Bereits Mitte der 80er Jahre spielten Bands wie die Crumbsuckers oder S.O.D. die Stilrichtung des Metalcore, allerdings wurden sie damals noch dem Crossover zugeordnet. Der Begriff Metalcore entstand erst Mitte der 90er Jahre und setzte sich in der Musikszene hauptsächlich Anfang des neuen Jahrtausends fest.

Metalcore

Metalcore ist eine Zusammensetzung aus den Elementen des Thrash Metal, des Melodic Death Metal sowie des Hardcore Punk. Somit überwiegen vor allem thrashlastige, aber auch melodische Rhythmen und Gitarrensounds. Weitere Merkmale sind häufige Tempowechsel, abwechselnde Gesangsstile der verschiedenen Musikrichtungen und die vom Hardcore (Rap) beeinflusste Textwahl, die sich hauptsächlich auf gesellschaftliche und politische Themen bezieht. Typische Metalcore-Bands: Stigmata, Unbroken, Heaven Shall Burn, Fall of Serenity, All that Remains, Asking Alexandria, August Burns Red, Bring me the Horizon, Caliban, Chimaira, Diecast, Embrace the End, Maroon, On Broken Wings, Killswitch Engage, Arson, By Night, Darkest Hour und As I Lay Dying.

Vorwiegend setzt Metalcore auf Elemente des Heavy Metals, wobei auch Spuren des Hardcore Punks und auch des sogenannten Extreme Metals enthalten sind. Seit dem Jahr 2003 wird – auch auf die Anspielung des „NWOBHM“ (New Wave of British Heavy Metal) – die Musikrichtung gerne als „NWOAHM“ (New Wave of American Heavy Metal) bezeichnet. Vor allem viele amerikanische Bands verkörpern das Genre des Metalcore. Die wohl bekanntesten Vertreter des Metalcore-Genres sind Killswitch Engage. Aber auch Heaven Shall Burn oder As I Lay Dying gelten als klassische Metalcore-Bands.

Die Entstehung des Genres Metalcore

Metalcore: Heaven Shall Burn

Metalcore: HEAVEN SHALL BURN

Das Genre Metalcore ist ein sogenanntes „Zwischengenre“, das sich vorwiegend aus der Hardcore Punk-Szene entwickelt hat, wobei vorwiegend auch Elemente das Extreme Metals zu finden sind. Viele Bands verwenden auch Elemente und Stilrichtungen des klassischen Heavy Metals. Zu den musikalischen Wurzeln des Metalcores zählen auch einige Crossover-Bands. Es waren mitunter damalige Bands, welche vorwiegend in der Crossover-Szene beheimatet waren, die ihren Stil mit Hardcore und anderen Musikgenres derart vermischten, dass der Metalcore entstand. Somit kann das Genre Metalcore auch als klassische „Mixtur“ aus verschiedenen Genres bezeichnet werden, welches sich jedoch erst Ende der 1990er bzw. Anfang der 2000er Jahre manifestierte. Oftmals wird der Metalcore auch gerne mit dem Genre des „Nu Metal“ verglichen; hier gibt es jedoch kaum Zusammenhänge oder etwaige Verbindungen. So hat sich der Nu Metal teilweise aus dem Hip-Hop gebildet. Klassische Vertreter des Nu Metals sind etwa Linkin Park, die – bei genauerer Betrachtung – mit dem Metalcore alá Killswitch Engage nichts zu tun haben. Derartige Stile, wie etwa Hip-Hop, sind im Metalcore jedoch nicht vorzufinden. Die Verbindungen sind wohl deshalb gegeben, da beide Musikstile relativ zeitnah populär wurden und gleichzeitig Bands in den Charts vertreten waren, die einerseits Metalcore und andererseits Nu Metal-Vertreter waren.

Die Wurzeln des Metalcore

Viele der Metalcore-Bands sind vorwiegend dem Metal näher, auch wenn die Wurzeln des Metalcore aus dem Punk-Bereich und der Hardcore-Szene stammen. Die Lieder der Bands befassen sich vorwiegend mit persönlichen Problemen oder auch mit der politischen Lage. Dabei setzen Metalcore-Bands auch immer wieder auf aktuelle Themen. Ein Unterschied zu Extreme Metal ist etwa die Tatsache, dass der Metalcore keine fiktiven Themen aufgreift, sondern durchaus mit realen und zeitgemäßen Faktoren arbeitet. Nur sehr wenige Bands schreiben Texte über fiktive Themen; vorwiegend setzt der Metalcore durchaus auf Realität und versucht mitunter auch, seinen Fans eine Botschaft zu übermitteln. Die Anhänger, welche sich selbst als Metalcore-Fans bezeichnen, gelten jedoch nicht als Subkultur und sind dem klassischen Metal-Image einzuordnen. So tragen Metalcore-Fans nicht nur die Haare länger, sondern kleiden sich gerne dunkel und sind oftmals mit Bandshirts ausgestattet.

Folgende Bands sind klassische sowie auch bekannte Vertreter des Metalcore-Genres:

  • As I Lay Dying
  • August Burns Red
  • Darkest Hour
  • Caliban
  • Chimaira
  • Unearth
  • Heaven Shall Burn
  • Killswitch Engage
  • Parkway Drive

Nu Metal

Nu Metal ist eine noch nicht sehr lange vertretene Stilrichtung des Metal, die auch manchmal als New Metal oder Nü Metal bezeichnet wird. Angelehnt an den Boom des Crossovers in den frühen 90er Jahren wurde die Bezeichnung hauptsächlich für Musikbands verwendet, die sich Elemente des Industrial Metal, des Alternative Rock, des Hardcore, des Funk und Heavy Metal sowie teilweise auch des Hip Hop zu eigen machten. Mitbegründer des Stils war maßgeblich die Band Rage Against the Machine sowie die Gruppen System of a Down und Korn. Am meisten beeinflusst wurde der Nu Metal vom Funk Metal, der jedoch etwas seichter war, besonders im gesanglichen Sinne und im Gitarrenspiel.

Folgende Merkmale bezeichnen den typischen Stil des Nu Metal: verzerrte E-Gitarrenklänge, Synthesizer-Einsätze, ein dominierender E-Bass, auf- und abspringende Bandmitglieder, hardcoretypischer Schreigesang, Texte über die Kindheit, Jugendzeit und über Kriminalität oder soziale Randgruppen. Bekannte Vertreter des Nu Metal sind: Slipknot, P.O.D., Coal Chamber, Breed 77, Linkin Park, Korn, Deftones, Disturbed, Insolence, Kittie, Red, System of a Down, Switched und Mushroomhead.

Funk Metal

In den 80er Jahren entwickelte sich die Stilrichtung des Funk Metal (auch Funky Metal genannt), die sich aus den verschiedensten Musikrichtungen zusammensetzte. Dazu gehören der Hardcore Punk, Hip Hop, Funk und Heavy Metal. Zu Beginn der 90er Jahre fand der Funk Metal mit den Bands Faith no More, Living Colour und Rage against the Machine seinen Höhepunkt. Der Gesang des Funk Metal zeichnet sich vor allem durch die clean vocals, also durch eine klare, reine Singstimme aus. Er wird zudem stark durch Elemente des Hip Hop geprägt. Instrumental wird die Musik oft durch Trompeten oder Saxofone untermalt. Funk Metal gilt als eine frühe Form des Crossovers und zudem als Vorreiter des moderneren Nu Metal.

Bekannte Funk-Metal-Bands sind neben den vorab genannten: Firehouse, Incubus, F.F.F., Jane´s Addiction, Red Hot Chili Peppers, Cucumber Men, Extreme, Primus, 311, Fishbone, Porno of Pyros, Mordred, One Day as a Lion, Velcra, Ugly Kid Joe, Spin Doctors, Krautschädl, Freaky Fukin Weirdoz, Infectious Grooves, Blackeyed Blonde, Excuse Me Moses, T.M. Stevens, Lucy Brown, Clutch, Limp Bizkit und Urban Dance Squad.


As I Lay Dying – Shadows are Security

Nach ihrer ausführlichen Tour durch die Staaten haben sie sich Anfang Januar 2005 in die Big Fish Studios verzogen und kräftig rumgeschraubt. Heraus kam eine Platte, die dem Vorgänger in nichts nachsteht, wenn nicht noch besser ist.

Den Anfang macht das Stück „Meaning in Tragedy“. Der außergewöhnlich schnell gespielte Song zeigt dem Hörer sofort wo es lang geht und das dort defenetiv keine Anfänger an den Klampfen sitzen – das spielerische Können wird deutlich auf diesem Album gezeigt. Die melodischen Teile wechseln genial zwischen harten Gitarren-Riffs und super guten Schlagzeug-Sets. Nicht vergessen werden sollten die genialen Vocals vom Front-Shouter Tim, dort sitzt eine dermaßen mächtige Kraft hinter, die den speziellen As I Lay Dying-Sound ausmacht.

Jeder Song der Platte geht sofort in die Vollen. Dem Hörer bleibt kaum Zeit zu verschnaufen, so gut passt alles zusammen. Wer aber nicht nur auf richtige Hardcore-Shouts steht, sondern auch auf die melodischen Parts, kommt natürlich auch nicht zu kurz. Es ist in diesem Album eigentlich alles sehr gut verpackt, das ist wieder mal eine CD, die man wirklich im Auto rauf und runter hören kann; auch wenn man sie schon zum x-ten Mal durchläuft. Sowas ist perfekt!

Die Top Songs, die unbedingt angehört werden müssen, sind:
– Confined
– The Darkest Nights
– Illusions
der letzte Track des 12 Songs umfassenden Albums.

Avenged Sevenfold – Nightmare

Nicht nur, dass er als einer der talentiertesten Drummer der Szene galt. Er war auch ein wichtiger Bestandteil von Avenged Sevenfold und war maßgeblich am Songwriting beteiligt. Umso erstaunlicher ist es, dass wir uns nun über ein starkes Album freuen dürfen, welches sehr vielschichtig ist und auf beindruckende Weise darstellt, wie die verbliebenen Bandmitglieder von Avenged Sevenfold diesen Schicksalsschlag verarbeiten.

Musikalisch gesehen tischen uns die Jungs um Sänger M. Shadows ein abwechslungsreiches Mahl an metallischen Köstlichkeiten auf. Die meisten Stücke sind ruhig und balladesk gehalten. Aber auch Thrash Metal-Einflüsse in „Nightmare“ oder progressive Parts in „Save Me“ kommen vor. Der Gesang wechselt von cleanem Gesang über verzerrten Shouts à là James Hetfield bis hin zu kaum verständlichen Nuschel-Gesängen in „Fiction“.

Deutliche Akzente setzen die Gitarren. So viel Gefrickel, Soli, Leads und Fills ist man sonst nur von den Genre Größen aus dem Melodic Metal gewohnt. Auch das Schlagzeug, welches von Mike Portnoy eingetrommelt wurde, ist positiv hervorzuheben. Seine Interpretation der überaus anspruchsvollen originalen Drumtracks ist als Meisterleistung zu sehen. Seine präzise und ausdauernde Arbeitsweise half der Band schließlich Jimmy Sullivans Erbe eindrucksvoll auf CD zu bannen.

„Nightmare“ ist keinesfalls ein eingängiges Album und benötigt auf jeden Fall mehrere Durchläufe, um ins Ohr zu gehen. Ebenfalls lässt sich die düstere Gesamtstimmung erst nach mehrmaligem Hören erfassen. Hat man allerdings erst einmal einen Zugang zu diesem Album erlangt, so kann man sich auf einer musikalischen Reise durch Wahnsinn, Verzweiflung und Tod verlieren.

Ob dieses Album besser oder schlechter ist als die Vorgänger, vermag ich nicht zu beurteilen. Es stellt aber eine beindruckende musikalische Aufarbeitung eines tragischen Vorfalls und das Ende einer Ära für Avenged Sevenfold dar. Wie die Reise weitergehen wird, kann zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch niemand genau sagen.

Tracklist:
01. Nightmare
02. Welcome To The Familiy
03. Danger Line
04. Buried Alive
05. Natural Born Killer
06. So Far Away
07. God Hates Us
08. Victim
09. Tonight The World Dies
10. Fiction
11. Save Me

Born from Pain – War

Gespannt wartet die Hardcore- und Metalcore-Basis auf die Fortsetzung der Niederländischen Mosh-Saga. Das ist aber auch kein Wunder, denn deren letztes Album „In Love With The End“ ließ für viele Hörer eine Menge Fragen offen. Gerade in der Entwicklung der Band hatte man einen Punkt erreicht, der vermuten ließ, dass Born From Pain nicht mehr ausschließlich Jogginghosen-Toughguy-Hardcore spielen möchten. Während „In Love With The End“ durch deplazierte und hakende Metal-Einlagen ala „ich schmeiße Backsteine in den Asthäcksler“ nicht überzeugen konnte, verhält sich dieses bei „War“ ganz anders. Hier verschmelzen Hardcore- und Metal-Riffing zu einer durchgehend flüssigen Masse, die den Hörer zu ertränken versucht. Es ist fast unmöglich beim Hören der Songs ruhig zu sitzen oder seiner eigentlichen Tätigkeit nachzugehen.

Bereits beim Opener „Relentless“ wird man genötigt, seine Extremitäten durch den Raum zu wirbeln und lauthals die Gang Vocals mit „War“ zu unterstützen. Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass die wesentlich verbesserte Struktur der Songs durch den neuen Gitarristen Dominik, welcher von Zero Mentality zu BFP wechselte, entstand. Auf einmal hat man entdeckt, dass man mit zwei Gitarren auch zwei verschiedene Themen parallel spielen kann und wendet dieses auch bei ein paar Songs an, um ihnen eine unterschwellige Melodie zu verleihen, ohne jedoch an Härte zurück zu schrauben. „War“ spielt sich, eingepackt in einem sehr harten Groove, überwiegend im Midtempo ab, wie man es von Born From Pain auch gewohnt ist.

Schaut man sich einmal das Backcover der CD an, könnte man leicht denken, man hätte es hier mit einer Rap-Kapelle zu tun. Insgesamt vier Features sind hier verzeichnet: Als verbale Verstärkung holte man sich Jan Chris von Gorefest, Lou von Sick Of It All, Barney von Napalm Death und die komplette Belegschaft von Barcode zum Einsteuern der Backing Vocals. Einen Gastauftritt der etwas anderen Art hat hingegen Hatesphere-Gitarrist Pepe, der bei „Scorched Earth“ ein Gast-Solo(!) beisteuert.

Als Anspieltipps müssen unbedingt der „Discomosher“ „Stop At Nothing“ (zweifelsfrei eine wahre Single), das trashige „Scorched Earth“, dass mit einem (für BFP-Verhältnisse) beinahe epischen Gang Vocal-Chorus aufwartende „Eyes Of The World“ und „Doomsday Clock“, welches an die alten Reclaiming The Crown-Zeiten erinnert, genannt werden.

Wenn es „Born From Pain“ wirklich schaffen sollten, ihren Stil weiterhin so rund zu fahren, dann wird dieser Krieg noch lange halten und jede Menge neue Soldaten rekrutieren, die ihn in die gesamte Welt schreien werden.

DevilDriver – The Last Kind Words

Ohne langes Intro und mit viel Gitarre und Doublebass leiten sie in den ersten Track ein, wobei man spätestens bei den ersten geschrienenen Zeilen hört, dass dieses Album wohl eher den Thrash und Death Metal Freunden vorbehalten bleiben wird.

Doch neben allen Death, und sehr wohl auch Speed Metal Einflüssen kommen auch immer wieder melodische Elemente wie in „Clouds Over California“ oder „Horn Of Betrayal“ durch, welche nicht unerheblich den Wiedererkennungswert steigern. Wer noch die zwei letzten Alben in guter Erinnerung behalten hat, wird sich beim ersten Hören dieser Platte wohl gewundert haben, ob dies wirklich DevilDriver ist, allerdings werden diese Zweifel zumindest durch den typischen Klang und die vertraut klingenden Texte etwas relativiert. Allerdings leiden die bisher bekannte Melodik und der Abwechslungsreichtum oft unter den angenommenen „thrashigen“ Gesichtszügen, sodass die Tracks in sich, natürlich auch mit Ausnahmen, nicht viel Abwechslung bieten und auch untereinander leider oft verschwimmen. Herausstechend sei noch der letzte Track mit anschließendem Outro zu nennen, dass durch seine ruhige Art in Kontrast zum Rest des Albums steht. Ein tieferer Sinn ist darin allerdings nicht zu erkennen.

Abschließend und zusammenfassend, auch mit meiner eigenen Meinung als Metal Hörer, muss man trotzdem sagen, dass diese CD trotz aller Kritik durchaus hörenswert ist. Für DevilDriver-Fans ist sie nach der zweijährigen Stille nach wie vor ein Muss und allen Anderen würde ich sie empfehlen, wenn sie auf schnellen, vor allem harten und partiell melodischen Metal stehen. Allen, die das Programm noch Live sehen wollen, würde ich vorschlagen, sich zu beeilen, da sie nur noch bis zum 18. November in aller Welt touren.

Eskimo Callboy – Bury Me In (Fucking) Vegas

Gerade mal vor einem Jahr schoss die Band geradlinig in die Höhe, als sie ihre Version von Katy Perrys ‚California Girls‘ präsentierten, die einschlug wie eine Bombe. Kurze Zeit später erschien die erste EP, an deren Sound sich die Band auch jetzt wieder orientierte. Doch ‚Bury Me In Vegas‘ ist viel ausgefallener, wagt mehr Experimente und ist härter, aber gleichzeitig poppiger geworden, als eigentlich erwartet. Trotz allem ist die Band sich selbst treu geblieben und geht immer noch mit selbiger Unbeschwertheit durch den Tag wie schon ganz am Anfang, obwohl sie in vielerlei Hinsicht professioneller geworden sind.

Mit dem Namen gebendem Titeltrack ‚Bury Me In Vegas‘ starten knappe 35 Minuten voller Power und Energie. Die verschiedenen Soundeinflüsse fügen sich perfekt ins Gesamtkonzept ein und die Melodien bleiben direkt hängen. Trotz der Stimmigkeit des Gesamtkonzeptes bietet jeder Song ein komplett neues Klangerlebnis. In ihren Texten geht es oftmals um wahre, gemeinschaftlich erlebte Ereignisse, die, mit viel Fantasie ausgeschmückt, wirklich sehr amüsant sind. Doch auch diese sollte man nicht allzu Ernst nehmen, da Sarkasmus eines der Haupttextelelemente ist. Jeder Hörer des Albums sollte natürlich auch eine gewisse Offenheit gegenüber verschiedenen Musikrichtungen mitbringen und nicht in seinem Denken eingefahren sein, denn dieses Album geht mit dem Puls der Zeit, erfindet den Metalcorebereich neu und hält nichts von festgefahrenen Meinungen.

Alles in allem ist bei ‚Bury me In Vegas‘ der Spaßfaktor garantiert, da absolut keine Grenzen gesetzt werden. Jeder der Bock auf was Neues hat liegt mit diesem Album genau richtig, die weniger musikoffenen Menschen werden vermutlich viel zu meckern haben. Aber, wie schon am Anfang erwähnt, dieses Album polarisiert und genau dass ist das Ziel von Bury Me In (Fucking) Vegas!

Tracklist:
1.Bury Me In Vegas
2.The Kerosene Dance
3.Internude
4.Is Anyone Up
5.Wonderbra Boulevard
6.Legendary Sleeping Assault
7.Light The Skyline
8.5$ Bitchcore
9.Transilvanian Cunthunger(feat. Mika Lahti(One Morning Left))
10.Muffin Purper Gurk
11. Snow Covered Polaroids

Heaven Shall Burn – Deaf To Our Prayers

Doch die Frage, die sich für mich stellte: Konnten die Saalfelder mit dem neuen Werk dem letzten erfolgreichen Album „Antigone“ ( 2004 ) noch einen draufsetzen?! Und wie sie das konnten. „Deaf To Our Prayers“ rotzt einem mitten ins Gesicht. Keine Zeit zum Durchatmen und erst recht nichts für schwache Nerven.

Doube-Base-Maschine Matthias Voigt vergewaltigt seine Drums aufs Höchste und Sänger Marcus Bischoff kommt stimmlich dem Vorgänger nichts nach. Fazit: Faster:Harder:Louder. Eigentlich das Motto des WackenOpenAir. Doch zu Heaven Shall Burn würde auch das zutreffen. Aufgenommen in den Hansen Studios in Thüringen entstand „Deaf To Our Prayers“, welches interessanter Weise an einem Gedicht Heinrich Heines angelehnt ist. Auch Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“ galt als Inspiration für Songs wie „Of No Avail“ und „The Final March“. Nun aber zu den einzelnen Songs. Los geht es mit dem Opener „Counterweight“. Auf jeden Fall kein Song der als Vorspann für „Verliebt in Berlin“ Chancen hat. Da kommt ein gewaltiges Gewitter auf den Hörer zu. Schnelle, mitreissende Drums, ein Gitarrenriff das zum Bangen einlädt und eine Stimme von Sir Bischoff, die ihren Wiedererkennungswert nicht verloren hat. Man, das geht auf die Zwölf !! Mit-tempo Passagen und Death Metal- Einflüsse machen das Lied vielschichtig und abwechslungsreich. Daumen hoch.

Der zweite Streich hört auf den Namen „Trespassing The Shores Of Your World“ und beginnt wie der Opener. Harte Drums bis zum Abwinken, fast durchgängig die Double-Base im Einsatz. Geben sich ja ganz schön Mühe, die Burner die. Kommt auch gut an. Besonders der Mittelpart geht gut ins Ohr und lädt zum Mitbangen ein. Am Ende wird der Song etwas ruhiger. Ein wunderbarer Ausklang eines großartigen Songs. „Profane Believers“ ́s Anfang könnte doch glatt von Slayer stammen. Doch nach 10 Sekunden Lauschen kommt wieder die gute, alte Heaven Shall Burn-Manier zum Vorschein. Mit teilweise melodischen, jedoch nicht an Tempo verlierenden Riffs spielen sich Maik Weichert und Alexander Dietz an den Gitarren und Eric Bischoff am Bass durch die dreieinhalb Minuten. Leider etwas zu kurz für einen Song dieser Klasse. Ladies And Gentleman. „Stay The Course“ keucht aus meinen Aldi-Boxen und reißt mich auf Anhieb mit. Fette Gitarre, grandiose Drums. Zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten des Albums. Perfektes Stück für die montagige „Scheiss-auf-Arbeit“- Stimmung. „The Final March“ geht melodisch los. Die ersten Sekunden erinnern an In Flames. Doch sobald der gute Marcus seine Stimme einsetzt, weiß man wieder, wer am Werk ist. Natürlich hemmungsloser Double-Base Einsatz des unbeschreiblichen Herrn Voigt. Mitreissende Tempowechsel.

Nun kommt mit „Of No Avail“ wohl eines der besten Stücke des Albums. Ein etwas ruhigerer Song als der Rest. Bringt etwas Abwechslung ins Album. Besonders der ruhige Mittelpart findet schnell längerfristigen Platz im Ohr. Schönes Stück und auf jeden Fall eines der Highlights.“Armia“ beginnt schon mal mit einem vielversprechenden Intro. Ist der Song das „The Weopon They Fear“ des neuen Albums? Doch schnell wird klar, dass ich mich mit „Armia“ nicht sonderlich anfreunden kann. Vielleicht liegt es daran, dass es doch zu schleppend daherkommt. Leider ein Schwachpunkt der Cd. Dafür ist das Stück „mybestfriends.com“ umso besser. Keine Frage: Ein Riff, das wohl jeden überzeugen wird. Etwas Melodie und etwas auf die Fresse. Genau die richtige Mischung für morgens halb zehn in Deutschland. „Biogenesis(Undo Creation)“ ist wohl der schnellste Song der Platte. Reinster Death Metal-Song und so tief hatte ich Marcus‘ Stimme auch nicht in Erinnerung. Geiles Stück, gut geeignet um Nackenschmerzen zu provozieren. „Dying Silence“ geht mit düsterer Melodie los und endet in einem gewaltigen Donnerwetter. Das Stück ist wie jedes andere auch: Geil. Reicht das? Hoffe doch. Denn mit „The Greatest Gift of God“ und somit dem kürzesten Song der Cd, endet „Deaf To Our Prayers“ etwas gemächlicher und ruhiger. Schöner Ausklang einer tollen CD.

Heaven Shall Burn haben mit „Deaf To Our Prayers“ ein Album vorgelegt, dass dem Vorgänger „Antigone“ aus dem Jahre 2004 in nichts nachsteht. Leider fehlt mir ein Kracherstück ala „The Weopon They Fear“. Jedoch hat sich das zwei Jahre lange warten redlich gelohnt. Des Weiteren wird das Album auch als limited Edition erhältlich sein, die in einem Slipcase mit einer limitierten Bonus-DVD erscheint, auf dem es den Videoclip zu „The Weopon They Fear“ sowie eine komplette Show von der Hell On Earth Tour 2005 ( Länge:45+ Minuten ) zu sehen gibt. Appropo: Im September/Oktober werden Heaven Shall Burn auf der zweiten Hälfte der Hell On Earth Tour dabei sein. Also rein schaun lohnt sich.

Killswitch Engage – Disarm The Descent

„The Hell In Me“ ballert los und schmeißt uns damit schon das Killswitch-Motto vor die Füße, welches sich später in gängige Refrains und Rockpassagen entfalten soll. Der Stil der Gitarrenriffs erweicht das Metalcore-(Metaller)herz, traditionell nach Killswitch Engage.

„The NewAwakening“ brüllt zeitweise mit Männerchören los, während auf „A Tribute To The Fallen“ oder „Turning Point“ die markanten Gitarrensoli ausgepackt werden. Unter anderem verpasst dann „All We Have“ dem Album den klassischen Core-Anstrich durch typische Breakdowns. Weichere Klänge werden eher auf den späteren Tracks „The Call“, „Always“ und „Time Will Not Remain“ vernommen. Diese färben die Scheibe noch einmal auf eine gedankenverlorene, emotionale Art und Weise. Ohrwürmer schleichen sich hier und da immer wieder ein.

Unverwüstlich und dennoch beachtlich melodisch hält das Album zwölf Tracks durch, die es in sich haben. Killswitch Engage hat hier ein Werk geschaffen, welches dem Debüt qualitativ sehr nahe kommt und sich daher nur empfehlen lässt.

Tracklist
01. The Hell In Me
02. Beyond The Flames
03. The New Awakening
04. In Due Time
05. A Tribute To The Fallen
06. Turning Point
07. All We Have
08. You Don't Bleed For Me
09. The Call
10. No End In Sight
11. Always
12. Time Will Not Remain

Korn – Korn III – Remember Who You Are

„This album is a reflection of us being a band since 1993,“ sagt Sänger Jonathan Davis. „We worked hard on the previous records, and we experimented a lot. For „Remember Who You Are“, the four of us got together in a small room with the intention of writing an old school Korn record. This album is a perfect mixture of everything we've done, and this version of the band is the best ever.“ Große Töne und Versprechungen, die da aus dem Munde des Frontmannes kommen. Das Intro, um der Sache mal auf den Grund zu gehen, erweckt dabei fast schon melancholische Eindrücke, was sich in den folgenden Songs auch teilweise wiederfindet.

Die erste Hitauskopplung „Oildale (Leave Me Alone)“ ist in mäßigem Tempo gehalten, weist einen ruhigen Strophengesang auf, was sich in den gewohnt alten bassbetonten, tiefen Groove-Riffs im Refrain entlädt. Zum lockeren Mitbangen ganz ok.

„Pop A Pill“ geht da schon flotter und pfiffiger zu Werke. „Fear Is A Place To Live“ überzeugt dann noch eine Ecke mehr. Mit coolem Sprechgesang und einem gelungenen Sing-Along Refrain macht Track Nummer vier endlich mal Spaß auf „Korn III – Remember Who You Are“.

„Move On“ ist dann wieder das genaue Gegenteil, langsam schlurft der Song so vor sich hin, ohne auch nur ein interessantes, packendes Detail vorzuweisen. Irgendwie scheinen sich Korn diesmal gern in clean gesungenen, melodischen Heulgesängen zu verlieren…

„Lead The Parade“ bietet danach zum 1. Mal die erhoffte Freakigkeit, und eine Parade von abwechslungsreichen, zwischendurch fast schon jazzartigen Passagen. „Let The Guilt Go“ hat eindeutig Potential zu einem Klassiker und macht einfach nur Spaß. „The Past“ gehört wieder in die Kategorie „Move On“… einfach nur belanglos und anödend. Ein weiteres Highlight ist ohne Zweifel „Never Around“. Hier wird das sentimentale „Rumgeheule“ besser verpackt und kommt mit ordentlich Biss und Aggression rüber! „Are You Ready To Live“ entpuppt sich als eine recht gut gelungene Halbballade mit toller, überzeugender Gesangsleistung. Gänsehaut!! Als letztes schlurft „Holding All These Lies“ leider wenig prickelnd daher. Für einen Abschluss eher schwach gehalten.

Fazit: Ungefähr die Hälfte des Albums bietet Hörgenuss und einigermaßen gelungene, für Korn würdige Nachfolger Songs. Die andere Hälfte dagegen rührt gar nichts. Viel mehr fehlt die erwartete Abgedrehtheit, die schrägen, freakigen Aufs-Maul Songs. „Korn III – Remember Who You Are“ ist ruhiger gehalten und regt ab und an auch zum Nachdenken an. Ob man auf Dauer trotzdem Spaß hat mit diesem Werk, wage ich vorsichtig zu bezweifeln.

Tracklist:
01. Uber-Time
02. Oildale (Leave Me Alone)
03. Pop A Pill
04. Fear Is A Place To Live
05. Move On
06. Lead The Parade
07. Let The Guilt Go
08. The Past
09. Never Around
11. Are You Ready To Live
12. Holding All These Lies

Korn – Live At The Hollywood Palladium

1994 brachten KORN ihr erstes Album auf den Markt. Doch erst vier Jahre später sollte mit dem Longplayer „Follow The Leader“ der Durchbruch im Mainstreambereich gelingen. Seitdem sind sie aus der Musikwelt nicht mehr wegzudenken.

Jetzt erscheint das elfte Album und es ist ein grandioser Livemitschnitt entstanden, der zweigeteilt wurde. Zu Beginn muss man sich an krasse Elektro-Elemente gewöhnen, die man vom aktuellen Album „The Path Of Totality“ (2011) kennt, das mit namhaften Gastauftritten, beispielsweise SKRILLEX, DOWNLINK oder 12TH PLANET, glänzen konnte. So ist der Hit Get Up! dabei und Chaos Lives In Everything schallt gewohnt kraftvoll aus den Boxen. In der zweiten Hälfte des neuen Longplayers werden beliebte Klassiker gespielt, die nicht minder gut beim jubelnden Publikum ankommen – und beim Hörer zu Hause sicherlich für viel Freude sorgen: u.a. Falling Away From Me oder Shoots And Ladders. Darunter ist auch eine fast zwölfminütige Version von Another Brick In The Wall, die mit schönen Gitarrensoli aufgewertet wurde. Produzent ist kein Geringerer als Barry Summers von Rock Fuel.

Er hat einzigartige Aufnahmen gemacht und diese mit viel Können zu einer CD zusammengestellt. Hinzu kommt eine DVD oder BluRay, die den Hörgenuss zusätzlich mit fantastischen Bildern unterstreicht. Für jeden Fan ein absolutes Muss, das nicht im CD-Regal fehlen darf.

KORN gelingt ein solides Live-Album mit einer ausgewogenen Mischung aus Altbewährtem und Neugewagtem. Damit knüpfen sie an ihre Erfolge an und lassen den Hörer für etwas über 74 Minuten abtauchen in ein tolles Konzert der Band.

Tracklist:
01. Get Up!
02. Kill Mercy Within
03. Illuminati
04. Chaos Lives In Everything
05. My Wall
06. Way Too Far
07. Narcisstic Cannibal
08. Here To Stay
09. Freak On A Leash
10. Falling Away From Me
11. Predictable
12. Another Brick In The Wall
13. Shoots And Ladders
14. One
15. Got The Life
16. Blind

Korn – Paradigm Shift

Mit „Paradigm Shift“ kehrt dieses Urgestein des Genres, zu dem sie nie gehören wollten, zurück zu alten Wurzeln. Überraschend frisch und neu wirken die Tracks auf „Paradigm Shift“ in ihrer Aussichtslosigkeit und Aggressivität, in ihrer Hässlichkeit, und wirken doch wie ein Statement gegen den Optimismus in Zeiten von Suppenküchen und dem dazu konträren Leben der Ultrareichen, dem moralischen Gehabe.

Zwischen Wohlstandsghettos und urbanen Ruinen angelegt, ist „Paradigm Shift“ kein erhobener Zeigefinger der Moral, dafür ist Jonathan Davis mit seinem typischen Sprechgesang die Stimme der klaren Aussagen.

Die elektronischen Parts sind nahezu inexistent, der Vordergrund ist ganz klar geprägt von Gitarren und Bass, Drums und Gesang. Mit dem Sound besinnen sich Korn auf ihre alten Stärken zurück, das, was sie bekannt gemacht hat und das, was sie am besten konnten, womit sie ein Genre wider Willen etablieren konnten. Es wirkt viel mehr wie eine Weiterentwicklung im Rückblick, da wo Korn aufgehört haben sich treu zu bleiben und den Ausflug in die Popmusik gewagt haben, setzt dieses Album an und es bleibt zu hoffen, sie halten diesen Kurs ein.

Trackliste
01. Prey For Me
02. Love And Meth
03. What We Do
04. Spike In My Veins
05. Mass Hysteria
06. Paranoid And Aroused
07. Never Never
08. Punishment Time
09. Lullaby For A Sadist
10. Victimized
11. It's All Wrong
12. Wish I Wasn't Born Today
13. Tell Me What You Want

Korn – The Path of Totality

Bereits des Öfteren wurde Korn eine gewisse Stagnation in ihrer Laufbahn vorgeworfen und denkt man an die eigene Jugend zurück, so fallen einem wenige Variationen in der musikalischen Bandgeschichte ein. Dafür solide, die Pubertät begleitende Nu-Metal Alben die besonders durch die sehr persönlichen, meist Jugendtraumata verarbeitende Texte des Herrn Davis in ihren Bann zogen. Dem Vorwurf des immer gleichen Soundgewandts wollten Korn mit ihrem neuesten Werk nun entgehen und luden sich für die Aufnahmen zum neuen Album zahlreiche Dubstep-Größen in ihr Studio ein, unter anderem Skrillex, Noisia, 12th Planet und Excision.

Voraus gegangen war dieser Idee der Song „Get up!“, welcher zusammen mit Skrillex bereits vor ca. einem Jahr entstand und Anfang 2011 als Gratisdownload zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem der Song überaus erfolgreich bei Fans und Kritikern angenommen wurde, vertiefte sich die Zusammenarbeit. Die Idee, dass Experiment auf Albumlänge auszuweiten und sich dafür weitere Dubstep-Größen ins Boot zu holen, entstand. An sich kein schlechter Einfall, allerdings konnte man die Qualität der ersten beiden Vorabsingles („Get up!, „Narcissistic Cannibals“) nicht auf die knappen 40 Minuten beibehalten. Darüber hinaus ist auffällig, dass die Zusammenarbeit mit Skrillex die besten Stücke hervor bringen konnte, auch wenn trotz unterschiedlicher Feature ein in sich recht schlüssiges Werk abgeliefert wurde.

Auch sollte man Korn dafür loben, nach dem erfolgreichen „Korn III – Remember who you are“-Album – eine Erinnerung der Band an die eigenen Wurzeln – mit dem Nachfolger völlig andere Wege zu bestreiten. Zwar ist Industrialmetal durch Bands wie Nine Inch Nails und Ministry bereits ein Begriff, doch mit ihrem „Dubstep-Metal“ könnten Korn möglicherweise zum zweiten Mal in ihrer Karriere Genreprägend werden. Zwar hat Korn auch in der Vergangenheit schon mit elektronischen Einflüssen experimentiert, aber es wurde niemals zum Albumkonzept. Das bei den ersten Experimenten auch Schwächen zu verzeichnen sind ist in meinen Augen eine logische Konsequenz. Vielleicht wären diese aber auch vermeidbar gewesen, wäre man mit der selben Kreativität und Power wie bei den Highlights der Platte „Get up!“, „Narcissistic Cannibal“ und dem ersten Song, „Chaos lives in Everything“, an alle Stücke heran gegangen.

Die einzelnen Instrumente leiden unter der Integration des Dubstep doch deutlich: die individuelle Art des Slap-Bass- Spielens von Reginald „Fieldy“ Arvizu ist nur in wenigen Ansätzen noch zu entdecken, das Schlagzeug musste der Dubstep Geschwindigkeit angepasst werden und besonders der Gesang von Jonathan Davis leidet an einer gewissen Leere und Ausdruckslosigkeit in vielen seiner neuen Songs und wirkt generell einfach zu leise abgemischt. Möglicherweise sind diese Aspekte den Kompromissen zu zuschreiben, die man vielleicht bei Experimenten dieser Art eingehen muss – an vielen Stellen scheint aber einfach nur die zündende Idee zu fehlen, um den Songs das gefühlte „fehlende etwas“ zu verleihen.

An diesem Album werden sich wahrscheinlich nicht nur die Kritik-Geister scheiden, sondern vor allem auch die Meinungen der langjährigen Korn-Fans. Auf der anderen Seite könnte es der Band gelingen mit ihrem innovativen Stil so manchen Fan hinzuzugewinnen. Sicherlich, dass einige Zuschauer den Konzertsaal in London beim Debüt der neuen Songs verließen und das Publikum wütend die „echten Kornsongs“ forderte macht deutlich, dass sich die Band fernab ihrer Wurzeln bewegt, doch sollte man Musikern die Möglichkeit zum ausprobieren geben und nicht gleich alles „Neue“ als konsequent schlecht beurteilen. Das Album hat sicherlich seine Schwächen, stellt auf der anderen Seite aber einen soliden Grundstein dar für die Weiterentwicklung sowohl der Band selbst, als auch der Mischung aus brachialen Metalklängen und elektronischen (Dubstep)-Tönen. Wie viel Potential hinter dieser Idee steckt wurde nicht zuletzt in den Vorabsingles bereits mehr als deutlich gemacht.

Tracklist:
01. Chaos Lives in Everything (feat. Skrillex)
02. Kill Mercy Within (feat. Noisia)
03. My Wall (feat. Excision and Downlink)
04. Narcissistic Cannibal (feat. Skrillex)
05. Illuminati (feat. Excision and Downlink)
06. Burn the Obedient (feat. Noisia)
07. Sanctuary (feat. Downlink and J Devil)
08. Let's Go (feat. Noisia)
09. Get Up! (feat. Skrillex)
10. Way Too Far (feat. 12th Planet, Flinch and Downlink)
11. Bleeding Out (feat. Feed Me)

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Autor: ARCHIVader


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