werden verschiedene Gewürze oder Zusatzstoffe mit dem reinen Met vermischt, um Geschmacksrichtungen zu erzielen. Die Veredelung von Met mit verschiedenen Gewürzen geschieht mithilfe spezieller Gewürzbeutelchen. Diese fungieren ähnlich wie Teebeutel. Die Gewürze werden mit dem Beutel in den Met gehalten und entfalten ihren Geschmack. Sobald der Met durchgezogen ist, werden die Gewürzbeutel entfernt.

Auch wenn besonders heller Met als überaus hochwertig gilt, wird manchmal eine besonders dunkle und intensive Färbung des Mets gewünscht. Diese erzielt man meist durch Zuckercouleur oder Karamell. Die qualitativ hochwertigsten Sorten weisen einen leichten Eichengeschmack auf. Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, dass sich der Met in einem Eichenfass befindet und nicht lediglich der Geschmack durch eine Mischung mit pulverisierten Eichenspänen entstanden ist. Als besonders edles Getränk gilt das sogenannte „Blut Odins“ oder „Wikingerblut“. Dieses erhält man durch eine Mischung von hochwertigem Met mit reinem Kirschsaft. Versetzt man dieses zudem mit besonders scharfen Gewürzen, erhält man das als die Krönung der Metproduktion bezeichnete „Drachenblut„.

Met online kaufen

Met kann man in der heutigen Zeit nicht nur beim Imker kaufen. Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter dieses historischen Getränks. Neben zahlreichen Imkern und spezialisierten Anbietern von Honigwein findet man dieses besondere Getränk in nahezu jedem mittelalterlichen Onlineshop. Eine der interessantesten Varianten ist der Anbieter Amensis Met – Honigwein. Dort findet man eine breite Auswahl aus zahlreichen verschiedenen Sorten. Man findet dort sowohl Met in Glasflaschen als auch in Eichenfässern. Der große Onlineshop bietet sogar eine umfassende Auswahl an Wikingerblut und Drachenblut an. Die meisten Sorten werden jedoch in handelsüblichen Glasflaschen abgefüllt. Möchte man auf das einzigartige Erlebnis des Genusses von Met direkt aus dem Eichenfass nicht verzichten, bieten sich die zahlreichen Mittelaltershops im Netz an.

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